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Klimawandel in der Schweiz
Das Klima ändert sich auch in der Schweiz: Der beobachtete Temperaturanstieg im 20. Jahrhundert ist mit 1,4°C ungefähr doppelt so stark wie im globalen Mittel. Aktuell rechnen Fachleute bis zum Jahr 2050 mit einer Temeperaturzunahme von 1 bis 3,5°C gegenüber 1990. Durch ihre geographische Lage ist die Schweiz und insbesondere der Alpenraum besonders verletzlich für Klimaänderungen.
Folgende Aspekte des erwarteten Klimawandels sind für die Schweiz von besonderer Bedeutung:
- Hochwasser und Starkniederschläge: Es muss mit einer weiteren Zunahme von Starkniederschlägen und somit auch mit mehr Hochwassern und Murgängen vor allem im Winter gerechnet werden. Aufgrund der Erwärmung fallen auch im Winter mehr Niederschläge in Form von Regen statt Schnee, was zu sofortigem Abfluss und grösserem Hochwasserrisiko führt.
- Hitzewellen: Als Folge des Klimawandels werden auch in der Schweiz häufigere, intensivere und länger anhaltende Hitzewellen sowie häufigere sommerliche Trockenperioden erwartet.
- Hangrutschungen und Murgänge: Die Zunahme der Niederschlagsintensität birgt die Gefahr von häufigeren Hangrutschungen und Murgängen im Alpenraum.
- Schneefallgrenze: Die mittlere Schneefallgrenze ist seit 1960 deutlich angestiegen. Die vorhergesagte zukünftige Erwärmung hätte einen weiteren Anstieg der Schneefallgrenze um gut 300 Meter zur Folge. Dies hätte schwer wiegende wirtschaftliche Konsequenzen für tief liegende Wintersportdestinationen in der Schweiz.
- Gletscherschmelze: Die Gletscher im Alpenraum sind in den letzten 150 Jahren stark geschmolzen. Allein im Hitzesommer 2003 haben einige Gletscher 5 bis 10% ihres Eisvolumens verloren. Es wird erwartet, dass sich dieser Gletscherrückgang im 21. Jahrhundert fortsetzt. Gemäss einem durchschnittlichen Szenario könnten ungefähr drei Viertel der heutigen Gletscherfläche bis 2050 verschwinden.
- Felsstürze und Permafrost: Der Temperaturanstieg in den Alpen führt zum Abschmelzen des dauernd gefrorenen Untergrunds (Permafrost). Das Risiko von Felsstürzen und Steinschlägen nimmt damit zu. Eine Häufung wurde schon im Hitzesommer 2003 beobachtet. Auf Permafrost gebaute Infrastrukturen wie Seilbahnstationen, Berghütten etc. werden durch abschmelzenden Permafrost destabilisiert.
Quellen:
OECD (2007): Climate Change in the European Alps: Adapting Winter Tourism and Natural Hazards Management.
OCCC (2002): Das Klima ändert – auch in der Schweiz.
IPCC (2007): Fourth Assessment Report.

