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myclimate neu im japanischen Markt präsent
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Luftverkehr
Er ermöglicht grenzenlose Freiheit und transportiert Personen und Gütern über grosse Distanz in sehr kurzer Zeit. Der Luftverkehr stellt einen wichtigen Wirtschaftsmotor dar. Der sehr grosse Energieverbrauch des Luftverkehrs ist jedoch mit einer enormen Belastung für das Klima verbunden.
Der Klimaschutz im Luftverkehr gilt mittlerweile als ein gesellschaftlich wichtiges Thema.
- Ein Überseeflug wiegt beträchtlich im persönlichen CO2-Fussabdruck. Er kann rund einen Drittel der jährlichen CO2-Emissionen eines Durchschnittsschweizers ausmachen (zwischen 7 und 10 Tonnen). Ein Retour-Flug von Zürich nach New York verursacht beispielsweise fast 3 Tonnen CO2.
- Der Flugverkehr zeigt ein starkes Wachstum. Mit einer Wachstumsrate von 6 Prozent jährlich wächst der Flugverkehr schneller als jeder andere Transportsektor. Voraussagen zeigen, dass die Wachstumsrate auch in den nächsten 10 bis 15 Jahren relativ konstant bleiben wird.
Wie für sämtliche anderen Quellen und Verursacher von Treibhausgasen braucht es auch im Luftverkehr in den nächsten Jahren beträchtliche Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen.
Klimabelastung durch den Luftverkehr
Die Menge der emittierten Treibhausgase bei einem Flug hängt von verschiedenen Faktoren ab, nämlich von der Menge des verbrannten Treibstoffs und dem Motorentyp.
Die Menge des verbrannten Treibstoffs wiederum hängt von der geflogenen Distanz, der Flughöhe, dem Wetter, der Aerodynamik und der Zuladung des Flugzeugs ab. Eine genaue Berechnung für jeden einzelnen Flug ist daher sehr kompliziert. Um die Emissionen für einen Flug zu berechnen, verwendet man in der Praxis Durchschnittswerte.
Normalerweise berechnet man den Ausstoss von Treibhausgasen pro Passagier und 100 Kilometer ("100 Passagierkilometer"). Der Ausstoss von CO2 pro 100 Passagierkilometer beträgt zwischen etwa 11,6 kg (Langstreckenflüge) und 26,2 kg (Kurzstreckenflüge) (Quelle: ecoinvent). Neben dem CO2 verursacht der Flugverkehr noch zahlreiche weitere klimawirksame Emissionen. So sind die gesamten Auswirkungen des Flugverkehrs auf den Strahlungsantrieb etwa um den Faktor 2 bis 4 grösser als die alleinige Wirkung des CO2. Um die verschiedenen klimawirksamen Emissionen des Flugverkehrs in den Berechnungen zu berücksichtigen, multipliziert myclimate bei seinem Flugrechner die reinen CO2-Emissionen mit dem Multipliktor 2.
Kurz- vs. Langstreckenflüge
Je kürzer die Flugdistanz, desto höher ist der spezifische Kerosinverbrauch. Die Begründung liegt im relativ hohen Verbrauch in der Startphase, die bei Kurzstrecken stärker ins Gewicht fällt. So werden bei einer modernen A320-Flotte (Kurz- und Mittelstreckenflüge) etwa 5.3 Liter Kerosin pro Passagier und 100 km verbraucht, während es auf einer A330/340 Flotte (Langstrecke), etwa 3.2 Liter sind. Während des Reisefluges ist der Kerosinverbrauch tiefer. Ein weiterer verbrauchsbestimmende Faktor ist die Flugzeuggrösse: Für Kurz- und Mittelstreckenflüge werden kleinere Maschinen eingesetzt, welche weniger Leute transportieren können. Auf einen Passagier umgerechnet verbrauchen diese also mehr Kerosin als Grossflugzeuge.
Trotzdem: Der absolute Verbrauch und damit auch die Belastung des Klimas durch Langstreckenflüge sind natürlich höher.
Lösungen und Strategien
Der Flugverkehr hat einerseits den grossen Vorteil des Transports von Personen und Gütern über grosse Distanz in sehr kurzer Zeit, womit er einen wichtigen Wirtschaftsmotor darstellt. Andererseits den Nachteil eines sehr grossen Energieverbrauchs und der damit verbundenen Klimabelastung. Lösungen und Strategien zur Vermeidung oder Verminderung dieser Nachteile müssen gefunden werden.
Die Luftfahrtsbranche begegnet diesen Herausforderung mit unterschiedlichen Massnahmen:
- ökonomische Instrumente (Stichworte: Emissionshandel und freiwillige CO2-Kompensation),
- technologischer Fortschritt (Stichworte: emissionsärmere Triebwerke und leichtere Flugzeuge),
- operationelle Massnahmen (Stichworte: direktere Flugrouten, treibstoffsparende An- und Abflugverfahren),
- effizientere Infrastruktur (Stichworte: bessere Nutzung des Luftraums und der Flughäfen).
Weitere Lösungsansätze umfassen beispielsweise den Ersatz von Geschäftsflügen durch z.B. Videokonferenzen, Nachfragesteuerung durch Steuern oder freiwillige Übereinkommen.

