Holzschnitzel ersetzen fossile Energie

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    Der Kamin oberhalb des unterirdischen Holzschnitzelheizwerkes. Das Heizwerk versorgt das Schulhaus (rotes Gebäude im Hintergrund) und andere Gebäude mit Wärme aus erneuerbarer Energie.

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    Der Platz oberhalb des unterirdischen Heizwerkes wird als öffentlicher Platz genutzt ...

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    ... zum Beispiel als Marktplatz.

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    Die Zeitschrift Hochparterre hat das Heizwerk Losone in die 25 schönsten und zweckmässigsten Anlagen 2016 eingereiht.

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    Der unterirdische Heizkessel wird von myclimate-ExpertInnen inspiziert.

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    Ebenfalls unterirdisch: der elektrostatische Partikelfilter.

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    Im Vergleich zum Mittelland ist die Holzschnitzelproduktion im Tessin teurer – bedingt durch steile Hänge und die Unzugänglichkeit der Waldflächen.

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    Die Verwendung von Holzschnitzel aus der Region fördert die Forstwirtschaft im Kanton Tessin und leistet dadurch einen Beitrag zur Waldpflege.

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    Querschnitt des Heizwerkes.

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    Der Plan des Wärmeverteilnetzes.

Das Holzschnitzelheizwerk mit dazugehörendem Wärmeverteilnetz versorgt Schulen, Industriebetriebe, Hotels sowie Mehr- und Einfamilienhäuser in der Gemeinde Losone im Tessin das ganze Jahr über mit Wärme aus erneuerbarer Energie für die Raumheizung und für den Sanitärbereich. Das Holzschnitzelkraftwerk, das mit lokaler Biomasse betrieben wird, ersetzt die bestehenden fossilen Heizsysteme und führt dadurch zu einer Reduktion von CO2-Emissionen.

Ziel des Projektes ist der Bau eines Holzschnitzelheizwerkes mit einer Gesamtleistung von 3'460 kW bestehend aus zwei Heizkesseln von 1'110 kW und 2'350 kW. Als Notreserve dient ein Heizölkessel mit einer Leistung von 3’500 kW. Dieser wird verwendet, falls ein Defekt bei den Holzschnitzelheizkesseln auftritt oder falls diese gewartet werden müssen. So kann eine konstante Wärmelieferung an die Kunden das ganze Jahr über garantiert werden. Das Projekt wird nach den Qualitätsvorschriften von Holzenergie Schweiz durchgeführt.

Das thermische Verteilnetz deckt einen Teil der Gemeinde Losone im Tessin ab. Es ist vorgesehen, rund 70 Objekte an das knapp drei Kilometer lange Fernwärmenetz anzuschliessen und pro Jahr 10'300 MWh Wärme an die Kunden zu liefern.

Für die Wärmeproduktion werden pro Jahr ca. 18'000 m3 Holzschnitzel von einem Konsortium bestehend aus verschiedenen Holzlieferanten aus dem Kanton Tessin bezogen. Im Vergleich zum Mittelland ist die Holzschnitzelproduktion im Tessin teurer – bedingt durch steile Hänge und die Unzugänglichkeit der Waldflächen. Dies führt dazu, dass erst ein geringer Teil des nachwachsenden Holzes wirtschaftlich genutzt wird. Die Verwendung von Holzschnitzel aus der Region fördert die Forstwirtschaft im Kanton Tessin und leistet dadurch einen Beitrag zur Waldpflege.

Das Projekt wird von der Energie Rinnovabili Losone SA (ERL) umgesetzt, die durch die politische Gemeinde Losone, die Bürgergemeinde Losone und den Energieversorger „Società Elettrica Sopracenerina“ vertreten wird. Die Unterstützung von myclimate ermöglicht es dem Projekt, seinen Kunden einen Wärmepreis anzubieten, der mit den Preisen für Wärme aus fossilen Quellen konkurrenzfähig ist.

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