myclimate sucht Technologiepartner – Wegweisendes Pilotprojekt für Schweizer Cleantech-Anbieter im Iran

20. Februar 2018

myclimate sucht innovative Anbieter in der Schweiz, die als Technologiepartner im Rahmen eines vom Schweizer Bund über die REPIC-Plattform finanzierten Pilotprojekts ihre nachhaltige Lösung einbringen wollen. Das Projekt dient der Weiterentwicklung einer Tourismusanlage am Kaspischen Meer im Iran zu einem «Green Eco Village». Interessierten Unternehmen bietet sich eine Chance, im Iran ein Referenzprojekt zu gestalten und vor Ort zukunftsträchtige Kontakte aufzubauen. Die Implementierung der jeweiligen Lösung und deren Impact werden in einem YES Impact Lab von einer Gruppe internationaler Nachwuchskräfte analysiert und bewertet.

YES; Iran; Technologiepartnerschaft; REPIC

"The Ahuan Tourist Complex", close to the Caspian Sea

Im Dezember 2016 hat myclimate gemeinsam mit der Amirkabir University of Technology und der Tejarat Bank das erste YES Impact Lab im Iran realisiert. Das neue Projekt bedeutet ein konkretes Fallbeispiel für die Teilnehmenden der kommenden YES Iran Labs. Diese rund 30 Studierenden und Young Professionals aus verschiedensten Disziplinen und Sektoren werden einen Beitrag zur Entwicklung, zur Bewertung und zum Aufbau des Pilotprojekts leisten und Replikationsmöglichkeiten erarbeiten.

Fallbeispiel "Ahuan Tourist Complex": Vom alternden Seebad zum «Green Eco Village»

Der Projektstandort für den Cleantech-Pilot befindet sich in der Nähe von Chaboksar am Kaspischen Meer. Dort steht eine Ferienanlage, deren technischer Standard der allgemeinen Entwicklung deutlich hinterherhängt. Das Pilotprojekt zielt primär nicht auf eine Sanierung der gesamten Anlage, sondern soll landesweit skalierbare Lösungen präsentieren, die zur Entwicklung von «Green Eco Villages» beitragen oder auf andere gewerblich genutzte Einrichtungen übertragen werden können.

Im Rahmen des Projektes wurden im Vorfeld neun Interventionsfelder identifiziert. Die Lösungen selber, deren Technologien (Produkte oder Services) sowie der Umfang des Pilotprojekts sind noch offen. Die einzelnen Interventionsfelder, für die Lösungen eingereicht werden können, sind: Hotellerie und Catering, Betrieb und Management, Abfall und Recycling, Erneuerbare Energien, Wasseraufbereitung, Heizen und Kühlen, Ressourceneffizienz, Sanierung sowie Steuerung und Automatisierung.

Derzeit läuft eine Hot-Spot-Analyse vor Ort, um die Rahmenbedingungen des Pilotprojekts zu definieren. Die Bewertung orientiert sich an der zu erwartenden Wirkung, den Kosten und der Möglichkeit, Lösungsansätze im grossen Stil weiter zu verbreiten. Im Frühjahr 2018 werden Verbesserungsmöglichkeiten, die Art der Technologien und der Umfang der Installationen festgelegt. Darauf aufbauend werden dann gemeinsam mit den jeweiligen Technologiepartnern die sinnvollsten Cleantech-Lösungen ausgewählt.

Interessierte Lösungsanbieter können noch bis zum 31. März mit dem zuständigen myclimate Projektleiter Florian Strasser in Kontakt treten.

YES Labs evaluieren die Wirkung der zukunftsweisenden Lösungen Im Herbst 2018 und Sommer 2019 werden die Teilnehmenden der YES Impact Labs unter Anleitung der Experten von myclimate und in Zusammenarbeit mit den Technologiepartnern und lokalen Stakeholdern schrittweise Implementierungs- und Replikationspläne entwickeln und die umgesetzten Massnahmen und deren Wirkung bewerten und quantifizieren.

Über YES

 

YES Labs gehen über die reine Wissensvermittlung hinaus. Sie sind interaktiv gestaltet und haben zum Ziel, Teilnehmer mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen zusammenzubringen. In intensiven zweiwöchigen Impact Labs entwickeln Studierende, Absolventen und Fachleute aus Praxis und Wissenschaft Antworten auf Nachhaltigkeitsherausforderungen. Die Fragestellungen werden von lokalen Partnern (Universitäten, Unternehmen, Organisationen) aufgeworfen. Teilnehmende aus allen Sektoren und Ländern treffen zusammen und erarbeiten in einem transdisziplinären, transkulturellen und praxisorientierten Rahmen bedarfsgerechte Lösungen. Gleichzeitig entsteht ein internationales Netzwerk, das über die einzelnen Kurse hinaus einen regen Austausch fördert und eine nachhaltige Entwicklung weltweit vorantreibt. 

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