Ökologisches Abfallmanagement schafft Arbeitsplätze

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-1.jpg

    Calvin und Robert, zwei Müllsammler von TakaTaka Solutions, beim Einsammeln von Müll bei einem der 8000 Haushalte, die vom Waste Management Service des Projekts bedient werden.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-2.jpg

    2,5 Millionen Einwohner respektive zwei Drittel von Nairobis Bevölkerung haben keinen Zugang zu adäquater Abfallentsorgung. Die Abfallberge sind ein grosses Gesundheitsproblem und verschmutzen das Grundwasser.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-5.jpg

    Die Müllsammler holen den Abfall bei den Kunden ab.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-10.jpg

    Nachbarskinder wollten den Müllsammlern des Projekts zeigen, dass sie grad so stark seien.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-6.jpg

    Mülleimer werden vom Projekt zur Verfügung gestellt, um den Kunden die Abfalltrennung zu erleichtern.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-7.jpg

    Der Mülltransfer-Point in Kangemi: Hier wird der gesammelte Müll getrennt und nachher zur Kompostierung oder zum Recycling weiter transportiert.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-3.JPG

    Angestellte messen in der Pilot-Kompostieranlage Kangemi bei einer Düngerprobe die Temperatur.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-4.jpg

    Vorher arbeitslos, jetzt Chefin: Emily Achieng, Mutter von zwei Kindern, in der von ihr geführten Kompostieranlage in Kangemi.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-8.jpg

    Der frisch produzierte Kompost wird als Dünger auf einer der beiden Testfarms erprobt.

  • Klimaschutzprogramm-Kenya-7190-9a.jpg

    Gläser aus gesammelten und reziklierten Glasflaschen.

Die meisten Einwohner Nairobis verbrennen ihren Müll oder entsorgen ihn illegal in der Stadt, weil umweltverträgliche Abfallentsorgung zu teuer ist. Dieses Klimaschutzprojekt bietet die Möglichkeit, den Abfall zu erschwinglichen Preisen umweltgerecht zu entsorgen: 80 Prozent des gesammelten Mülls werden entweder recycelt oder kompostiert und damit auch CO2-Emissionen vermindert.

Wie in vielen anderen schnell wachsenden Städten der Welt ist die Abfallentsorgung auch in Nairobi ein ungelöstes Problem. Infolge inadäquater Planung und Mangel an finanziellen Ressourcen der öffentlichen Verwaltung haben 2,5 Millionen Menschen oder zwei Drittel der Bevölkerung keinen Zugang zu erschwinglicher Abfallentsorgung. Deshalb verbrennen oder entsorgen die meisten Einwohner ihren Abfall illegal in der Stadt. Als Folge dessen leiden viele Erwachsene und Kinder an schweren gesundheitlichen Problemen wie Infektionskrankheiten oder Erkrankungen der Atemwege.

Die Vision von TakaTaka Solutions, dem lokalen Partner von myclimate in Nairobi, ist eine Welt ohne Abfall – der Name ist Programm: ‚TakaTaka“ heisst ‘Abfall’ auf Kiswahili. Nach einer zweijährigen Pilotzeit im Kangemi-Slum in Nairobi erbringt das TakaTaka-Projekt mittlerweile für 32'000 Leute einen erschwinglichen Abfallsammelservice. Dabei werden täglich vier Tonnen organischer Abfall in Kompost umgewandelt und 85 unterprivilegierten jungen Leuten zwischen 25 und 35 Jahren kann eine Arbeitsstelle geboten werden. Drei recycling points wurden errichtet, je einer im Kangemi-Slum und je einer in den Stadtteilen Kawangware und Githogoro. Auch eine neue Kompostanlage wurde gebaut mit einer initialen Kapazität, um täglich 25 Tonnen organischen Abfall in Kompost umzuwandeln. Es ist die erste Anlage in Afrika, die Gore-tex-Technologie verwendet. Das Ziel des Projektes ist, dass bis 2016 80‘000 Menschen von erschwinglicher Abfallsammlung profitieren und 20 Tonnen Abfall pro Tag recycelt werden. Es wird erwartet, dass durch das Projekt 200 Stellen geschaffen und über die nächsten 10 Jahre mehr als 25‘000 Tonnen CO2 reduziert werden können.

In enger Zusammenarbeit mit dem kenianischen Social Business TakaTaka Solutions und anderen Partnern, hilft myclimate bei der Umsetzung einer innovativen sozio-ökonomischen Lösung, welche eine Recycling-Rate von bis zu 90 Prozent erreicht. Neben Aufklärungskampagnen zu Abfalltrennung sind es Gruppen lokaler junger Leute, die im Projekt involviert sind. Sie holen den Abfall ab, sortieren ihn, verkaufen die wiederverwertbaren Materialien (Papier, Plastik, Glass, Textilien) und bringen den organischen Abfall in die Kompostieranlage. Dieser natürliche Dünger wird als hochwertiger und wertvoller Kompost an Bauern weiterverkauft. Während der Pilotphase wird dieser organische Dünger auf zwei Testfarmen erprobt.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz wird das Abfallproblem mit einem nachhaltigen Social-Business-Ansatz angegangen, indem Abfall einen Wert gegeben wird und Stellen geschaffen werden. Ausserdem werden die Lebensbedingungen in Bezug auf Umweltverschmutzung und Gesundheit signifikant verbessert. Das Spendengeld wird die finanzielle Nachhaltigkeit der Kompostieranlage unterstützen. Dies ist insbesondere wichtig, da der Markt für Kompost in Kenia noch sehr unterentwickelt ist. Zudem wird dieses zusätzliche Einkommen auch die Marktentwicklung fördern und helfen, die notwendige Grösse zu erreichen, um selbsttragend zu werden.

Das Projekt sucht nach einem Grossspender! Sind Sie interessiert? Melden Sie sich bei uns!

Du bist inÖkologisches Abfallmanagement schafft Arbeitsplätze