Biodiesel aus Altöl

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-10-neu.jpg

    Oft gelangt gebrauchtes Speiseöl auf den Schwarzmarkt, wo es von Zwischenhändlern meist einer oberflächlichen Säuberung unterzogen und anschliessend an kleine Garküchen weiterverkauft wird, was erhebliche Gesundheitsrisiken, vor allem für die ärmere Bevölkerungsschicht, zur Folge hat. Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-2.jpg

    Die Wiederverwertung von Altöl stellt ein Gesundheitsrisiko dar, vor allem für weniger gebildete Bevölkerungsschichten, die wenig informiert und abhängig von billigem Essen sind. Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-9.jpg

    Yayasan Lengis Hijau, ein von Caritas Switzerland 2013 gegründetes soziales Kleinunternehmen, besitzt 4 Autos, um Altöl einzusammeln und Biodiesel zu liefern.

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-4.jpg

    Installierte Anlage im Nordwesten Denpasars, wohin das eingesammelte Altöl gebracht wird. Das Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, indem Altöl in Biodiesel umgewandelt wird.

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-3.jpg

    I Wayan Edi ist einer der "Altölsammler". Das Ziel ist es, täglich zwischen 800 bis 1000 Liter Öl zu sammeln und zu rezyklieren. Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-6.jpg

    Prozessschema. Das Projekt wurde vom gemeinnützigen Hilfswerk Caritas Schweiz initiiert und ist eine Kooperation zwischen Caritas, Kuoni Reisen und myclimate.

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-7.jpg

    Engineer Tri Hermawan reinigt den Filter der Anlage.

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-8.jpg

    Titration: Die Menge an Chemikalien, die für eine gewisse Qualität des Altöl gebraucht wird, wird getestet. Das Qualität des Biodiesels ist sehr gut.

  • klimaschutzprojekt-indonesien-7163-5.jpg

    Rani Barus und Putri Kirana verhandeln für Yavasan Lengis Hijau mit Hotel- und Restaurantmanagern, um diese für das Programm zu begeistern.

Dieses innovative Projekt auf der Ferieninsel Bali kämpft für bessere Gesundheit und schützt gleichzeitig das Klima und die Umwelt, indem eine Anlage gebrauchtes Speiseöl aus dem Touristiksektor in Biodiesel verwandelt. Das Einführen eines lokalen Sammelsystems von Altöl unterstützt die Entwicklung einer organisierten Entsorgung, schafft Arbeitsstellen für die lokale Bevölkerung und reduziert CO2, indem fossiler Brennstoff durch Biodiesel aus dem Projekt ersetzt wird.

Mit rund vier Millionen Besuchern pro Jahr ist Bali die grösste Tourismusdestination in Indonesien und eine der grössten und beliebtesten auf der Welt. So ist denn auch die Abfallbeseitigung eine schwierige und bisher ungelöste Aufgabe. Ein Teil des Abfallproblems ist die Altölentsorgung der hunderten von Hotels und Restaurants.

In Bali existiert kein systematisches Entsorgungssystem für Altöl. Es wird entweder in Kanister gefüllt und zusammen mit festem Abfall weggeworfen, ins Abwasser geschüttet oder auf dem Schwarzmarkt an Zwischenhändler verkauft. Diese unterziehen das Altpflanzenöl meist einer oberflächlichen Säuberung und verkaufen es anschliessend an kleine Garküchen weiter, was erhebliche Gesundheitsrisiken, vor allem für die ärmere Bevölkerungsschicht, zur Folge hat. Diese Praxis wird zwar von vielen Hotels offiziell abgelehnt, aber mangels nachhaltiger Alternativen vielfach hingenommen. Neben diesem Gesundheitsrisiko verunreinigt eine solch unnachhaltige Beseitigung Gewässer, Süsswasserquellen und Erdreich. Mit dem Einsammeln und der Umwandlung von Altöl in Biodiesel trägt dieses Klimaschutzprojekt daher zu besserer Gesundheit und zum Umweltschutz bei. 

Es gibt einen regelrechten Schwarzmarkt für gebrauchtes Öl. Da wir keinen Preiskampf eingehen wollen, versuchen wir, Hotel- und Restaurantbesitzer und deren Angestellten zu überzeugen.
Rani Barus, Yayasan Lengis Hijau Mitarbeiterin, verantwortlich für den Ankauf des Öls

Das Altöl wird vom Betreiber der Anlage Lengis Hijau – was auf Balinesisch „Grünes Öl“ bedeutet – direkt bei den Hotels und Restaurants eingesammelt, oder es wird direkt zur Anlage gebracht. In der Anlage sollen jährlich zwischen 400 und 600 Kubikmeter Öl zu Biodiesel verarbeitet werden. Das Ersetzen von dem entsprechenden fossilen Treibstoff bei Transport, Elektrizität und Wärmegewinnung reduziert jährlich bis zu 1500 Tonnen Treibhausgasemissionen.

Das Projekt wurde vom gemeinnützigen Hilfswerk Caritas Schweiz initiiert und ist eine Kooperation zwischen Caritas, Kuoni Reisen und myclimate. In der ersten Phase der Umsetzung wurde das soziale Kleinunternehmen Lengis Hijau gegründet, das die operationelle Tätigkeit nach der Übergangsphase vollständig übernahm. Die Erlöse aus dem Verkauf des Biodiesels werden für den Betrieb und die Löhne des Unternehmens genutzt, allfällige Überschüsse für den Erhalt und Ausbau der Aktivitäten eingesetzt. Durch zahlreiche Workshops, Sitzungen, Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge wurde die lokale Bevölkerung, der Tourismussektor und die Politiker über das Projekt informiert und in den Themen Abfallentsorgung, Klima- und Umweltschutz sensibilisiert.

Aus diesem Projekt gehen alle Emissionsreduktionen an KUONI.

Du bist inBiodiesel aus Altöl