Was ist das Kyoto-Protokoll und das Pariser Abkommen?

Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro wurde die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) mit dem Ziel, die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem tragbaren Niveau zu stabilisieren und damit schwerwiegenden Folgen entgegenzuwirken, verabschiedet. Nach der Ratifizierung durch den 50. Staat trat sie im Jahr 1994 in Kraft.

Die Vertragsstaaten treffen sich in regelmässigen Abständen auf den sogenannten COPs (Conference of the Parties) um das weitere Vorgehen im Klimaschutz zu vereinbaren. Im Jahr 1997 fand dieses Treffen im japanischen Kyoto statt, bei welchem das «Kyoto-Protokoll» als erstes Dokument mit rechtsverbindlichen Begrenzungs- und Reduzierungspflichten für die ratifizierten Industrieländer verabschiedet wurde. Der Geltungszeitraum wurde dabei für die Zeitspanne 2008 bis 2012 (1. Verpflichtungsperiode) und 2013 bis 2020 (2. Verpflichtungsperiode) vorgesehen. 

Um den internationalen Klimaschutzprozess nach 2020 aufrechterhalten zu können, bestand die Notwendigkeit eines neuen Klimaabkommens. Dieses wurde 2015 auf der COP in Paris als das «Pariser Abkommen» verabschiedet, das zum ersten Mal ein konkretes Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 1750 beinhaltet. Hierfür legen die ratifizierten Staaten ihre Reduktionsziele selbst fest, wobei alle fünf Jahre eine Überarbeitung und Verstärkung der Klimaschutzanstrengungen stattfinden soll. Im Oktober 2016 wurde die übliche Anzahl von mindestens 55 ratifizierten Staaten, die für mindestens 55 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, erreicht, wodurch die Übereinkunft Inkrafttreten konnte. 

Quellen: IASS Potsdam, Umweltbundesamt Deutschland, BMU Deutschland
 

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