Kompostieren vermeidet Methanemissionen

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    Der Umweltpark vor der Sanierung. Ein riesiger Abfallberg türmt sich vor dem Pilotgebäude für die Rezyklierung.

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    Der Umweltpark nach der Sanierung. Das Pilotgebäude wurde zu einem Ausbildungszentrum umfunktioniert.

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    Die Biomasse wird belüftet, damit die Kompostierung aerob statt findet und somit anstelle von Methan Kohlendioxid und Abwärme entsteht.

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    Der organische Abfall wird in grossen Mengen zur Kompostierungsstelle gebracht.

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    Die Fabrikarbeiter bei der Aussortierung der Biomasse für die Kompostierung.

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    Bei dem Kompost handelt es sich um einen natürlichen, hochwertigen Dünger. Dieser muss auf dem Markt gegen chemischen und preislich subventionierten Dünger bestehen.

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    Die Qualität des Kompostes wird überprüft.

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    Der Kompost wird hauptsächlich von grösseren Kunden wie Hotels oder Golfanlagen abgenommen. Aber auch Kleinbauern können Kompost direkt dort erwerben.

Das Klimaschutzprojekt auf Bali kompostiert organischen Abfall, der vorher deponiert werden musste. Dadurch können Methanemissionen aus der Deponie vermieden und hochwertiger Kompost produziert werden.

Bali, die wichtigste Tourismusdestination Indonesiens, hat ein wachsendes Abfallproblem, das bereits den Tourismussektor beeinträchtigt. In der bis anhin unberührten Landschaft wird Abfall illegal in Gewässern, Kanälen und entlang der Strassen entsorgt. Der wenige gesammelte Abfall der Projektregion Gianyar, im Südosten der Insel, wird auf einer Deponie in der Nähe des Dorfes Temesi entsorgt. Das Methan, welches bei einer solchen Deponierung entsteht wird weder aufgefangen, noch verbrannt und gelangt daher ungehindert in die Atmosphäre. Methan ist eines der schädlichsten Treibhausgase und trägt in einem hohen Masse zur Destabilisierung des Klimas bei. Angesichts der Verschlechterung der Situation vor Ort hat der Rotary Club von Bali Ubud beschlossen, dem Problem entgegen zu wirken und hat eine Kompostierungsanlage geplant und umgesetzt.

85 Prozent der Abfälle in dieser Region sind aus organischem Material, welches kompostiert werden kann und nicht auf die Deponie gegeben werden muss. Weitere 5 Prozent, vor allem Kunststoffe, können recycelt werden, so dass nach der Umsetzung des Projektes nur noch 10 Prozent auf der Deponie gelagert werden. Da die aerobe Kompostierung keine Methanemissionen verursacht, kann eine erhebliche Senkung der Treibhausgasemissionen erzielt werden.

Neben der Wirkung im Bezug auf das Klima profitiert auch die lokale Bevölkerung, indem die Luftverschmutzung durch die Deponie reduziert wird, das Abfallvolumen um ungefähr 90 gesenkt wird und verschiedene Arbeitsstellen vor Ort geschaffen werden.

Alle Beteiligten erhoffen sich durch dieses Vorzeigeprojekt, welches im Mai 2008 gestartet wurde, eine Verbreitung der Kompostierung auf neue Gebiete auf Bali und in ganz Indonesien. Ein Themenpark neben der Anlage soll Besucher für die Abfallproblematik sensibilisieren und bringt ihnen die Kompostierung näher.

Schauen Sie sich weitere Projektfotos auf myclimate-Facebook und einen Beitrag von SRF Einstein an (Achtung: nicht in jeden Land verfügbar)!

Dieses Projekt ist exklusiv reserviert für Kuoni.  

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