Biogasanlagen verbessern Gesundheit von 7500 Familien

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    Von den Biogasanlagen führen Rohrverbindungen in die Küchen der Dorfbewohner, die klimafreundliche Kochenergie erhalten.

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    Der Viehdung wird mit Wasser vermischt, damit er effizient vergären kann.

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    Zusammen mit den Biogasanlagen werden Latrinen errichtet, die die Hygienesituation eindeutig verbessern.

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    Die Biogasanlage liefert genug Gas für das tägliche Kochen. Ohne die Anlage muss eine durchschnittliche Familie jährlich ca. 4 Tonnen Holz sammeln und verfeuern.

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    Mit Hilfe dieser Kurbel werden die Exkremente mit Wasser vermischt, bevor sie in die Anlage abgelassen werden.

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    Um die Anlage betreiben zu können, muss eine Familie mindestens zwei Wasserbüffel oder vergleichbares Vieh besitzen.

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    Dadurch, dass nun zum Kochen Biogas verwendet wird, sind die Familien nicht mehr dem schädlichen Rauch in den Häusern ausgesetzt.

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    Der WWF hat das Programm ausgerollt, um die einheimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Die Region um Terai Arc ist ein wichtiger Biodiversitätspunkt, hier leben unter anderem Tiger und das seltene Panzernashorn.

Mit der Unterstützung von Coop baut WWF Nepal im ländlichen Nepal 7500 Biogasanlagen. Der nicht-nachhaltigen Verbrauch von Feuerholz zum Kochen wird minimiert. Damit können die Abholzung und auch CO2-Emissionen reduziert werden.

Die nepalesische Region Terai Arc enthält mehrere Gebiete mit schützenswerten Tier- und Pflanzenarten. Um die lokalen Ökosysteme zu schützen, werden 7 500 kleine Biogasanlagen für Bauernfamilien gebaut und installiert. Die Biogasanlagen reduzieren die Nachfrage nach nicht-nachhaltig genutztem Feuerholz und vermindern damit CO2-Emissionen als Folge von Abholzung.

In der Projektregion, in der über 1'500 Arbeitsplätze geschaffen wurden, leben bis zu 300 bengalische Tiger, eine der dichtesten Populationen der gefährdeten Tiger weltweit.

Die installierten, kuppelförmige Anlagen wurden in Nepal entwickelt und liefern genügend Kochenergie für eine Familie, die über mindestens zwei Kühe oder Büffel verfügt. Der Viehmist wird mit Wasser gemischt und der Anlage zugegeben. Die anaerobe Zersetzung der organischen Substanz führt zur Bildung von Biogas, welches über Rohrverbindungen in die Küche geleitet und zum Kochen verwendet wird.

Ich bereue nicht, dass wir so viel Geld in die Anlage investiert haben, wenn ich ihre ganzen Vorteile für meine Familie sehe!
Rabina Kumal, Bäuerin, die seit fünf Jahren eine Anlage besitzt

Das Projekt im Südwesten Nepals hat für die lokale Bevölkerung mehrere Vorteile: Die zeitaufwändigen Suche nach Feuerholz entfällt, hunderte von Arbeitsplätzen während der Planung, dem Bau und dem Erhalt der Anlage werden geschaffen und die Latrinen, die den Biogasanlagen angeschlossen sind, wurden verbessert. Der Gebrauch von Biogas zum Kochen verursacht im Gegensatz zu Feuerholz ausserdem keinen gesundheitsschädlichen Rauch. Der Gärrest aus den Biogasanlagen kann als biologischer Dünger verwendet werden, womit sich die landwirtschaftlichen Erträge verbessern lassen.

Das Projekt wird durch CO2-Kompensationen, unter anderem von Coop, finanziert und von erfahrenen nepalischen Organisationen umgesetzt. Ein Mikrofinanzsystem sichert, dass die Anlagen schliesslich den Bauern selber gehören.

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