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15. März 2010
Der zweitgrösste Schweizer Elektromaterial-Grosshändler, die Otto Fischer AG, setzt Zeichen im Kampf gegen den... mehr

Klimawelt im Zürcher Hauptbahnhof

3. März 2010
Vom 9. bis 11. April findet im Hauptbahnhof Zürich die Klimawelt statt. Drei Tage lang steht die grosse Halle ganz im... mehr

Zürich Tourismus: Erste klimaneutrale Tourismusorganisation der Schweiz

24. Februar 2010
Als erste Tourismusorganisation schweizweit kompensiert Zürich Tourismus ab 2010 die Emissionen, die durch seine... mehr
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Biomasse-Briketts und effiziente Kocher in Uttarakhand, Indien


Frauen aus dem Dorf sammeln Tannennadeln für das Biomasse-Projekt. Für die Frauen ist das eine willkommene Einnahmequelle.

Erfahren Sie mehr über Gold Standard

Projekttyp
Biomasse/BiogasBiomasse/Biogas EnergieeffizienzEnergieeffizienz
ProjektnameBiomass Urja Kotdwar
ProjektstandortIndien, Region Uttarakhand
ProjektstandardGold Standard VER (in Registrierung)
Emissionsreduktionen130'000 t CO2-äq. (über 7 Jahre)
Situation ohne ProjektVerwendung von fossilen Brennstoffen (Flüssiggas und Kohle)
ProjektstatusUmsetzung
ProjektvalidierungAusstehend
ProjektstartJanuar 2009

Bisher wurde in der indischen Provinz Uttarakhand klimaschädliche Kohle als Brennstoff in der Ziegel- und Eisenproduktion eingesetzt. Das Klimaschutzprojekt von myclimate fördert die Verwendung von Briketts aus erneuerbarer Biomasse aus Wald- und Landwirtschaftsabfällen. Zusätzlich werden Restaurants, Tempel, Schulen und Krankenhäuser mit effizienten, rauchfreien Kochern versorgt.

In Indien fallen jährlich viele Millionen Tonnen Biomasseabfälle aus der Wald- und Landwirtschaft sowie aus der industriellen Produktion an. Auf Grund der geringen Dichte und dem zu hohem Wasseranteil können diese Abfallstoffe nicht direkt weiterverarbeitet werden.

Die lokale Organisation Rural Renewable Urja Solutions Pvt. Ltd. (RRUSPL) macht nun diesen brachliegenden Rohstoff als Brennstoff nutzbar. Es werden Biomassebriketts hergestellt, die anschliessend an die Produktionsfirmen von Tonziegeln und Stabeisen im den Bundesstaaten Uttarakhand und Uttar Pradesh im Norden Indiens geliefert werden. Der klimafreundliche Energielieferant ersetzt somit die treibhausgasintensive Kohle als Brennstoff in der Ziegel- und Eisenproduktion. Die Brikettiermaschine wird bereits in weiten Teilen Indiens erfolgreich eingesetzt und verringert die Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung von fossilen Brennstoffen.

Das Projekt beinhaltet aber nicht nur die Herstellung des erneuerbaren, sauberen Brennstoffes, sondern auch die Verbreitung eines effizienten und rauchfreien Kochers (Chulha) für Restaurants, Tempelanlagen, Tagesschulen und Krankenhäuser. Diese ländlichen Institutionen in Indien waren bisher sehr stark auf Flüssiggas zum Kochen angewiesen. Die effizienten Gaskocher wurden vom indischen Energy and Resource Institute (TERI) entwickelt und sparen im Vergleich zu konventionellen Kochern etwa 50 Prozent des Brennstoffes.