Biogasanlagen in Nepal
![]() |
| Projekttyp |
| ||
|---|---|---|---|
| Projektname | WWF Nepal Gold Standard Biogas VER Project | ||
| Projektstandort | Nepal, Region Terai Arc | ||
| Projektstandard | Gold Standard VER | ||
| Emissionsreduktionen | 83'395 t CO2e (über 7 Jahre) | ||
| Situation ohne Projekt | Nicht erneuerbares Holz als Energieträger | ||
| Projektstatus | Betrieb | ||
| Projektvalidierung | TÜV NORD | ||
| Projektstart | Juli 2007 | ||
| Dokumentationen | Gold Standard Project Documentation |
Der WWF Nepal baut im ländlichen Nepal 7500 Biogasanlagen. Der nicht-nachhaltigen Verbrauch von Feuerholz zum Kochen wird minimiert. Damit können die Abholzung und auch CO2-Emissionen reduziert werden.
Die nepalesische Region Terai Arc enthält mehrere Gebiete mit schützenswerten Tier- und Pflanzenarten. Um die lokalen Ökosysteme zu schützen, werden 7 500 kleine Biogasanlagen für Bauernfamilien gebaut und installiert. Die Biogasanlagen reduzieren die Nachfrage nach nicht-nachhaltig genutztem Feuerholz und vermindern damit CO2-Emissionen als Folge von Abholzung.
Die installierten, kuppelförmige Anlagen wurden in Nepal entwickelt und liefern genügend Kochenergie für eine Familie, die über mindestens zwei Kühe oder Büffel verfügt. Der Viehmist wird mit Wasser gemischt und der Anlage zugegeben. Die anaerobe Zersetzung der organischen Substanz führt zur Bildung von Biogas, welches über Rohrverbindungen in die Küche geleitet und zum Kochen verwendet wird.
Das Projekt im Südwesten Nepals hat für die lokale Bevölkerung mehrere Vorteile: Die zeitaufwändigen Suche nach Feuerholz entfällt, hunderte von Arbeitsplätzen während der Planung, dem Bau und dem Erhalt der Anlage werden geschaffen und die Latrinen, die den Biogasanlagen angeschlossen sind, wurden verbessert. Der Gebrauch von Biogas zum Kochen verursacht im Gegensatz zu Feuerholz ausserdem keinen gesundheitsschädlichen Rauch. Der Gärrest aus den Biogasanlagen kann als biologischer Dünger verwendet werden, womit sich die landwirtschaftlichen Erträge verbessern lassen.
Das Projekt wird vor allem durch CO2-Kompensationen finanziert und von erfahrenen nepalischen Organisationen umgesetzt. Dörfliche Vereinigungen werden in die Planung der Anlagen eingeschlossen, um die lokale Verankerung der Projekte zu sichern. Ein Mikrofinanzsystem sichert, dass die Anlagen schliesslich den Bauern selber gehören.
Dieser Film wurde von der Deutschen Welle im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative gedreht.



