Partnerportrait VAUDE – Nachhaltigkeit als Firmenphilosophie und Lebenstraum

1. September 2015

VAUDE (gesprochen „fau de“) aus Tettnang gehört zu den europaweit führenden Anbietern für Outdoor- und Bikebekleidung, Equipment und Schuhe. Eine Führungsrolle beansprucht VAUDE auch im Bereich der Nachhaltigkeit, wo sich das Unternehmen stark engagiert.

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Für VAUDE Geschäftsführerin Antje von Dewitz ist Nachhaltigkeit als Lebenstraum fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Bildquelle: VAUDE

Ein Teil der Nachhaltigkeitstrategie von VAUDE ist die Zusammenarbeit mit myclimate. Ausgehend von umfangreichen Berechnungen ist der Standort in Tettnang, in dem auch ein Teil des Sortiments produziert wird, klimaneutral mit myclimate.

Geschäftsführerin Antje von Dewitz, Tochter des Unternehmensgründers Albrecht von Dewitz, hat sich Zeit genommen, um Fragen von myclimate zu beantworten.

Frau von Dewitz, Beschreiben Sie bitte VAUDE in einem Satz!

Wir sind eine nachhaltig innovative Bergsport- und Bikesportmarke, für alle die, die gerne aktiv draussen sind, bewusst die Natur geniessen und diese für die nachfolgendenden Generationen erhalten wollen.

Was macht Ihr Nachhaltigkeitsengagement aus und wie weit geht es?

Ich könnte viele einzelne Massnahmen aufführen. Diese lassen sich aber in zwei grosse Bereiche einteilen. Nachhaltigkeit ist elementarer Bestandteil unseres täglichen Arbeitens und Wirtschaftens. Jeder Mitarbeiter verfolgt in seinem Handlungsbereich das Ziel, möglichst nachhaltig zu wirtschaften. Ob Recyclingpapier, nachhaltige Messestände, es wird immer nach der nachhaltigsten Lösung gesucht. Das spiegelt auch unsere Produkte- und Produktionsphilosophie wider. Produkte aus umweltfreundlichen Materialien, in Ressourcen schonender Verarbeitung bis hin zur „Fairwertung“ und dem Umgang mit Produkten am Ende ihres Lebenszyklus. Wirtschaften in Balance von Mensch und Natur bedeutet schlussendlich auch einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern, eine offene Unternehmenskultur und die Förderung von Arbeit und Familie.

Ein Teil der Produktion in Deutschland, ein starker Fokus auf die Nachhaltigkeit, bedeutet das in einem so umkämpften Markt wie dem Outdoormarkt nicht einen Wettwerbsnachteil?

Auf den ersten Blick bzw. rein betriebswirtschaftlich gesehen könnte man das meinen. Da wir uns z.B. bei den Fahrradtaschen ganz bewusst gegen die Verwendung von PVC entschieden haben, sind unsere Produkt-/Materialkosten hier im Vergleich deutlich höher. Das können und wollen wir auch nicht an unsere Kunden weitergeben. Aber das ist nur die eine Seite. Gleichsam ist dieser Fokus ein absoluter Innovationstreiber, der uns hilft, unsere Produkte und Prozesse stetig besser zu machen und unser Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten. Dadurch, dass wir transparent sind und unser Engagement auch grundsätzlich extern zertifizieren lassen, stärken wir unsere Marke und unterscheiden uns von vielen Mitbewerbern. Werte wie Vertrauen und Sympathie bei Kunden sind schwer mess- aber absolut unbezahlbar.

Ist dieser Weg einzig eine Entscheidung des Managements oder binden Sie Ihre Mitarbeiter auch ein?

Nachhaltigkeit ist in unseren Unternehmenszielen verankert und wird daher auch als Vorgabe in die einzelnen Geschäftsbereiche runtergebrochen. Wir stehen für ein werteorientiertes Arbeiten und eine dementsprechende Unternehmenskultur. Das ist authentisch und ein hoher Anreiz für unsere Mitarbeitenden. Nicht zuletzt durch viel Information, Fortbildungen und konstante Integration haben unsere Mitarbeiter das Thema Nachhaltigkeit vollkommen angenommen. Daraus hat sich eine starke Eigendynamik entwickelt, die innovatives und zufriedenes Arbeiten eindeutig fördert.

Warum ein Klimaschutzengagement mit myclimate?

Wir haben uns über viele Anbieter informiert, der Ansatz von myclimate hat uns am besten gefallen. Die Methode ist glaubwürdig und der Schwerpunkt auch auf die soziokulturellen Bedingungen bei den Projekten ist überzeugend. Durch die myclimate Projekte können wir dort, wo wir auch produzieren, gleichzeitig wieder einen Mehrwert schaffen. Das zusammen hat den Ausschlag gegeben.

VAUDE ist ein inhabergeführtes Unternehmen, was bedeuten Ihnen Nachhaltigkeit und Klimaschutz persönlich?

Für mich ist das Herzensangelegenheit und Lebenstraum. Schon seit meiner Kindheit hatte ich den Antrieb, etwas zum Positiven verändern zu wollen. Während meines Studiums habe ich mich dann dementsprechend auch in Richtung der NGO-Welt orientiert. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass ich in unserem eigenen Unternehmen am meisten in dieser Richtung verändern und bewegen kann. Das treibt mich seitdem täglich an.

VAUDE hat aktuell seinen neuen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Mit einem Film dokumentiert Vaude dabei auch das myclimate Klimaschutzprojekt „Kochen mit Maiskolben statt Kohle“, mit dem VAUDE die Emissionen seines Standortes in Tettnang kompensiert. 

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