Aufforstung richtig gemacht, in Nicaragua

22. Juli 2013

Kaum eine andere Methode ist so langfristig angelegt wie Wiederaufforstungs- und Waldschutzprojekte, da der Klimaschutzeffekt erst mit zeitlicher Verzögerung eintritt. Lernen Sie anhand eines Beispiels aus Nicaragua mehr über die Vorteile und die Tücken, die es zu bedenken gilt.

Aufforstung richtig gemacht, in Nicaragua

Im Klimaschutzportfolio von myclimate finden sich Projekte mit insgesamt zehn verschiedenen Technologien. Darunter auch Waldprojekte, die durch effektive und gezielt langfristig angelegte Aufforstung CO2-Reduktionen erzielen. Aufgrund erst auf den zweiten Blick ersichtlicher Tücken legt myclimate bei der Auswahl und Unterstützung solcher Projekte strenge eigene Kriterien an, so wie bei dem Projekt „Wiederaufforstung in San Juan de Limay, Nicaragua“.

Wiederaufforstungsprojekte werden sehr häufig mit Klimaschutzprojekten assoziiert, sind aber nicht unproblematisch. Die Methodologie zur Berechnung der CO2-Sequestierung ist kompliziert. Auch treten sie bei den naturgemäss langsam wachsenden Bäumen erst nach längerer Zeit ein. Bis dahin kann es vorkommen, dass die extra gepflanzten Bäume Rodungen, illegalem Holzschlag oder Bränden zum Opfer fallen. myclimate ist sich dieser Risiken bewusst und arbeitet hier mit eng mit verschiedenen Standards wie Plan Vivo zusammen, welche diese Risiken schon vorbeugend in das Projektdesign einbauen. Bei allen Projekten wird nach strengsten, umfassendsten Massgaben kontrolliert und validiert, um die versprochenen CO2-Reduktionen am Ende auch wirklich zu garantieren.

In diesem Projekt in der Gemeinde San Juan de Limay arbeiten kleinbäuerliche Familien zusammen, um ungenutzte oder degradierte Teile ihres Landes wieder aufzuforsten. Dank besserer Raumnutzung und nachhaltiger Landnutzung wird die Waldfläche in der Nähe der dort befindlichen Wasserscheide zunehmen und die Lebensqualität der Bewohner verbessert. Das Projekt umfasst ländliche Gemeinden, welche ohne die zusätzlichen Klimaschutzgelder nicht über genügend eigene Ressourcen und technisches Know-How verfügen, selber aufzuforsten.

Das Projektgebiet liegt an einer der wichtigsten Wasserscheiden, welche an saisonalem Wassermangel und Überschwemmungen leidet. Die vergrösserte Waldfläche speichert Wasser durch die trockene Jahreszeit und minimiert Überschwemmungen in der Regenzeit. Das Projekt befasst sich mit den Ursachen der Entwaldung, sorgt für direktes und fortlaufendes dörfliches Engagement und technisches Training, und bietet finanzielle Vorteile für die Teilnehmer während der gesamten Laufzeit.

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