Energieeffizienz hilft Backsteinproduzenten

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    myclimate hat das Pilotprojekt in der Region um Cusco evaluiert und Schritte eingeleitet, um dieses als Program of Activity zu listen.

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    Zwei lokale Backsteinproduzenten stehen in einer Lehmgrube.

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    Backsteine werden getrocknet. Dank der neuen verbesserten Öfen mit Ventilationssystem werden dabei CO2-Emissionen eingespart.

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    Die fertig getrockneten Backsteine warten darauf verkauft zu werden.

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    Holz wird gelagert, bevor es in den neuen Öfen verbrannt wird.

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    Jon Bickel vom Programmeigner Swiscontact begutachtet eine der neuen Trocknungsanlagen.

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    Das Program of Activity wurde 2012 vom UNFCCC mit dem Momentum for Change Award ausgezeichnet.

Dieses geplante Klimaschutzprojekt hat zum Ziel, effiziente Brennöfen in der Backsteinproduktion Perus und Ecuadors einzuführen. Den Anfang bildet ein Pilotprojekt in Cusco, das später auf andere Regionen des Landes und auf Ecuador ausgeweitet werden soll. Die neuen effizienteren Öfen führen zu einer Reduktion von CO2-Emissionen, da sie weniger Brennholz benötigen, um die gleiche Menge Energie zu erzeugen. Verminderte Abholzung, weniger Luftverschmutzung, verbesserte Technologien und eine höhere Lebensqualität der Backsteinproduzenten sind weitere Vorteile des Projekts. myclimate hat den Projekteigner Swisscontact Peru bei der Planung und Ausgestaltung des Projektes beraten.

Dieses Klimaschutzprojekt – ein so genanntes Programme of Activity (PoA) – beinhaltet die Einführung energieeffizienter Massnahmen wie das Einbauen von Ventilatoren in traditionelle Backsteinöfen und den Übergang von herkömmlichen Öfen zu hocheffizienten, verbesserten Öfen mit Ventilationssystem. Die Einführung dieser Technologien kann zu Brennstoffeinsparungen (hauptsächlich Holz) und Emissionsreduktionen von bis zu 50 Prozent führen. Es wird erwartet, dass etwa 80 Prozent der 194 Backsteinbesitzer des ersten Projektstandorts (San Jerónimo, Cusco) auf die von Swisscontact entwickelte und getestete Technologie umsteigen werden, was potenziell zu einer Reduktion von 10‘000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr führen könnte. Das an diesem ersten Projektstandort angewandte Modell wird anschliessend auf andere backsteinproduzierende Regionen in Peru und in Ecuador ausgeweitet. Potenziell können dadurch 60‘000-80'000 Tonnen Emissionen pro Jahr reduziert werden.

Dank diesem Programme of Activity werden die Backsteinproduzenten sowie allgemein die Bevölkerung von Cusco und anderen Regionen Perus von mehreren Vorteilen profitieren können. Dazu gehört die Verbesserung und Festigung des Geschäftsmodells der Backsteinproduzenten: Es wird ihnen dabei geholfen, sich zu institutionalisieren und neue interne Buchhaltungssysteme einzuführen. Das Projekt wirkt sich durch die Schaffung neuer Einkommensquellen positiv auf die Lebensqualität und die Gesundheit der Backsteinhersteller aus und führt zu Verbesserungen in deren Arbeitsumfeld.

Dieses EELA Programme (Energy Efficiency at Artisan Brick Producers to Mitigate Climate Change), wird von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) finanziert und von Swisscontact umgesetzt. Das Projekt ist noch in der Entwicklungsphase. myclimate hat das Modell für die Ausweitung des Projekts (PoA) entwickelt, damit es auf dem freiwilligen Kompensationsmarkt partizipieren kann. Die dadurch zusätzlich generierten Gelder würden den Backsteinproduzenten den technologischen Wandel vereinfachen.

Peru-Projekt auf der UNFCCC-Webseite

Podcast des Projekts auf der UNFCCC-Webseite

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