Klimafreundlich Kochen mit Biomasse in Nepal

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    Frauen erlernen wie die Verkohlung von Biomasse funktioniert. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Ansicht der Pellet- und Brikett Produktionsanlage. Im Vordergrund Briketts. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Die Bio-Briketts werden in Handarbeit hergestellt. Diese Tätigkeit schafft vor allem Arbeitsplätze für Frauen in der entlegenen Langtang Region. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Die Pellets werden in der Sonne getrocknet. Pellets braucht man zum Kochen, die runden Briketts zum Heizen. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Typisches Teehaus entlang der Trekkingroute, wo Bio-Pellets und die effizienten Kocher zum Einsatz kommen. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Der effiziente Pellet-Kocher ermöglicht eine optimale Nutzung der Pellets. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

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    Die Waldnutzer – so genannte community forest groups – werden über die nachhaltigen Biokohle-Produktion informiert und aufgeklärt. Foto: ©Himalayan Naturals/myclimate

Mit diesem Klimaschutzprojekt in der nepalesischen Trekkingregion Langtang im Himalaya soll die Energieversorgung zum Kochen und Heizen auf nachhaltig erzeugte Biomasse-Briketts und -Pellets umgestellt werden. Der Ersatz des klimaschädlichen Flüssiggases senkt die CO₂-Emissionen und wirkt durch nachhaltige Waldnutzung der illegalen Abholzung und unkontrollierten Waldbränden entgegen. Das neue Waldmanagement bietet dauerhafte Arbeitsplätze in der Region, insbesondere für Frauen und Kastenlose.

160 Arbeitsstellen
160
Arbeitsstellen
166,7 Tonnen LPG Vermeidung
166,7
Tonnen LPG Vermeidung
400 Tonnen Briketts/Pellets
400
Tonnen Briketts/Pellets

In Nepal kochen und heizen die Einheimischen mit klimaschädlichem Flüssiggas (LPG). Das Gas muss aus Indien importiert werden und ist dadurch meist teuer. Aufgrund politischer Streitigkeiten mit dem Nachbarland kommt es zudem immer wieder zu Versorgungsengpässen. Um dieser Abhängigkeit zu entkommen, hat myclimates Projektpartner Himalayan Naturals ein soziales Unternehmen gegründet, welches ab März 2017 eine nachhaltige Versorgungskette für Biomasse-Briketts bzw. -Pellets in der Langtang-Region aufbaut und so eine saubere und preiswerte Alternative zu fossilem Flüssiggas bietet. 

Die überschüssige, in den Wäldern der Region gesammelte Biomasse – also Blätter, Nadeln und Kleinholz am Waldboden – wird verkohlt und zu lokalen Sammelstellen gebracht. Von dort wird die Biomassekohle zur Pellet-Produktionsanlage gebracht und zu Pellets und Briketts weiterverarbeitet. Diese sind CO2-neutral, da bei der Verbrennung der Pflanzenreste nur die Menge CO2 wieder ausgestoßen wird, die die Pflanzen vorher beim Wachsen aus der Luft aufgenommen hatten. Um die Pellets und Briketts optimal nutzen zu können, entwickelt Himalayan Naturals in Zusammenarbeit mit Partnern einen effizienten Pellet-Kocher. 

Das Projekt ist dezentral organisiert und eng an die lokalen administrativen Strukturen geknüpft. Zielkunden für das Angebot der Pellets und Briketts sowie der Kocher sind Teehäuser und Hostels, Gastronomiebetriebe, Läden und private Haushalte entlang der Trekking-Route in der Langtang Region.

Das Projekt wurde speziell für den Deutschen Alpen Verein (DAV) und den DAV Summit Club entwickelt und wird ausschließlich von diesen beiden Partnern unterstützt. Im Rahmen der sozialen Verantwortung des Unternehmens wollen der DAV und DAV Summit Club die Lebensbedingungen der Menschen in der Langtang-Region verbessern und die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten nachhaltig fördern. 

Ziele bis in 3 Jahren und Nutzen für die Bevölkerung:

  • Schaffung von ca. 160 Arbeitsstellen (davon 5 Vollzeit- und 80 Arbeitsplätze speziell für Frauen)
  • Aufbau von 50 Biomasse-Kohle-Produktionsgruppen
  • Bau einer Pellet- und Brikett-Produktionsanlage sowie 5 Sammelzentren
  • Produktion von jährlich 400 Tonnen Briketts/Pellets
  • Eindämmung der Landflucht durch Arbeitsplätze vor Ort 
  • Ersatz von jährlich 11.737 Gasflaschen oder 166,7 Tonnen LPG
  • Einsparung von 20% Brennstoffkosten (total jährlich ca. €65’000)
  • Unabhängigkeit gegenüber importiertem LPG
  • Vermindern der Waldbrandgefahr durch Einsammeln der Biomasse
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