Biodiesel aus Altöl

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    Oft gelangt gebrauchtes Speiseöl auf den Schwarzmarkt, wo es von Zwischenhändlern meist einer oberflächlichen Säuberung unterzogen und anschliessend an kleine Garküchen weiterverkauft wird, was erhebliche Gesundheitsrisiken, vor allem für die ärmere Bevölkerungsschicht, zur Folge hat. Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

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    Die Wiederverwertung von Altöl stellt ein Gesundheitsrisiko dar, vor allem für weniger gebildete Bevölkerungsschichten, die wenig informiert und abhängig von billigem Essen sind. Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

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    Yayasan Lengis Hijau, ein von Caritas Switzerland 2013 gegründetes soziales Kleinunternehmen, besass 4 Autos, um Altöl einzusammeln und Biodiesel zu liefern.

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    Installierte Anlage im Nordwesten Denpasars, wohin das eingesammelte Altöl gebracht wurde.

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    I Wayan Edi war einer der "Altölsammler". Photo Credits: Sarah Bühring/myclimate

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    Prozessschema. Das Projekt wurde vom gemeinnützigen Hilfswerk Caritas Schweiz initiiert und war eine Kooperation zwischen Caritas, Kuoni Reisen und myclimate.

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    Engineer Tri Hermawan bei der Reinigung des Filters der Anlage.

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    Titration: Die Menge an Chemikalien, die für eine gewisse Qualität des Altöl gebraucht wird, wird getestet. Die Qualität des Biodiesels ist sehr gut.

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    Rani Barus und Putri Kirana verhandelten für Yavasan Lengis Hijau mit Hotel- und Restaurantmanagern, um diese für das Programm zu begeistern.

Dieses Projekt auf der Ferieninsel Bali kämpfte für bessere Gesundheit und schützte gleichzeitig das Klima und die Umwelt, indem eine Anlage gebrauchtes Speiseöl aus dem Touristiksektor in Biodiesel verwandelte. Das Einführen eines lokalen Sammelsystems von Altöl unterstützte die Entwicklung einer organisierten Entsorgung, schaffte Arbeitsstellen für die lokale Bevölkerung und reduzierte CO2, indem fossiler Brennstoff durch Biodiesel aus dem Projekt ersetzt wurde.

Mit rund vier Millionen Besuchern pro Jahr ist Bali die grösste Tourismusdestination in Indonesien und eine der grössten und beliebtesten auf der Welt. So ist denn auch die Abfallbeseitigung eine schwierige und bisher ungelöste Aufgabe. Ein Teil des Abfallproblems ist die Altölentsorgung der hunderten von Hotels und Restaurants.

In Bali existiert kein systematisches Entsorgungssystem für Altöl. Es wird entweder in Kanister gefüllt und zusammen mit festem Abfall weggeworfen, ins Abwasser geschüttet oder auf dem Schwarzmarkt an Zwischenhändler verkauft. Diese unterziehen das Altpflanzenöl meist einer oberflächlichen Säuberung und verkaufen es anschliessend an kleine Garküchen weiter, was erhebliche Gesundheitsrisiken, vor allem für die ärmere Bevölkerungsschicht, zur Folge hat. Diese Praxis wird zwar von vielen Hotels offiziell abgelehnt, aber mangels nachhaltiger Alternativen vielfach hingenommen. Neben diesem Gesundheitsrisiko verunreinigt eine solch unnachhaltige Beseitigung Gewässer, Süsswasserquellen und Erdreich. Mit dem Einsammeln und der Umwandlung von Altöl in Biodiesel trug dieses Klimaschutzprojekt daher zu besserer Gesundheit und zum Umweltschutz bei. 

Es gibt einen regelrechten Schwarzmarkt für gebrauchtes Öl. Da wir keinen Preiskampf eingehen wollen, versuchten wir, Hotel- und Restaurantbesitzer und deren Angestellten zu überzeugen.
Rani Barus, Yayasan Lengis Hijau Mitarbeiterin, verantwortlich für den Ankauf des Öls

Das Altöl wurde vom Betreiber der Anlage Lengis Hijau – was auf Balinesisch „Grünes Öl“ bedeutet – direkt bei den Hotels und Restaurants eingesammelt, oder es wurde direkt zur Anlage gebracht. 

Das Projekt wurde vom gemeinnützigen Hilfswerk Caritas Schweiz initiiert und war eine Kooperation zwischen Caritas, Kuoni Reisen und myclimate. In der ersten Phase der Umsetzung wurde das soziale Kleinunternehmen Lengis Hijau gegründet, das die operationelle Tätigkeit nach der Übergangsphase vollständig übernahm. Die Erlöse aus dem Verkauf des Biodiesels wurden für den Betrieb und die Löhne des Unternehmens genutzt, allfällige Überschüsse für den Erhalt und Ausbau der Aktivitäten eingesetzt. Durch zahlreiche Workshops, Sitzungen, Zeitungsartikel und Fernsehbeiträge wurde die lokale Bevölkerung, der Tourismussektor und die Politiker über das Projekt informiert und in den Themen Abfallentsorgung, Klima- und Umweltschutz sensibilisiert.

Aus diesem Projekt, das von 2016-2016 umgesetzt wurde, gingen alle Emissionsreduktionen exklusiv an KUONI.

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