Stern-Report 2006
Neben dem IPCC-Bericht 2007 liess auch der Report des ehemaligen Chefökonomen der Weltbank Nicholas Stern, der im Auftrag der britischen Regierung 2006 publiziert wurde, aufhorchen: Danach fallen die volkswirtschaftlichen Kosten des Nichthandelns (5-20 Prozent des weltweiten BIP) um ein mehrfaches höher aus, als Investitionen in die Stabilisierung der CO2-Konzentrationen kosten würden (1-2 Prozent des BIP).
Es geht deshalb beim Klimaschutz laut Stern nicht um eine Wahl zwischen der Vermeidung des Klimawandels und der Förderung von Wachstum und Entwicklung. Die Bekämpfung des Klimawandels ist vielmehr langfristig gesehen eine Strategie für die Beibehaltung von Wachstum, auch weil damit neue Märkte, zum Beispiel für Technologien zur CO2-neutralen Energieerzeugung und für CO2-effizientere Waren und Dienstleistungen geschaffen werden.
Die wichtigsten vorgeschlagenen Massnahmen sind:
- Adäquater Preis auf den Kohlenstoffemissionen (via Steuern, staatlichen Regulierungsmassnahmen und den Aufbau eines globalen Emissionshandelssystems (Aufbau und Ausweitung bestehender Systeme)
- Förderung von Innovationen im Bereich der kohlenstoffarmen Technologien und der Energieeffizienz
- Beseitigung von Hemmnissen für einen effizienteren Energieeinsatz. Bessere Information der Öffentlichkeit, um Einstellungen und Verhalten zu verändern.
Weitere Informationen
Stern Report (englisch)
Stern Report (ausführliche deutsche Zusammenfassung)
Stern Report (Zusammenfassung verschiedene Sprachen)



