Kleinbauern forsten Wälder auf

Zielgruppe: Landnutzung und Wald

Diese Initiative ermutigt Kleinbauern, Wald aufzuforsten und bestehende Wälder besser zu bewirtschaften. Dadurch ist das Fundament für eine langfristig nachhaltige Landnutzung gelegt, welche die Absorption von Kohlenstoff durch die Bäume und die Speicherung in deren Biomasse garantiert. Gleichzeitig wird die biologische Diversität unterstützt und das Gemeinwohl verbessert.

Die Einwohner Westugandas sind hauptsächlich eingewanderte Kleinbauern, die von den Uferwäldern abhängig sind, um ihren Existenzbedarf an Wasser, Baustoffen, Medikamenten und Brennholz zu decken. Diese Gemeinschaftswälder beherbergen wertvolle Baumarten für Bauholz, Zaunpfähle und andere Nichtholz-Waldprodukte wie Papyrus und Rattan-Gehstöcke sowie Heilkräuter und -sträucher, die der Gemeinschaft wichtige wirtschaftliche Erträge einbringen können. Ausserdem erhalten diese Wälder die einzigen Wasserquellen und ermöglichen die Verbindung zwischen den verschiedenen geschützten Gebieten, welche Wildtieren – wie den Schimpansen – einen biologischen Migrationskorridor ermöglichen. 

Zurzeit sind diese Gemeinschaftswälder sehr schlecht geschützt – hauptsächlich aufgrund der Ausweitung von kleinbäuerlichen Existenzwirtschaften. Das Projekt führt konkrete Massnahmen zum Waldschutz durch wie Feuerprävention und Kontrolle illegaler Abholzung und reguliert den Zugang zu den Ressourcen mittels Dorfwaldmanagementplänen. Zusätzlich werden degradierte  Waldflächen wiederhergestellt durch die Neubepflanzungen von Bäumen, die später spezifisch als Feuerholz verwendet werden. Durch dieses Vorgehen ist gewährleistet, dass sich die noch intakten Waldflächen weiterentwickeln können.

Ich bin Millionär ... wenigstens in ugandischen Schillings!

Farmer Ojitti Binayo

Zudem fördert das Projekt den Ausbau von Land- und Forstwirtschaftssystemen für die lokalen Kleinbauern, die gemischte heimische sowie eingebürgerte Pflanzen beinhalten. Die Kleinbauern unterstützen solche Forstwirtschaftssysteme auch dahingehend, als diese einen zunehmenden wirtschaftlichen Wert für sie darstellen. Da die nachhaltig angelegten Waldstücke gutes und wirtschaftlich wertvolles Feuerholz liefern, wird somit die Abholzung der anliegenden Wälder als Einkommensquelle stark gebremst.

Durch das Projekt wird sich die lokale Bevölkerung dank der verbesserten Landbewirtschaftung und der diversifizierten Einkommensquellen einfacher an die Folgen des Klimawandels anpassen können, so zum Beispiel an höhere Niederschläge oder andere unvorhersehbare Wetterkonstellationen.

Im Rahmen des Projekts wird auch ein Mikrokreditsystem gegründet zur Förderung von einkommensverbessernden Aktivitäten basierend auf der nachhaltigen Nutzung der Wälder sowie für den Kapazitätsaufbau für Ökotourismus, Imkerei und Kunsthandwerk. Das Projekt stärkt somit die lokalen Organisationsstrukturen, die es der Bevölkerung erlauben, die Waldbewirtschaftung zu verbessern. 

Aktuell sind keine Offsets mehr erhältlich, bei Interesse melden Sie sich bitte bei myclimate.

Bisher Erreichtes:

  • Das Projekt schafft Einkommensmöglichkeiten für 6.150 Kleinbauern und deren Familien
  • Auf 6056 Hektar wurde seit Projektstart Wald wieder aufgeforstet, das entspricht etwa 8480 Fussballfeldern

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