Methanemissions-Reduktion

  • klimaschutzprojekt-schweiz-7110-2.jpg

    Schwachgasfackel in Croglio, die dank Modifikationen noch während Jahrzehnten Deponiegase mit geringer Konzentration verbrennen kann.

  • klimaschutzprojekt-schweiz-7110-4.jpg

    Blick in den Steuerungscontainer. Ein Dataloggingsystem liefert kontinuierlich Messdaten.

  • klimaschutz-projekt-7110-4.JPG

    Die gesammelte Gasmenge wird laufend gemessen.

  • klimaschutzprojekt-schweiz-7110-1.jpg

    Die Deponie Croglio im Malcantone (Tessin) wurde 1992 geschlossenen. Seit 1972 wurden dort ca. 350'000 m³ Siedlungsmüll abgelagert.

Durch die Installation einer neuartigen Abfacklungsanlage können in diesem Schweizer Projekt methanhaltige Deponiegase verbrannt werden, welche sonst ungehindert in die Atmosphäre gelangen würden. Dies führt zu einer signifikanten Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Ehemalige Siedlungsmülldeponien produzieren unter ihrer Abdeckung noch während Jahren Gase, welche theoretisch abgesaugt und anschliessend abgefackelt oder in Heizkesseln, Turbinen oder Motoren genutzt werden können. Werden aber keine neuen Abfälle auf der Deponie gelagert, nimmt die Gasqualität (Gasmenge und Brennwert) im Laufe der Jahre stetig ab, bis die Nutzung zur Energieerzeugung oder die Verbrennung mit einer konventionellen Fackel nicht mehr möglich ist. Da die Schweiz keine gesetzlichen Grenzwerte für Methanemissionen kennt, werden solche methanhaltigen Schwachgase unbehandelt in die Atmosphäre entlassen.

Auf der 1992 geschlossenen Deponie Croglio im Malcantone (Tessin) wurden seit 1972 ca. 350'000 m³ Siedlungsmüll abgelagert. Ab 2004 wurde es immer schwieriger, die Deponiegase zu verbrennen. In Zusammenarbeit mit dem Ökozentrum Langenbruck konnte die FLOX®-Technologie (Brenner der Firma e-flox GmbH) weiterentwickelt werden, sodass mit der installierten Schwachgasfackel neu auch Deponiegase mit einem Brennwert unterhalb der kritischen Grenze von 9 MJ/m³ verbrannt werden können. Durch diese Anwendung und durch das realisierte Projekt wird über Jahrzehnte hinweg Gas abgefackelt, welches mit herkömmlicher Technologie nicht erfasst und in die Umgebung gelangen würde.

Die Installation von solchen Fackelsystemen bleibt eine freiwillige Massnahmen der Deponiebetreiber. Durch die Entwicklung, Installation und den Betrieb der Schwachgasfackel entstehen aber Kosten, die gedeckt werden müssen. Durch den Kauf der Emissionsreduktionen in Form von Zertifikaten bei myclimate, konnte das vorliegende Projekt ermöglicht werden.

Du bist inMethanemissions-Reduktion