Deutscher Alpenverein und DAV Summit Club starten neues Klimaschutzprojekt in Nepal mit myclimate

26. März 2017

Der Deutsche Alpenverein (DAV) und der DAV Summit Club setzen zusammen mit myclimate ein neues wegweisendes Klimaschutzprojekt in Nepal um. Mit diesem Engagement fördern die Beteiligten den globalen Klimaschutz durch erneuerbare Energieträger und unterstützen die lokale Bevölkerung in Nepal durch neue Arbeitsplätze und günstigere Kosten für den Brennstoff.

Deutscher Alpenverein und DAV Summit Club starten neues Klimaschutzprojekt in Nepal mit myclimate

Handschlag für den Start des neuen Klimaschutzprojekts in Nepal: myclimate Deutschland Geschäftsführer Stefan Baumeister und Hagen Sommer, Geschäftsführer des DAV Summit Club.

Essen müssen wir alle

Essen ist ein grundlegendes Bedürfnis, das alle Lebewesen gemeinsam haben. Nur der Mensch begann bereits vor über 250.000 Jahren seine Nahrung zu kochen. Jede uns bekannte Kultur kocht ihr Essen und egal in welchem Entwicklungsstand ein Land und seine Bevölkerung ist – überall wird gekocht.
In Nepal wird für das Heizen und Kochen sehr oft klimaschädliches Flüssiggas (LPG) verwendet. Das Gas muss aus Indien importiert werden und ist dadurch für die nepalesische Bevölkerung meist teuer und aufgrund politischer Streitigkeiten mit dem Nachbarland kommt es immer wieder zu Versorgungsengpässen.

Langtang in Nepal

In der Region Langtang, die auch das Ziel verschiedener Reiseangebote des DAV Summit Clubs – des weltweit größten Spezialreiseanbieters für aktive Berg- und Kulturerlebnisse – ist, soll durch das Projekt das Flüssiggas abgelöst und durch eine nachhaltige Versorgungskette für Biomasse-Briketts bzw. -Pellets ersetzt werden.
Dazu wird u.a. in der Region eine neue Produktion für diese Briketts und Pellets aus Biomasse aufgebaut. Für den Rohstoff betreiben Gemeinschafts-Waldnutzer-Gruppen ein partizipatives Waldmanagement. Ein Teil dessen ist es, vertrocknetes Gestrüpp zu entfernen, denn ansonsten besteht in trockenen Zeiten erhöhte Waldbrandgefahr. Nun wird das Gestrüpp als Rohstoff für die Herstellung von Biomasse-Pellets bzw. –Briketts verwendet. Während das Flüssiggas ein fossiler Treibstoff ist, ist das nachwachsende Gestrüpp als Energieträger CO2-neutral, da es bei seiner Verbrennung nur das CO2 wieder abgibt, dass es vorher beim Wachsen aus der Luft aufgenommen hat.
Zielkunden für das Angebot der Pellets und Briketts sind vor allem Teehäuser, Gastronomiebetriebe und Läden, aber auch private Haushalte in der Region.

Ein Projekt für nachhaltige Entwicklung

Das Projekt unterstützt acht Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (mehr zu den Sustainable Development Goals der UN) und verbessert so auf vielfältige Art und Weise die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung.
Zum Beispiel können die Geschäftsleute und Privatpersonen mit der Verwendung von Biomasse-Pellets statt Flüssiggas ca. 20% Brennstoffausgaben einsparen. Es werden neue und dauerhafte Arbeitsplätze in der Region geschaffen und damit einer Abwanderung in urbanere Regionen vorgebeugt. Die Gleichstellung von Frauen, Kastenlosen und Armen wird unterstützt. Der ökologische Nutzen liegt ebenfalls klar auf der Hand: durch den erneuerbaren Energieträger werden weniger CO2-Emissionen ausgestoßen und das Klima geschützt. Zusätzlich wird durch die nachhaltige Waldnutzung illegaler Abholzung und unkontrollierten Waldbränden entgegen gewirkt.

Für die Umsetzung dieses gemeinsamen exklusiven Projekts haben nun der Deutsche Alpenverein und der DAV Summit Club mit myclimate den Startschuss für eine mehrjährige Partnerschaft gegeben. Wir werden Sie in den nächsten Monaten mit mehr Neuigkeiten zu diesem spannenden Projekt auf dem Laufenden halten.

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