Biogasanlagen für 4'900 Haushalte in ländlichen Gebieten

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    Dank den Biogasanlagen haben diese Reisbäuerinnen mehr Zeit für Kinder und Haushalt. Konflikte mit Tigern und Elefanten gehören der Vergangenheit an. Devirampur, Kotabag, Nainital © myclimate

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    Das Projekt wird innerhalb der Coop-Wertschöpfungskette umgesetzt, so dass diejenigen Bauern profitieren, die den organischen Fairtrade-Reis für Coop produzieren. © myclimate

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    Kamla Devi sammelte täglich Feuerholz, doch vor der Biogasanlage hatte sie keine andere Wahl. Patkot, Ramnagar, Nainital. © myclimate

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    Eine Tigerfamilie in der Projektregion. Das Projekt verringert das Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Wildtier massiv. © WWF

  • Viehdung wird zu Biogas vergärt, das durch ein Kabel in die Küche geleitet wird. Der Bio-Dünger kommt auf die Reisfelder und ersetzt chemische Düngemittel.

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    Das Projekt reduziert die Abholzung im und um das Projektgebiet und schützt dadurch den natürlichen Lebensraum der gefährdeten Tiger. © myclimate

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    Eine junge Familie vor ihrem neuen Herd freut sich über eine saubere, gesunde und rauchfreie Kochmöglichkeit. Dank Biogas! © intercooperation

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    Bau einer Biogasanlage. Die Kuppelkonstruktion wird später mit Erde zugedeckt und ist nicht mehr sichtbar. © intercooperation

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    Der erste Schritt, nachdem die ständige Verfügbarkeit von Viehdung sichergestellt wurde, ist die Bestimmung eines Standorts und das Ausschachten für den Bau der Biogasanlage. © intercooperation

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    Der hochwertige Bio-Dünger, der als Nebenprodukt nach der Vergärung übrigbleibt, ersetzt chemische Dünger auf den Reisfeldern der Bauern. © myclimate

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    Bau des Fundaments der Biogasanlage und Gewährleistung einer gleichförmigen Kreisstruktur. © intercooperation

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    Einlassrohr an einer Seite, um die flüssigen Gärreste aus dem Einlasstank einzuleiten. © intercooperation

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    Das Einlassrohr wird an einer Seite in die Kammer geleitet, um eine gleichmässige Einleitung der Dung-Wasser-Mischung aus dem über dem Rohr errichteten Einlasstank sicherzustellen. © intercooperation

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    Der fertiggestellte Bau verspricht eine neue rauchfreie Kochmöglichkeit, indem Brennholz durch Kuhdung als Brennstoff ersetzt wird. © intercooperation

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    Vorführung der erforderlichen Konsistenz der Dung-Wasser-Mischung, die für einen reibungslosen Betrieb in den Einlasstank der Biogasanlage eingefüllt werden muss. © intercooperation

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    Befüllen des Einlasstanks der Biogasanlage mit Wasser und Dung. © intercooperation

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    Ableitung des Kondenswassers aus dem Gasrohr, das die Biogasanlage mit dem Herd in der Küche verbindet, mithilfe einer 'T-Control' – ein weiterer Schritt, um die reibungslose Erzeugung von Biogas zu gewährleisten. © intercooperation

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    Der Fairtrade-Reis kann in jeder Coop-Filiale der Schweiz gekauft werden. Coop kompensiert die CO2-Emissionen aus Flugtransporten, Geschäftsreisen und Coop@home-Belieferungsfahrten seit 2007. © myclimate

Das von Coop finanzierte und mit dem WWF Schweiz, Helvetas sowie Intercooperation Social Development India (ICSD) realisierte Projekt umfasst den Bau von 4'900 Biogasanlagen in Haushalten in ländlichen Gebieten im indischen Bundesstaat Uttarakhand. Indem der Brennstoff Holz durch Biogas ersetzt wird, werden Treibhausgasemissionen reduziert. Die Biogasanlagen ergänzen das Engagement von Coop, der Reismühle Brunnen und Helvetas für die Reisbauern in dieser Region: Hier wurde eine faire Reis-Wertschöpfungskette aufgebaut mit dem Ziel das Einkommen der Reisbauern zu verbessern und auf ökologische Anbaumethoden umzustellen.

Die Nutzung von Biogasanlagen trägt zu weiteren Verbesserungen bei und hilft die übliche Verwendung von Holz als Brennstoff einzudämmen. Auf diese Weise werden jedoch nicht nur Kohlenstoffemissionen reduziert. Es sind ausserdem folgende Vorteile zu erwarten: weniger Abholzung in der Region und damit Schutz des Lebensraums für bedrohte Tiger, Zunahme der Kohlenstoffbindung in den Wäldern, verbesserter Gesundheitszustand der Frauen und Kinder durch Verringerung der Rauchbildung in der Küche, weniger Zeitaufwand zum Holzsammeln für Frauen, Verringerung der Methanemissionen auf den Reisfeldern durch Verwendung von Gärresten als biologischer Dünger anstelle von unzersetztem Stalldung, Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität durch Verwendung des biologischen Düngers (geringere vorübergehende Stickstoffblockade im Boden, leichter zugängliche Nährstoffe zur Oberflächendüngung), Möglichkeit für qualifizierte Arbeitskräfte, Dienstleistungen für den Bau, die Wartung, Vermarktung und Finanzierung der Biogasanlagen anzubieten, sowie erhöhte Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber den Folgen des Klimawandels, da die Einkommen aufgrund von Einsparungen steigen und die Ertragsgenerierung durch die Entwicklung von Fertigkeiten zunimmt.

Dieses Projekt unterstützt die Bauern des Fairtrade-Reisprojekts von Coop mit einer Biogasanlage. Dabei profitieren sie von geringerem Zeitaufwand für das Sammeln von Feuerholz, von gesundheitsschonendem Kochen und Bio-Dünger für ihre Reisfelder.
Annina Böhlen, Sustainability Fund, Coop

Die Verwendung von Gärresten zur biologischen Produktion von Reis in der Region ist ein wichtiger Nachhaltigkeitsvorteil des Projekts. Durch dieses Verfahren wird im Vergleich zur direkten Verwendung von Dung weniger Methan in die Atmosphäre abgegeben. Intercooperation Social Development India (ICSD) fördert die Produktion von biologisch angebautem Basmati-Reis in der Region und ermöglicht es den armen Kleinbauern, mit dem höheren Preis mehr zu verdienen als mit konventionell angebautem Reis unter Verwendung chemischer Dünger. Dies zeigt, dass Coop und die Reismühle Brunnen mit dem Projekt einen umfassenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der teilnehmenden ländlichen Bevölkerung leistet. Aufgrund dieser nachhaltigen Benefits wird das Projekt als Kleinprojekt mit Gold Standard-Zertifizierung umgesetzt.

Für den WWF ist dieses Projekt sehr wichtig, weil es den Konflikt zwischen Tigern und Menschen reduziert, da die Frauen nicht mehr im Dschungel nach Feuerholz suchen müssen.
Bella Roscher, Senior Manager Climate & Energy, WWF Schweiz

Die Kapazität der eingebauten Anlagen ist unterschiedlich und richtet sich nach der Anzahl der Personen und dem Viehbestand. Die Kosten für eine Biogasanlage werden zu einem Drittel von Coop vorfinanziert. Es ist wahrscheinlich, dass ein weiteres Drittel der Kosten durch Subventionen der indischen Regierung oder von Unternehmen finanziert werden wird. Die Familien sollen ein Drittel der Gesamtkosten der Biogasanlagen übernehmen. Damit sich die Leute die Anlagen leisten können, stellen sei entweder lokal verfügbare Materialien und Arbeitskräfte bereit oder leisten einen monetären Anteil. Die Subventionierung der Anlagen, die Schulung, der Betrieb und die Wartung sowie der Kontakt zu den Menschen in abgelegen Gebieten und weitere Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Projekt werden durch die CO2-Kompensation abgedeckt.

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