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Extremereignisse

Im Laufe des Klimawandels wird nicht nur eine Änderung des durchschnittlichen Klimas, sondern auch eine Zunahme verschiedener extremer Wetter- und Naturereignisse erwartet. Solche Extremereignisse haben oft verheerende Folgen auf Mensch und Umwelt und verursachen grosse finanzielle Schäden.

Hochwasser im Mattequartier Bern im August 2005 (www.matte.ch).

Einzelne Extremereignisse können nicht eindeutig dem Klimawandel zugeschrieben werden. Die Klimaveränderung hat aber Änderungen der Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse zur Folge. In den letzten Jahren wurde eine eindrückliche Häufung von Naturkatastrophen beobachtet. Folgende Änderungen von Extremereignissen werden in Europa als Folge des Klimawandels erwartet:

  • Hitzewellen: In Süd- und Mitteleuropa werden häufigere, deutlich wärmere und länger anhaltende Hitzewellen erwartet. Klimaszenarien zeigen, dass Hitzewellen vom Ausmass des Sommers 2003 bis Ende des 21. Jahrhundert in jedem zweiten Sommer auftreten könnten.
  • Dürreperioden: Im Zusammenhang mit Hitzewellen werden auch häufigere sommerliche Trockenperioden erwartet.
  • Starkniederschläge: Im 20. Jahrhundert wurde vielerorts in der Schweiz eine deutliche Zunahme von intensiven Winterniederschlägen beobachtet. Klimaszenarien für Mitteleuropa prognostizieren eine Häufigkeitszunahme von extremen Winterniederschlagschlägen um einen Faktor 2-5.
  • Hochwasser: Weil winterliche Starkniederschläge immer häufiger in Form von Regen statt Schnee fallen, wird mit einer Zunahme von Hochwasserereignissen im Alpenraum gerechnet.
  • Winterstürme: Die Mehrheit der Klimamodelle prognostiziert häufigere intensive Winterstürme über Europa. Diese führen oft flächendeckend zu besonders grossen Schäden. Diese Abschätzungen sind jedoch vergleichsweise unsicher.
Temperaturanomalie während der Hitzewelle 2003 (Reto Stöckli, NASA).