Biomasse in Patancheru, Indien
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| Projektname | Switching of fossil fuel from Naptha & Diesel to Biomass (agricultural residue) for 9 MW Power Generation Unit of M/s. My Home Power limited (MHPL) and Supply to APTEANSCO Grid | ||
| Projektstandort | Indien, Region Patancheru | ||
| Projektstandard | CDM | ||
| Emissionsreduktionen | 113'908 t CO2e (Anteil an Gesamtreduktion) | ||
| Situation ohne Projekt | Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen | ||
| Projektstatus | Betrieb | ||
| Projektvalidierung | TÜV NORD | ||
| Projektstart | Februar 2002 | ||
| Dokumentationen | UNFCCC Project Documentation |
Anstelle von Rohöl und Diesel werden in Patancheru nun Reishülsen, Holzabfälle, Sägespäne, saisonale Agrikulturabfälle und manchmal Holzkohle zur Elektrizitätsgewinnung verwendet. Die ehemaligen Abfallprodukte erhalten einen Wert und die lokalen Bauern erschliessen durch den Verkauf ihrer Nebenprodukte eine neue Einnahmequelle.
Hauptziel des Projektes ist es, mit erneuerbaren Energieträgern, wie beispielsweise Landwirtschaftsabfällen (Biomasse), ein Kraftwerk zu betreiben, indem über Verbrennung Elektrizität erzeugt wird. Die My Home Group hat das Kombikraftwerk der Nagarjuna Green Power Limited übernommen, in dem bisher Naphta (Rohbenzin) und Diesel als primäre Brennstoffe eingesetzt wurden. Sie will dessen Dauerbetrieb gewährleisten und umweltfreundliche, erneuerbare Energieträger wie saisonal anfallende Landwirtschaftsabfälle zur Stromerzeugung einsetzen. Die Energie, die im Rahmen des Projekts erzeugte wird, wird in das Netz der Transmission Corporation of Andhra Pradesh (APTRANSCO) eingespeist.
Landwirtschaftsabfälle wie Reisspreu, Holzabfälle oder Sägespäne sowie saisonale Abfälle wie Bagassen (ein Pressrückstand aus der Zuckerrohrgewinnung) sind in der Region reichlich vorhanden und eignen sich hervorragend als Energieträger. Auch Holzkohle gilt als erneuerbarer Energieträger, da sie aus Feuerholz hergestellt wird. Durch den Einsatz dieser erneuerbaren Energieträger kann der Bedarf an fossilen Brennstoffen – insbesondere Kohle – reduziert werden.
Das Klimaschutzprojekt unterstützt die Wirtschaft vor Ort, indem lokale Ressourcen, wie beispielsweise die verfügbaren Landwirtschaftsabfälle (Biomasse), aus den umliegenden Dörfern genutzt werden. Es werden zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, die den Lebensunterhalt zahlreicher Bewohner sichern. Durch die gesteigerte Auslastung des elektrischen Netzes werden die mikroökonomische Effizienz und die Verfügbarkeit von Strom für die Bevölkerung erhöht. Das Projekt trägt ausserdem zu einem sparsamen Umgang mit Ressourcen wie Land, Wald, Wasser und dem Ökosystem bei, das zukünftigen Generationen erhalten bleibt.


