Treibhausgase und Quellen
Kohlendioxid (CO2) ist die Nummer eins unter den Treibhausgasen
und für mehr als die Hälfte des vom Menschen verursachten Klimaeffekts verantwortlich. Doch zur Erderwärmung tragen auch noch andere Treibhausgase bei.
Gemäss IPCC-Bericht tragen folgende Treibhausgase, welche vom Menschen verursacht werden, massgeblich zum Klimaeffekt bei:
- Kohlendioxid (CO2): verursacht durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen und Landnutzungsänderungen inklusive Abholzung von Wäldern
- Methan (CH4): verursacht durch Nutztierhaltung, Reisanbau und zu geringerem Anteil industrielle Quellen, wie z.B. Abbau und Transport fossiler Energieträger
- Lachgas (N2O): verursacht vorwiegend durch Landwirtschaft
- Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW, engl. CFC): ein Kühlmittel, dessen Herstellung und Verwendung heute international verboten ist
- teilhalogenierte und perfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFC bzw. PFC): verursacht durch technische Anwendungen wie z.B. Klimaanlagen
- Schwefelhexafluorid (SF6): verursacht durch technische Anwendungen, z.B. als Isoliergas
Der Beitrag dieser Gase zur Erderwärmung ist aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften verschieden. Beispielsweise ist der Beitrag einer bestimmten Menge Methan zum Treibhauseffekt 25 Mal grösser als der Beitrag der gleichen Menge CO2. Im Fall von Schwefelhexafluorid ist die Wirkung sogar 25'000 Mal grösser.
Die Illustration zeigt, welche vom Menschen verursachte Gase zum Treibhauseffekt beitragen. Kohlen dioxid (CO2) fällt mengenmässig am meisten ins Gewicht. Andere Treib hausgase sind aber bedeutend klimawirksamer. Methan wirkt beispiels weise 21 Mal stärker als CO2.
Quellen der anthropogenen Treibhausgase
Die Beiträge verschiedener Sektoren zu den gesamten Treibhausgasemissionen sind in nebenstehender Grafik aufgeführt. Der grösste Anteil stammt aus der Energieversorgung (25,9%). Weitere wichtige Quellen sind die Industrie (19,4%), die Forstwirtschaft (17,4%), inklusive Abholzung und Landnutzungsänderungen), die Landwirtschaft (13,5%) und der Verkehr (13,1%).
Emission und atmosphärische Konzentration
Bei der Abschätzung zukünftiger Auswirkungen von Treibhausgasen muss zwischen Emission und atmosphärischer Konzentration unterschieden werden. Eine konstante Emission ist gleichbedeutend mit einem Anstieg der Treibhausgaskonzentration. Die Stabilisierung einer gewissen atmosphärischen Konzentration und somit des Treibhauseffekts erfordert einen Rückgang (Reduktion) der Emissionen. Der Zusammenhang zwischen Emissionsverlauf und Konzentration von Treibhausgasen ist mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Die Unsicherheiten hängen mit den komplexen Kreisläufen der Treibhausgase zwischen Atmosphäre, Ozean, Biosphäre und Boden zusammen.




