PARTNERPORTRAIT Quickmail AG – Überzeugt und nachgefragt

8. Februar 2016

Die Quickmail AG ist der erste private Dienstleister in der Schweiz für die Zustellung von adressierten Mailings, Katalogen und Kundenzeitschriften. Bernard Germanier, Geschäftsführer und Leiter Sales & Services bei der Quickmail AG, gibt im Interview mit myclimate Einblicke in das Geschäftsmodell und die Nachhaltigkeitsstrategie.

Quickmail, Zustellservices, liberalisierter Postmarkt, Nachhaltigkeitspionier

Bernard Germanier, Geschäftsführer und Leiter Sales & Services bei der Quickmail AG

Bitte beschreiben Sie Ihr Unternehmen und die Dienstleistungen, die sie anbieten!

Quickmail ist das erste Unternehmen in der Schweiz, das seit der Teilliberalisierung des Briefmarktes Sendungen zustellt. Quickmail wurde 2009 gegründet und stellt adressierte Mailings, Kataloge und Zeitschriften zu. Derzeit werden bei Quickmail 55 Vollzeitangestellte sowie 2'400 Zustellerinnen und Zusteller beschäftigt. Auf Vollzeitstellen umgerechnet entspricht dies 400 Beschäftigten.

Was ist Ihre Antwort, wenn Sie auf die Gründe für den Erfolg von Quickmail angesprochen werden?

Einerseits ist mit dem Markteintritt von Quickmail erstmals in der Schweiz Wettbewerb im Briefpostmarkt entstanden, was für die Kunden und Mitarbeiter positive Effekte hat. Erstmals gibt es eine Wahlmöglichkeit beim Briefversand. Durch die konsequente Ausrichtung auf die Kundenwünsche konnten wir rasch viele positive Kundenrückmeldungen erhalten, welche geholfen haben weitere Kunden zu gewinnen. Dank innovativen Produkten - auch durch Inputs von unseren Kunden - und auf Response zugeschnittene Produkte konnten wir uns gut im Markt etablieren. Unterdessen versenden über 200 Kunden aus den Bereichen Versicherung, Krankenkasse, NGOs, Versandhandel, Detailhandel und Verlage Sendungen mit Quickmail.

Auf Briefpost zu setzen im Zeitalter der Digitalisierung, ist das ein nachhaltiges Geschäftsmodell?

Die Schweiz hat das höchste Pro-Kopf-Aufkommen von adressierten Briefen. Insbesondere Werbesendungen, Versandhandelskataloge und Zeitschriften werden gerne in die Hand genommen. Der grosse Vorteil gegenüber elektronischer oder klassischer Werbung ist die Möglichkeit, die Sendung auf die Seite zu legen und bei passender Gelegenheit, zum Beispiel am Abend oder am Wochenende, anzuschauen.Haben Sie jemals eine Email-Werbung oder ein Plakat auf die Seite gelegt, um die Info später anzuschauen? Oder kennen Sie die Enttäuschung, abends den Briefkasten zu öffnen und noch nicht einmal eine Werbung herausnehmen zu können?

Was hat Sie bewogen schon sehr früh (2011) auf eine Zusammenarbeit mit myclimate zu setzen?

Einerseits die Überzeugung, dass nicht erneuerbare Ressourcen nicht gratis sein können, anderseits die positiven Rückmeldungen von unseren Kunden. Als innovatives Unternehmen sind wir immer bestrebt, Bedürfnisse zu antizipieren und rasch umzusetzen.

Was ist Ihre Einschätzung zum Klimagipfel in Paris und konkret zu dessen Folgen für Ihr Unternehmen und für Sie privat?

Das sich erstmals fast 190 Industrie- und Schwellenländer auf einen neuen Weltklimavertrag einigen konnten und die Erkenntnis, dass die Erderwärmung auf zwei, womöglich sogar auf 1.5 Grad begrenzt werden muss, ist sehr positiv. Entscheidend ist allerdings einzig und allein das rechtzeitige Erreichen der Ziele. Quickmail stellt zu 80% nicht motorisiert Sendungen zu. Ein Pilotversuch einer E-Bike Testflotte wurde soeben erfolgreich abgeschlossen. Eine Ausweitung der Flotte wird angestrebt. Davon profitieren auch die Zusteller von Quickmail, die das E-Bike auch in ihrer Freizeit benutzen dürfen. 

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