Energie- und Klimapioniere gestalten für Piccard und Borschberg eine Kunstinstallation

18. Februar 2015

Bertrand Piccard und André Borschberg holen sich für ihren Flug um die Erde Unterstützung: Schulklassen, die als «Energie- und Klimapioniere» ein Klimaschutzprojekt umsetzen, geben den Piloten mit einer grossen Kunstinstallation Zusatzenergie.

Energie- und Klimapioniere gestalten für Piccard und Borschberg eine Kunstinstallation

Stolz auf ihre Idee: Die angehenden Grafikerinnen Claire Griffiths (von links), Jasmin Zurfluh und Carina Roost mit dem Modell ihrer Installation. Bild: Barbara Keller, Berufsschule für Gestaltung medien, form, farbe, Zürich

Sie sind kurz davor loszufliegen: Noch im März wollen Bertrand Piccard und André Borschberg mit ihrem Solarflugzeug «Solar Impulse» abheben und ohne einen Tropfen fossilen Brennstoff die Erde umrunden. Dabei mit von der Partie: alle Schülerinnen und Schüler, die im laufenden Jahr im Rahmen der Initiative «Energie und Klimapioniere» ein Projekt für mehr Energieeffizenz und Klimaschutz umsetzen. Die Piloten unterstützen die Initiative seit deren Gründung 2010 als Projektpaten. Der Grund liegt auf der Hand, wie Bertrand Piccard betont: «Solar Impulse ist nur zu einem kleinen Teil ein Solarflugzeug, das um die Welt fliegt. Es ist ein Zeichen des Pioniergeistes und der Möglichkeiten, die jeder von uns in sich trägt.»

Nach einer Impulslektion von myclimate und der Umsetzung eines eigenen Umweltschutzprojektes werden Schülerinnen und Schüler zu Energie- und Klimapionieren. Im laufenden Jahr teilnehmende Klassen erhalten zusätzlich noch einen Spiegel in der Grösse einer Solarzelle der «Solar Impulse». Die Hunderten von Spiegeln geben den Piloten Zusatzenergie: Sie werden von den Kindern und Jugendlichen mit ihrem umgesetzten Projekt beschriftet und nach Piccards und Borschbergs Weltumrundung Teil einer Kunstinstallation. Dabei werden die von den Klassen eingesendeten Spiegel an Säulen befestigt und diese in der Form eines gigantischen Solarflugzeuges aufgestellt. Die Installation wird im November auf einem zentralen Platz in Bern zu sehen sein.

Die Idee für die Spiegelinstallation stammt ebenfalls von Energie- und Klimapionieren: Die angehenden Grafikerinnen Carina Roost, Claire Griffiths und Jasmin Zurfluh entwickelten das Konzept dazu im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbes für alle Lernenden des siebten Semesters der Grafik-Berufslehre an der Berufsschule für Gestaltung «medienformfarbe» in Zürich. Die drei Gewinnerinnen des Klassenwettbewerbs konnten in der Folge ihr Projekt ausarbeiten und die innovative Idee tatsächlich umsetzen. Dank der Auseinandersetzung mit der Energie- und Klimathematik wurden Carina, Claire und Jasmin zusammen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschüler zudem selber zu Energie- und Klimapionieren.

Neben der Spiegelinstallation können die angehenden Energie- und Klimapioniere Piccard und Borschberg auch online bei ihrer Weltumrundung helfen: Auf der Webseite www.energie-klimapioniere.ch werden nach jedem umgesetzten Projekt auf einer Darstellung der «Solar Impulse» zusätzliche Solarzellen aufgeschaltet, bis das Flugzeug so viele Zellen hat, dass es flugfähig wird. Dabei dürften einige Projekte und damit Solarzellen zusammenkommen: Seitdem die Swisscom die Initiative vor fünf Jahren gegründet hat, konnten mehr als 11'000 Kinder und Jugendliche erreicht werden. Zusammen mit den Partnern Solar ImpulseEnergieSchweiz und myclimate wurden so über 500 Projekte für mehr Energieeffizienz und besseren Klimaschutz umgesetzt.

Schulklassen vom Kindergarten bis zum Gymnasium können sich unter www.energie-klimapioniere.ch nach wie vor als Energie- und Klimapioniere und damit für eine Teilnahme an der Installation anmelden.

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