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Reduktion von Methanemissionen im Tessin


Die alte Gasfackel wurde seit 1992 für die geschlossene Deponie benutzt. Ihr Betrieb war jedoch seit 2004 wegen abnehmenden Gaskonzentrationen kritisch.

Projekttyp
MethanreduktionMethanreduktion 
ProjektnameLandfill Gas Flaring in Croglio
ProjektstandortSchweiz, Kanton Tessin, Croglio
ProjektstandardVER (Schweizer Projekt)
Emissionsreduktionen2'700 t CO2e (über 7 Jahre)
Situation ohne ProjektMethanemissionen einer Abfalldeponie
ProjektstatusBetrieb
ProjektvalidierungSGS
ProjektstartMai 2007
DokumentationenLandfill Gas Flaring PDD Landfill Gas Flaring PDD  (327 kb)
Landfill Gas Flaring Validation Verification Landfill Gas Flaring Validation Verification  (493 kb)

Durch die Installation einer neuartigen Abfacklungsanlage können in diesem Schweizer Projekt methanhaltige Deponiegase verbrannt werden, welche sonst ungehindert in die Atmosphäre gelangen würden. Dies führt zu einer signifikanten Reduktion von Treibhausgasemissionen.

Ehemalige Siedlungsmülldeponien produzieren unter ihrer Abdeckung noch während Jahren Gase, welche theoretisch abgesaugt und anschliessend abgefackelt oder in Heizkesseln, Turbinen oder Motoren genutzt werden können. Werden aber keine neuen Abfälle auf der Deponie gelagert, nimmt die Gasqualität (Gasmenge und Brennwert) im Laufe der Jahre stetig ab, bis die Nutzung zur Energieerzeugung oder die Verbrennung mit einer konventionellen Fackel nicht mehr möglich ist. Da die Schweiz keine gesetzlichen Grenzwerte für Methanemissionen kennt, werden solche methanhaltigen Schwachgase unbehandelt in die Atmosphäre entlassen.

Auf der 1992 geschlossenen Deponie Croglio im Malcantone (Tessin) wurden seit 1972 ca. 350'000 m³ Siedlungsmüll abgelagert. Ab 2004 wurde es immer schwieriger, die Deponiegase zu verbrennen. In Zusammenarbeit mit dem Ökozentrum Langenbruck konnte die FLOX®-Technologie (Brenner der Firma e-flox GmbH) weiterentwickelt werden, sodass mit der installierten Schwachgasfackel neu auch Deponiegase mit einem Brennwert unterhalb der kritischen Grenze von 9 MJ/m³ verbrannt werden können. Durch diese Anwendung und durch das realisierte Projekt wird über Jahrzehnte hinweg Gas abgefackelt, welches mit herkömmlicher Technologie nicht erfasst und in die Umgebung gelangen würde.

Die Installation von solchen Fackelsystemen bleibt eine freiwillige Massnahmen der Deponiebetreiber. Durch die Entwicklung, Installation und den Betrieb der Schwachgasfackel entstehen aber Kosten, die gedeckt werden müssen. Durch den Kauf der Emissionsreduktionen in Form von Zertifikaten bei myclimate, konnte das vorliegende Projekt ermöglicht werden.