Warmes und sicheres Duschen mit Solarenergie

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    Kollektor und Wassertank auf einem Dach in Cochabamba.

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    Showroom eines lokalen Herstellers. Ein Solar Kollektor System besteht normalerweise aus einem Kollektor, worin ein Medium von der Sonne aufgeheizt wird und einem Tank, der erwärmtes Wasser speichert.

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    Produktion eines Flachkollektors für die solare Warmwasseranlage in Cochabamba.

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    Paloma Sarria wird über die Herstellung der solaren Kollektoren in Cochabamba informiert.

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    Familien profitieren mittelfristig von tieferen Energiekosten und von einem komfortableren und sichereren Duschsystem.

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    Heutzutage hat es in den meisten bolivianischen Haushalten unsicher funktionierende Durchlauferhitzer für die Warmwasseraufbereitung. Die verwendete Elektrizität ist meistens aus fossilen Energiequellen generiert.

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    Miguel Fernandez ist der Geschäftsführer der lokalen NGO Energetica. Der Ingenieur gehört zu den führenden Experten für erneuerbare Energien in Bolivien.

Dieses Projekt reduziert Treibhausgasemissionen, indem es überwiegend in Gaskraftwerken produzierte Elektrizität durch Solarenergie ersetzt. Haushalte profitieren mittelfristig von niedrigeren Energiekosten und einem sichereren Duschsystem.

Heutzutage benutzen die meisten bolivianischen Haushalte unsichere Durchlauferhitzer, die mit elektrischer Energie betrieben werden. Sonnenkollektoren für Warmwasser versorgen die Verbraucher mit heissem Wasser, das durch erneuerbare Sonnenenergie erhitzt wird. Bolivien verzeichnet eine etwa doppelt so hohe Sonneneinstrahlung wie die Schweiz und eignet sich daher besonders gut für das Erhitzen von Wasser mittels Solarenergie.

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 3500m2 Sonnenkollektoren installiert.

Ein System besteht im Allgemeinen aus einem Kollektor, in dem ein Medium (meist Wasser) von der Sonne erhitzt wird, und einem Tank, in dem das erhitzte Wasser gespeichert wird. In passiven Systemen wie sie in Bolivien häufig eingesetzt werden, wird keine externe Energie benötigt, da thermische Konvektion für die Wasserzirkulation sorgt. Dieses System, auch Thermo-Siphon genannt, findet häufig in Entwicklungsländern Anwendung und kann lokal zu günstigen Preisen hergestellt werden. 

Dieses Projekt, umgesetzt von der Non-Profit-Organisation Energetica, konzentriert sich auf den häuslichen Gebrauch in städtischen und halbstädtischen Gebieten, wo die Anwender Zugang zu Leitungswasser haben. Das Projekt fördert die Verbreitung von bis zu 10‘000 Solar-Systemen. Nur Solar-Einheiten, die in Bolivien produziert oder zumindest montiert wurden, sind für das Projekt zugelassen. Alle eingesetzten Systeme in diesem Projekt werden auf Qualität geprüft und unter einem nationalen Standard zertifiziert, welcher von Energetica in Zusammenarbeit mit der lokalen Sonnenkollektor-Industrie entwickelt wurde. 

Wir hier in Cochabamba, aber auch in anderen Regionen Boliviens, verfügen über eine Sonneneinstrahlungsquote, die aufgrund der Höhe eine extrem hohe Auslastung der Panels garantiert. Da sollten wir verstärkt ansetzen.
Miguel Fernandez, Ingenieur und Geschäftsführer von Energetica

 

Insgesamt sollen rund 50’000 Personen – ein durchschnittlicher bolivianischer Haushalt hat fünf Mitglieder – von einer Kollektorfläche von etwa 30‘000 Quadratmetern profitieren. Ausserdem sollen Familien mittelfristig in den Genuss von tieferen Energiekosten und einem komfortableren und sichereren Duschsystem kommen. Lokale Produzenten werden betreffen Qualität und Marketing unterstützt und vom erhöhten Umsatzvolumen profitieren, was zu einer höheren Beschäftigungsquote führen dürfte. Unerwünschte Energiespitzen im nationalen Stromnetz während den Duschzeiten werden reduziert. Das Projekt verbessert den Zugang zu sauberer und bezahlbarer Energie und trägt zu technologischer Unabhängigkeit bei. 

Die Anwender tragen die Kosten der Systeme selbst. Dank den Beiträgen von myclimate können Energeticas Programmkosten für die Distribution, die Werbung, den Kapazitätsaufbau bei lokalen Produzenten, das Monitoring, der Unterhalt sowie die Ausweitung von Pilotaktivitäten gedeckt werden.

Nr. 7176

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