CLOUD BLOG: Leuchtende Sterne beim World Tourism Forum in Luzern

25. April 2015

Bereits zum dritten Mal war myclimate Partner des World Tourism Forums in Luzern. myclimatee Kai Landwehr teilt im neuen Blogeintrag seine Einblicke von diesem Premium Tourismusevent. Fazit: Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden sehr ernst genommen.

WTFL, Tourismus, Tourismusindustrie, Nachhaltigkeit

myclimate Geschäftsführer René Estermann erläutert auf der grossen Bühne des World Tourism Forums in Luzern das Konzept der "Toursim Stars"

Rund 450 Teilnehmende aus Tourismus, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Finanzen aus 65 Ländern haben in Luzern aktuelle Themen des internationalen Tourismus diskutiert. Der aus meiner Sicht erfreulichste und vielleicht sogar auch erstaunlichste Einblick war, dass Nachhaltigkeit und nachhaltige Gestaltung von touristischen Angeboten absolute Kernthemen des zum vierten Mal ausgetragenen World Tourism Forums waren. Explizit verwies Martin Barth, General Manager World Tourism Forum Lucerne, in seiner Begrüssung hierauf, genauso wie gleich mehrere Key Notes am ersten Tag diesen Ball aufnahmen.

Das Highlight für mich: Der Input von Jeremy Rifkin, US-Soziologe, Forscher,Publizist und Berater der europäischen Union. Neben seinen inspirierenden Ausführungen zur dritten industriellen Revolution und der Bedeutung der Sharing Economy, nannte er eindeutig den fortschreitenden Klimawandel als einer der grössten Gefahren für die weltweite Entwicklung. Ich bin gespannt, was sich hinter seiner Ankündigung eines EU-Konzept mit Titel „smart, green Europe“ verbirgt. Allerdings wird dieses anscheinend wegweisende Konzept im Herbst vorgestellt.

myclimate und das WTFL

Wir sind stolzer Partner des WTFL. Standardmässig werden die Emissionen des Events mit uns kompensiert. Davon profitiert unser Erfolgsprojekt auf Madagaskar. Darüber hinaus konnten wir uns auch inhaltlich einbringen. Eine der Breakout Sessions wurde von myclimate ausgerichtet. Unter dem Motto „Time to Act“ diskutierte unser Geschäftsführer René Estermann mit Paul Steele, Vertreter des internationalen Airline-Verbandes IATA (International Air Transport Association) und dem Bündner Unternehmer Remo Stoffel, unlängst mit seinem „Turmbau zu Vals“-Projekt in allen Schweizer Medien. Gerade die gescholtene Airline-Industrie hat einen Fokus und klaren Plan in Richtung eines geringeren CO2-Ausstosses. Leider fehlt uns hierbei ein wenig der sofortige Aspekt, ob über vollständig integrierte Kompensation oder einem automatischen Klimabeitrag. Bei mehr als einer Milliarde Fluggästen pro Jahr gäbe es gewaltige Hebel.

Dem Reden sollten auch Taten folgen. Am „Walk the Talk“ Apéro und Dinner haben wir zusammen mit dem WTFL angeboten, gemeinsam „Tourism Stars“ zu bauen. Dabei handelte es sich um Lampen, gefertigt aus PET Flaschen, beleuchtet mit Solarstrom gefütterten LED-Lampen. Unser Ziel war es zu zeigen, wie mit Kreativität und dem Nahhaltigkeitsgedanken etwas Aussergewöhnliches entstehen kann.

Rising Stars und hochkarätiger Think Tank

Die zwölf „Tourism Stars“ waren aber nicht die einzigen Sterne, es gab noch die „Rising Stars“. Das WTFL hatte aus 15 Partneruniversitäten neun junge Talente ausgewählt, die ein grosse Zukunft in der Industrie vor sich haben. Gerade diese Nachwuchskräfte haben eine ganz klare Vorstellung, wie sie später für einen nachhaltigeren und grüneren Tourismus sorgen wollen. Ich hatte die Freude, am Vortrag dieser Gruppe myclimate und unsere Ideen näher zu bringen. Ihr Interesse und ihr Feedback waren sehr spannend. Am selben Tag hat René den dem eigentlichen Forum vorgeschalteten Think Tank besucht, wo ein ausgesuchter Expertenkreis Handlungsempfehlungen zur Tourismusentwicklung unter Gesichtspunkten von Nachhaltigkeits- und Innovationsaspekten diskutierte.

Was bleibt? In dieser Industrie, einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren und Arbeitgeber weltweit, existiert ein deutliches Bewusstsein für Klimaschutz und Belange der Nachhaltigkeit. Gerade bei Entscheidern und bei den Visionären steht das Thema sogar weit oben auf der Agenda. Die Zeichen sind günstig, dass der Tourismus nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung sein wird.

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