Gebrauchtes Speiseöl – ein Problem und eine smarte Lösung

18. Juli 2013

Sonne, Sandstrände, kristallklares Wasser, Tauchen... viele Assoziationen kommen beim Stichwort Bali in den Sinn. Einer der Schattenseiten des Tourismusparadises, nämlich der Entsorgung von gebrauchtem Speiseöl, nimmt sich das neue myclimate Projekt an.

Gebrauchtes Speiseöl – ein Problem und eine smarte Lösung

Mit rund vier Millionen Besuchern pro Jahr ist Bali eines der grössten und beliebtesten Tourismusziele der Welt. Gleichzeitig stellt das Abfallmanagement eines der grössten Probleme in Indonesien und Bali dar. Genau an diesem Punkt setzt das neuste Klimaschutzprojekt von myclimate an.

Ein Teil des Abfallproblems ist die Entsorgung des gebrauchten Speiseöls aus den Hunderten von Hotels und Restaurants. Altöl wird entweder in Kanister gefüllt und zusammen mit festem Abfall weggeworfen, ins Abwasser geschüttet oder es wird auf dem Schwarzmarkt verkauft, wo es mehr oder weniger gereinigt und für das Kochen in kleinen Küchen wiederverwendet wird. Die bestehende, nicht nachhaltige Beseitigung von Altöl verunreinigt Gewässer, Süsswasserquellen und Erdreich und trägt zur globalen Klimaerwärmung bei. Die Wiederverwendung des Öls in privaten Haushalten stellt zudem ein Gesundheitsrisiko dar.

Als zentraler Punkt des Klimaschutzprojekts konnte eine Anlage installiert werden, die eben dieses gebrauchte Öl in Biodiesel verwandelt. Damit verbunden wird ein lokales Sammelsystem für das Altöl aufgebaut, die Entwicklung einer organisierten Entsorgung unterstützt, Arbeitsstellen für die lokale Bevölkerung geschaffen und CO2 reduziert, indem fossiler Brennstoff durch Biodiesel aus dem Projekt ersetzt wird.

Das Ersetzen von fossilem Treibstoff bei Transport, Elektrizität und Wärmegewinnung reduziert jährlich 1000 bis 1500 Tonnen Treibhausgasemissionen. Das Projekt wurde von Caritas Schweiz initiiert und ist eine Kooperation zwischen Caritas, Kuoni Travel Ltd und myclimate.

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