Kochen mit Maiskolben statt Kohle

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    „Wir nutzen das eingesparte Geld, um die Ausbildung unserer Kinder zu bezahlen, neue Kleider zu kaufen und zum Arzt zu gehen.“ Liu Zhihong, Nutzerin eines Gas-Herds, der mit Maisspindeln gespiesen wird.

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    Die neuen effizienten Herde können mit den Überresten der Maiskolben – den Maisspindeln – betrieben werden.

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    Diese Frau bezahlte 300 Yuan (USD 50) für ihren Herd. myclimate subventioniert die Gas-Herde mit demselben Betrag. Das monatliche Durchschnittseinkommen ärmerer Leute liegt bei ungefähr USD 300.

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    In der Erntezeit hilft jeder mit.

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    Die Maiskolben werden zu runden Stapeln geschichtet und auf diese Weise getrocknet.

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    Das Stadt-Land-Gefälle ist in China anhand der Energieversorgung der Haushalte deutlich zu erkennen. Während in reicheren Regionen zunehmend sauberere erdölbasierte Brennstoffe verwendet werden, sind insgesamt nach wie vor mindestens 50 Prozent aller Haushalte abhängig von Festbrennstoffen wie Holz und Kohle.

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    Herkömmlicher, mit Steinkohle betriebener Herd.

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    Lager für Maisspindeln zum Kochen und Heizen. Mais wird traditionellerweise in der Region angebaut, die abgeernteten Maiskolben verrotteten bisher aber ungebraucht oder wurden verbrannt.

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    Typisches Szenario: Das Holzkohle-Lager einer Familie. Man nutzt weiterhin Holzkohle zum Heizen im Winter, da Kohle länger brennt und man daher in der Nacht nicht aufstehen muss.

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    Von dem Projekt profitieren auch viele Handwerker, die nun konstant Aufträge erhalten und damit ihr Einkommen sichern.

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    Die beiden Herd-Modelle Jinqilin CKQI und CKQ verwenden unverarbeitete Mais-Reststoffe und verarbeitete „Briquette“-Mais-Reststoffe, die kontinuierlich manuell nachgefüllt werden. Die Herde erhöhen die Verbrennungseffizienz durch Nutzung des primären Luftzugs, der durch den Rost unten im Ofen strömt, und des sekundären Luftzugs, durch Löcher im oberen Teil des Ofens der in die Brennkammer gelangt.

Das Projekt ersetzt traditionelle Kohleherde in ländlichen Haushalten in der Provinz, Hubei und Guizhou in China durch saubere Gas-Herde, die mit Maisspindeln (ungenutzte Überreste der Maiskolben) betrieben werden. Durch die Substitution von Kohle durch diese Biomasse wird der CO2-Ausstoss reduziert und die Luftqualität in den Häusern und somit auch die Gesundheit von Frauen und Kindern verbessert.

1000-1500 USD an fossilen Brennstoffen eingespart
1000-1500
USD an fossilen Brennstoffen eingespart
140'000 effiziente Kocher installiert
140'000
effiziente Kocher installiert
1,2 Millionen Tonnen Holzkohle vermieden
1,2 Millionen
Tonnen Holzkohle vermieden

Die Stadt-Land-Disparität ist in China anhand der Energieversorgung der Haushalte deutlich zu erkennen. Während in reicheren Regionen zunehmend sauberere erdölbasierte Brennstoffe verwendet werden, sind insgesamt nach wie vor mindestens 50 Prozent aller Haushalte abhängig von Festbrennstoffen wie Holz und Kohle. Die Verbrennung fester Brennstoffe führt zu Luftverschmutzung und ist einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge verantwortlich für jährlich 450'000 vorzeitige Todesfälle in China alleine.

Was ich neben der einfachen Handhabung am neuen Herd am meisten schätze, ist, dass ich sehr viel Geld spare. Endlich muss ich keine Kohle mehr kaufen. Das ist wunderbar, jeder hier in Shanxi sollte so einen haben.
Li Xiaoxia, Besitzerin eines Jinqilin Herdes seit 2009

myclimate, Impact Carbon und die China Association of Rural Energy Industry (CAREI) haben sich zusammen getan, um die Gesundheits- und Klimabelastung im ländlichen China zu mildern, welche auf die ineffiziente Verbrennung von schmutzigen Brennstoffen wie Holz oder Kohle zur Energieversorgung der Haushalte zurückzuführen sind. Die Partnerschaft fördert effiziente und saubere Technologien in ganz China, welche in Haushalten zum Kochen, Heizen und zur Wasseraufbereitung verwendet werden können.

Die Holzkohle kostete uns 1500 Yuan pro Jahr. Jetzt sparen wir dank dem Gas-Herd eine Stange Geld und er ist praktischer. Im Frühling pflanzen wir die Samen. Der Mais wird dann im Sommer auf dem Markt verkauft und die Reste verwenden wir für das Kochen mit dem Gas-Herd.
Nie Bianyu, Nutzerin des Gas-Herds, China

Die Einnahmen durch den Verkauf der Emissions-Zertifikate auf dem freiwilligen CO2-Markt werden ins Projekt reinvestiert, um damit der armen ländlichen Bevölkerung den Erwerb von effizienten Gas-Herden zu ermöglichen. Die Kompensationsgelder fliessen aber auch in Aufklärungskampagnen, in Massnahmen zur Qualitätskontrolle, in die Verbesserung der Zuliefererkette und in andere Aktivitäten.

BISHER ERREICHTES:

  • 140'000 Kocher wurden in drei Provinzen installiert.
  • 278 Jobs wurden geschaffen.
  • Mehr als 1,2 Millionen Tonnen Holzkohle wurden seit dem start des Projekts vermieden.
  • Haushalte sparen USD 1000-1500 an fossilen Brennstoffen über die fünfjährige Lebensdauer des Ofens.
  • Jeder Ofen vermeidet etwa 4,5 t CO2 pro Jahr.
  • Haushalte sparen EUR 80 pro EURO, den sie für den Ofen ausgegeben haben.
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