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Der Weg zur CER-Zertifizierung
Während der Entwicklung der Projektidee bis zur Generierung des Certified Emission Reduction (CER) sind verschiedene Akteure beteiligt. Mehrere Schritte zur Qualitätssicherung garantieren die Transparenz und Nachweisbarkeit der Treibhausgasreduktionen.

Ablauf eines CER Projektes. Abkürzungen: DNA = Designated National Authority, DOE = Designated Operational Entity, CDM EB = CDM Executive Board, CER = Certified Emission Reduction, CDM = Clean Development Mechanism (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung).
Schritt 1: Die Projektidee
Die Idee eines Klimaschutzprojektes wird im Dokument "Project Idea Note" (PIN) festgehalten. Der PIN enthält die wichtigsten Informationen zum Projekt und eine grobe Abschätzung der Emissionsreduktionen. myclimate überprüft die Kompatibilität des Projektes anhand der CDM-Richtlinien und entscheidet über die Durchführbarkeit als CER- oder VER-Projekt.
Schritt 2: Das Project Design Document (PDD) und das Einverständnis des Gastlandes
Das PDD umfasst umfangreiche Informationen zum Projekt. Es enthält das Volumen an Emissionsreduktionen, das über einen bestimmten Zeitraum (7 oder 10 Jahre) erwartet wird, die verwendeten CDM-Methoden und den Monitoringplan, welcher eine Quantifizierung der Emissionsreduktionen während der Projektlaufzeit ermöglicht. Die Emissionsreduktionen werden gegenüber einem Referenzszenario bestimmt und berechnet. Dieses hypothetische Referenzszenario (englisch "Baseline") beschreibt, wie sich der Emissionsausstoss entwickelt hätte, wenn das Projekt nicht durchgeführt worden wäre und entspricht meist der konventionellen oder ökonomisch rentabelsten Technologie im entsprechenden Land. Die zuständige Behörde des Gastlandes (Designated National Authority, DNA) genehmigt das PDD und damit das vorgeschlagene CDM-Projekt. myclimate erstellt das PDD oder leistet Hilfestellung, da die Projektpartner oft nicht mit dem CDM-Regelwerk vertraut sind.
Schritt 3: Die Validierung
Das PDD muss durch eine unabhängige Institution (Designated Operational Entity, DOE) überprüft, sprich validiert werden. Dabei werden die enthaltenen Methoden der Referenzbestimmung, die Berechnung der Emissionsreduktionen, die Additionalität und der Monitoringplan beurteilt. Während des Validierungsprozesses wird das PDD während 30 Tagen auf der UNFCCC-Webseite zur Kommentierung veröffentlicht.
Schritt 4: Registrierung – die Rolle des CDM-Executive-Boards
Nach erfolgreicher Validierung stellt der Projektentwickler einen Antrag zur Registrierung des Projektes. Das CDM Executive-Board entscheidet als das ausführende Organ der Vereinten Nationen in Sachen Clean Development Mechanism über die Registrierung.
Schritt 5: Das Monitoring
Nach Inbetriebnahme des Projektes folgt die Monitoringphase. Gemäss dem Monitoringplan aus dem PDD werden nun die nötigen Parameter gemessen, so dass die Emissionsreduktionen berechnet und quantifiziert werden können. Das Vorgehen und die Resultate werden in einem Monitoringbericht dokumentiert.
Schritt 6: Die Verifizierung
Wie bei der Validierung des PDD müssen auch die Monitoringberichte durch eine unabhängige Organisation überprüft werden. Dieser Prozess heisst "Verifizierung" und wird in der Regel jährlich durch die gleiche Institution gemacht, die bereits die Validierung durchgeführt hat. Die Verifizierung beurteilt die Vollständigkeit und Richtigkeit des Monitoringberichtes.
Schritt 7: Ausstellung der CER
Wird der Monitoringbericht erfolgreich und ohne Beanstandung verifiziert, genehmigt das CDM-Executive-Board die generierten CER. Damit werden diese CER in verschiedenen Emissionshandelssystemen zu handelbaren Zertifikaten. Die Ausstellung erfolgt in digitaler Form auf Konten der Verkäufer und Käufer. Wenn myclimate CER für die freiwillige Kompensation verwendet, werden diese CER im jeweiligen Register stillgelegt und damit dem Markt entzogen.

