Zitrusfarm ersetzt Kohle durch Biomasse

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-1.jpg

    Eine südafrikanische Zitrusfabrik stellt vom fossilen Energieträger Kohle auf klimafreundliche Biomasse um.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-2.jpg

    Die Zitrusfarm kultiviert Orangen, Grapefruit und Bananen auf einer Fläche von etwa 1'800 Hektaren.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-3.jpg

    Auf der Letaba Zitrusfarm wird noch viel von Hand gemacht: Die reifen Orangen werden von Hand geerntet und die Bäume werden von Hand geschnitten und gepflegt.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-4.jpg

    Pro Jahr werden rund 120'000 Tonnen Zitrusfrüchte verarbeitet.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-5.jpg

    Vor dem Projekt verbrauchte die Zitrusfabrik in Limpopo Kohle zur Trocknung der Orangenschalen, was klimawirksame Emissionen freisetzte.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-6.jpg

    Biomasse ersetzt Kohle: Im Umkreis von 50 km befinden sich zahlreiche Sägewerke, die durch ihre Produktion riesige Berge an Sägemehl anhäufen.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-7.jpg

    Das Sägemehl wird in Silos gelagert, von wo es über Förderbänder zu den Brennkammern zur Trocknung von Orangenschalen befördert wird.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-8.jpg

    Die getrockneten Schalen werden als wertvoller Viehfutterzusatz oder als Düngemittel verkauft.

  • klimaschutzprojekt-suedafrika-7106-9.jpg

    Das Projekt schafft temporäre und langfristige Stellen.

Eine südafrikanische Zitrusfabrik wechselt vom fossilen Brennstoff Kohle auf klimafreundliche Biomasse für die Dampf- und Wärmeerzeugung. Dabei werden nicht nur Treibhausgasemissionen reduziert, sondern wird eine bisher unerschlossene lokale erneuerbare Energiequelle verwendet.

1,66 t CO2 pro Trocknen einer Tonne Fruchtschalen vermieden
1,66
t CO2 pro Trocknen einer Tonne Fruchtschalen vermieden
4 permanente Jobs
4
permanente Jobs
2'880 Tonnen Kohle vermieden
2'880
Tonnen Kohle vermieden

Vor dem Projekt verbrauchte die Zitrus-Verarbeitungsanlage in Limpopo, Südafrika, Kohle, um die benötigte thermische Energie für das Trocknen der Fruchtschalen bereitzustellen. Die getrockneten Schalen sind ein wertvolles Nebenprodukt und können als Viehfutterzusatz oder Düngemittel verwendet werden. Das Projekt hat die Brennöfen, welche die Luft für das Trocknen der Schale produzieren, 2011 umgebaut und seitdem werden für dieses Verfahren Sägemehl und Holzschnitzel an Stelle von Kohle verwendet.

Bis anhin musste zur Erzeugung von thermischer Energie aus grosser Entfernung die benötigte Kohle angeliefert werden. Dank dem Klimaschutzprojekt kann nun lokale und erneuerbare Energie verwendet werden. In der Region Limpopo sind unzählige Sägewerke angesiedelt, die das Holz aus den heimischen Wäldern verarbeiten. Dabei fallen riesige Mengen an Sägemehl und Holzabfällen an. Dieser Biomasseabfall ist eine bisher ungenutzte Ressource, die im Umkreis von 50 Kilometern reichlich vorhanden und leicht zugänglich ist. 

Zusätzlich zur CO2-Reduktion schafft das Projekt Arbeitsplätze. Ein Teil des Kompensationsgeldes von myclimate kommt zudem einer Arbeiterstiftung zugute, die beispielsweise Stipendien für die Ausbildung von Angestellten und deren Kinder finanzieren oder die Sanierung der Häuser der Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Farm unterstützen wird. Die Stiftung muss bei der Vergabe der Unterstützungsleistungen die Gleichberechtigung der Geschlechter berücksichtigen. 

BISHER ERREICHTES:

  • 11'800 Tonnen Sägemehl wurden bisher für das Trocknen von 4'600 Tonnen Fruchtschalen verbrannt.
  • Somit konnte das Verbrennen von 2'880 Tonnen Kohle vermieden werden.
  • Für das Trocknen einer Tonne Fruchtschalen können 1.66 tCO2 oder 625 kg Kohle vermieden werden.
  • Das Projekt gibt vier Menschen eine feste Arbeitsstelle.
Du bist inZitrusfarm ersetzt Kohle durch Biomasse