Rindfleisch aus Europa ersetzt Flugtransporte aus Übersee

Projekttyp: Energieeffizienz

Projektstandort: Rumänien

Jährliche CO₂-Reduktion: 2950 t (über 5 Jahre)

Produkte aus Übersee verursachen hohe CO2-Emissionen. Ziel dieses my-M-Klimaschutzprojekts ist daher die Verlagerung der Rindfleischproduktion von Australien und Südamerika nach Rumänien. Die Herden und die Produktion in Rumänien werden vergrössert, womit zukünftig auf Fleischtransporte per Flugzeug aus Übersee verzichtet werden kann. Die Verlagerung vom Flugzeug auf Lastwagen und die kürzere Distanz sparen CO2-Emissionen ein.

Seit einiger Zeit verkauft die Genossenschaft Migros Zürich (Migros) „Black Angus Beef“ aus den Karpaten in Rumänien. Vorher stammte das gesamte Sortiment an Premium-Fleisch aus Australien, Nordamerika und Südamerika und wurde per Flugzeug eingeflogen. Dies wollte die Migros ändern, obwohl der Fleisch-Import aus Rumänien für die Migros teurer ist als der Import aus Australien oder Südamerika. Denn der Ausbau der Infrastruktur für eine erhöhte Rindfleisch-Produktion in Rumänien bringt in den ersten Jahren hohe Kosten mit sich. Auch bei anderen Produkten ist der nachhaltige Weg manchmal der teurere.

Im Sinne der Nachhaltigkeits-Strategie lancierte die Migros dieses Projekt, das durch zwei Schweizer Jungunternehmer geführt wird. Durch die europäische Produktion wird der Import von Angus Beef aus Übersee gesenkt und so CO2-Emissionen reduziert. Angus-Rinder aus den Karpaten sind ganz im Sinne unseres Nachhaltigkeitsprogramms "Generation M".

Mattias Riedi, Leiter Marketing Fleisch, Genossenschaft Migros Zürich

Die Lösung, welche die Migros zusammen mit myclimate erarbeitet hat, ist der my-M-Klimafonds: Seit Anfang 2018 kompensiert Migros alle Treibhausgasemissionen, die durch den Flugtransport der Waren entstehen, welche nicht auf dem Landweg transportiert werden können. Aus diesem so gespiesenen my-M-Klimafonds kann die Kompensation in eigens entwickelten Klimaschutzprojekten erfolgen, welche myclimate in der Lieferkette der Migros umsetzt. Beispielsweise – wie hier – der umweltfreundlichere Transport des Rindfleisches.

Aus diesem Fonds deckt die Migros die Mehrkosten, welche für den Ausbau der Fleisch-Produktion in Rumänien anfallen. Nach Beendigung der finanziellen Unterstützung durch das Klimaschutzproejkt nach fünf Jahren soll die Produktion in Rumänien ohne Subventionierung wirtschaftlich sein. Langfristig will die Migros das Fleisch aus Übersee so weit wie möglich durch Fleisch aus Rumänien ersetzen. 

Schweizer Standard und Qualität gewährleistet

Die Rinder in Rumänien leben artgerecht auf naturbelassenen und grosszügigen Weideflächen. Die Zucht wird mit Schweizer Know-How und Tradition betrieben. Die Tierhaltung erfüllt die hohen Anforderungen an das Tierwohlversprechen 2020 der Migros. Eine Zertifizierung durch die Micarna nach „Migros Animal Welfare“ (MAW) ist für das zweite Halbjahr 2018 vorgesehen, wobei Micarna die ganze Wertschöpfungskette prüfen wird. Des Weiteren prüft die Migros alle Lieferanten, auch Karpaten Meat, auf die Richtlinien BSCI Arbeitsbedingungen.
Das Klimaschutzprogramm steht allen Genossenschaften der Migros offen, die ihr Premium-Fleisch in Zukunft auch aus Rumänien importieren wollen statt aus weiter entfernten Orten.

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Situation ohne Projekt

Rindfleischimport per Flugzeug aus Übersee

Projektstandard

VER Schweiz

Projektnummer

7930-005

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