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Von Kohle zu Biomasse in Limpopo, Südafrika


Im Moment verwendet die Zitrusfarm in Limpopo Kohle, um Dampf für die Fruchtsaftherstellung zu erzeugen.

Erfahren Sie mehr über Gold Standard

Projekttyp
Biomasse/BiogasBiomasse/Biogas EnergieeffizienzEnergieeffizienz
ProjektnameLetaba Biomass to Energy Project
ProjektstandortSüdafrika, Region Limpopo, Tzaneen
ProjektstandardGold Standard VER (in Registrierung)
Emissionsreduktionen198'881 t CO2-äq. (über 10 Jahre)
Situation ohne ProjektKohlefeuerung
ProjektstatusUmsetzung
ProjektvalidierungAusstehend
ProjektstartJanuar 2010
DokumentationenLetaba  Biomass to Energy PDD Letaba Biomass to Energy PDD  (0.9 mb)
Letaba nontechnical summary Letaba nontechnical summary  (58 kb)

In einer südafrikanischen Zitrusfabrik wird die Dampferzeugung von dem fossilen Energieträger Kohle auf klimafreundliche Biomasse umgestellt. So werden Treibhausgase reduziert, die Gesundheit der lokalen Bevölkerung verbessert und bislang brach liegend Ressourcen nutzbar gemacht.

Im Moment verbraucht die Zitrusfarm in Limpopo, Südafrika, 10 700 Tonnen Kohle pro Jahr, um Dampf für die Fruchtsaftherstellung zu erzeugen. Die dabei anfallenden Fruchtschalen werden getrocknet und als Tierfutter verwendet. Für die Feuerung der Trocknungsanlage wird zusätzliche Kohle genötigt. Zudem muss die Kohle aus 380 km Entfernung zum Einsatzort transportiert werden.

Die Zitrusfarm ist umgeben von gewaltigen Wäldern und Sägewerken. Dies führt dazu, dass eine grosse Menge von Sägemehl und Holzabfällen in einem Umkreis von 20 km anfällt. Durch den Kauf von Emissionszertifikaten unterstützt myclimate den Ersatz des jetzigen Boilers durch einen Biomasse-Boiler der indischen Firma Thermax. Das Sägemehl und die Holzabfälle der Region werden genutzt, um den Boiler zu erhitzen, wobei jährlich gegen 18'000 Tonnen Biomasse verbrannt werden können.

Neben der Reduktion des klimaschädlichen Kohlepartikelausstosses trägt das Klimaschutzprojekt zur Verbesserung der Gesundheit der lokalen Bevölkerung bei. Da das Sägemehl nicht mehr länger auf Deponien verfault, werden Methanemissionen verhindert, und die Luftqualität deutlich verbessert. Ausserdem werden durch die Nutzung der Holzabfälle Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung geschaffen, indem sie etwa angestellt werden, um die Holzabfälle in den nahe gelegenen Wäldern zu sammeln. Auch beim Transport des Holzes entstehen Arbeitsplätze mit langfristigen Anstellungsperspektiven. Während der viermonatigen Konstruktion und der Sanierung des Systems werden weitere Arbeitsplätze geschaffen.