Was sind die Ursachen des Klimawandels?

Die globale Klimaerwärmung der letzten 50 Jahre ist mit über 95% Wahrscheinlichkeit auf den Mensch zurückzuführen. Die Beurteilung der Risiken des von Menschen verursachten Klimawandels sowie das Sammeln von entsprechenden Vermeidungs- und Anpassungsstrategien fällt dem Weltklimarat (IPCC) zu, einer zwischenstaatlichen Institution, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen wurde.

Der aktuellste IPCC-Bericht von 2018 basiert auf breiten wissenschaftlichen Analysen. Das exponentielle Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, aber auch der moderne Lebensstil unserer globalisierten Konsumgesellschaft der letzten Jahrzehnte haben die Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen kontinuierlich erhöht. Die Konzentration dieser Treibhausgase in der Erdatmosphäre ist aktuell so hoch wie in den letzten 800‘000 Jahren nie und steigt weiterhin schneller als jemals zuvor (weiter als 800‘000 Jahre reichen aktuelle Messmethoden nicht zurück).

Der Klimawandel ist menschgemacht
Die überdurchschnittlich schnellen  Klimaveränderungen seit dem 19. Jahrhundert sind in erster Linie durch das Anbrechen des Industriezeitalters zu begründen. Während Holz als Brennstoff limitiert war, konnte die Industrie mit fossilen Brennstoffen rapide intensiviert werden. Durch die Verbrennung von Steinkohle, Braunkohle, Erdöl und Erdgas werden jedoch direkt die grossen Mengen an Kohlenstoff, die über Jahrmillionen in den fossilen Energieträgern gebunden wurden als Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt und in die Atmosphäre abgegeben, wodurch der natürliche Treibhauseffekt der Atmosphäre verstärkt wird.

Wie ist das mit weiteren Treibhausgasen wie Methan oder Lachgas?
Neben CO2 zählen Methan und Lachgas zu den wichtigsten Treibhausgasen, deren jährliche Emissionsmenge durch menschliche Aktivitäten stark erhöht ist. Methanemissionen sind in der Landwirtschaft im Bereich der Viehhaltung dominant. Hinsichtlich der natürlichen Emissionsquellen wird Methan in Feuchtgebieten emittiert, da das Gas nur unter anaeroben Bedingungen, d.h. ohne Zufuhr von Sauerstoff, entstehen kann. Tauende Permafrostböden als direkte Folge der steigenden globalen Temperaturen stellen demnach hinsichtlich der Methanemissionen eine bedeutende Treibhausgasquelle dar. Die Hauptemissionsquelle von Lachgas ist ebenfalls in der Landwirtschaft zu finden und geht auf die Anwendung von Stickstoffdünger zurück. In der ökologischen Landwirtschaft ist der Einsatz solcher Düngemittel verboten. 

 

Quelle: IPCC 2014 Syntheseband

Mit den myclimate CO2-Rechnern können Sie die CO2-Emissionen berechnen und kompensieren.

 

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