Weniger Abholzung des Regenwaldes dank effizienten Kochern

Projekttyp: Effiziente Kocher

Projektstandort: Kakamega, Kenia

Projektstatus: In Betrieb, Zertifikate erhältlich

Jährliche CO₂-Reduktion: 375’846 t

Lokal produzierte effiziente Kocher reduzieren den Holzverbrauch und tragen dazu bei, die einzigartige Vegetation und Biodiversität des Kakamega-Regenwaldes zu bewahren. Die Kochstellen haben einen saubereren Verbrennungsprozess und stossen daher weniger Russ aus, was zu weniger Infektionen der Atemwege bei Frauen und Kindern führt. Die verminderte Abholzung und der verminderte Gebrauch von Brennholz reduzieren die Treibhausgasemissionen und die Frauen müssen weniger lange nach Feuerholz suchen.

58'837

Kocher installiert

10

Töpfergruppen etabliert

1670

ha Wald geschützt

Zehntausende effiziente Kocher wurden bisher dank dem Projekt in ländlichen Haushalten in Gemeinden in der Nähe des Kakamega Waldes in West-Kenia installiert. Dieser Regenwald ist Kenias letzter übrig gebliebener indigener Wald und beherbergt eine immense Vielfalt an einzigartigen und bedrohten Tieren und Pflanzen. Der nördliche Teil ist geschützt und gehört zum Kakamega Nationalpark. Trotz des geschützten Status ist der Regenwald aufgrund seiner attraktiven Ressourcen ernsthaft beschädigt. Die Region, die den Wald umgibt, ist eine der dichtest bevölkerten ländlichen Regionen der Welt – über 500 Einwohner leben auf einem Quadratkilometer – und 90 Prozent der Leute sind abhängig vom Feuerholz und der Existenzgrundlage des Regenwaldes. Der Kakamega Wald hat fast 50 Prozent an Fläche verloren seit 1933. 

Ich bin glücklich. Bevor ich den Kocher hatte, musste ich jeden Tag in den Regenwald, was ein 15-20 Kilometer langer Marsch ist mit all dem schweren Holz auf dem Kopf. 

Susan Muyanzi, 33 Jahre alt, Mutter von 2 Kindern, wohnt im Dorf Lusero in Kakamega, Kenia

In den Haushalten der Projektregion wurden bisher traditionelle offene Drei-Steine-Feuerstellen zum Kochen benutzt. Frauen und auch Mädchen verbrachten durchschnittlich 15 Stunden pro Woche mit Feuerholz sammeln im nahen Regenwald. Die Armutsrate in der Region um den Kakamega Wald ist über 60 Prozent und die Arbeitslosenquote über 25 Prozent. Daher wurde eine einfache, erschwingliche und lokal produzierte Kochertechnologie gesucht, um den Holzverbrauch zu reduzieren und damit die Biodiversität und die einmalige Vegetation des Regenwaldes zu schützen und den CO₂-Ausstoss zu verringern. Heute sind über 90 Prozent der Haushalte in 3-5 Kilometer Entfernung des Regenwaldes in Besitz eines effizienten Kochers – ein Riesenerfolg!

Dieser natürliche Keramikkocher ist 35-50 Prozent effizienter als die bisherige offene Feuerstelle. Lokale, unabhängige Frauengruppen stellen die Kocher her. Der myclimate Projektpartner vor Ort kauft den "Potter groups" die Kocher ab und verkauft und installiert diese zu einem reduzierten Preis in den Haushalten. 

Als alte Frau bin ich froh, dass meine Töchter und deren Töchter nicht mehr die rauchigen Drei-Steine-Kochstellen ertragen müssen, mit denen ich ein Leben lang gelebt habe. 

Mama Fridah, Kakamega, Kenya.

Überdies werden lokale Arbeitsstellen geschaffen, die Frauen und Mädchen sind weniger den schädlichen Russpartikeln der offenen Feuerstellen ausgesetzt und müssen weniger Holz sammeln. Die freigesetzte Zeit nutzen die Frauen für ein Zusatzeinkommen wie Bienenzucht oder Kamillenprodukte. Mit solch kleinen Geschäftsmodellen kommen die Leute im ländlichen Kenya auf eigene Füsse – immens wichtig für eine Zukunftsperspektive im eigenen Land.

Das Projekt „Stoves for Life“ wird von der amerikanisch-kenianischen Organisation Eco2librium entwickelt und umgesetzt. 2018 wurde Eco2librium abermals als Best for the World NGOs von Bcorp ausgezeichnet und als Changemaker

Schauen Sie sich unsere zwei Fotoalben auf myclimate-Facebook an (Fotoalbum 1 und Fotoalbum 2)!

 

Dieses Projekt trägt zu 10 SDGs bei:

Die Haushalte profitieren davon, dass sie weniger Zeit für das Sammeln von Brennholz aufwenden müssen. Ein Haushalt spart im Durchschnitt 131 Stunden pro Jahr.

94 % der Begünstigten geben an, dass sich die Luftqualität in Innenräumen verbessert hat.

Das Projekt führt jedes Jahr verschiedene Schulungsprogramme mit über 400 Personen durch.

415 Frauen erhalten ein Einkommen, das viermal so hoch ist wie vor dem Projekt.

335'000 Menschen profitieren von effizienter und sauberer Küche.

518 Personen erhalten ein Einkommen, das viermal so hoch ist wie das Einkommen vor dem Projekt.

Jeder Herd reduziert den Brennholzverbrauch um 2,3 Tonnen pro Jahr.

Jeder Herd vermeidet etwa 3,6 t CO2 pro Jahr.

Durch das Projekt wurden bisher über 584'406 Tonnen Brennholz eingespart, was 1670 ha Regenwald entspricht.

Es wurden 58'837 effiziente Kochherde installiert und 10 Herdproduktionsgruppen eingerichtet.

Situation ohne Projekt

Nutzung von nicht-erneuerbarem Biomasse-Brennstoff

Projektstandard

Awards

Projektnummer

7138

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