Was ist der Klimawandel?

Über Jahrmillionen hat das globale Klima stets Schwankungen aufgewiesen. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich aber die Zusammensetzung der Atmosphäre durch die Emissionen von Treibhausgasen verändert. Diese von Menschen verursachte Veränderung verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu einem spürbaren Wandel des Klimas.

Das globale Klima weist stets mehr oder weniger starke Schwankungen auf, welche durch verschiedene natürliche Prozesse hervorgerufen werden. Im Allgemeinen können vier verschiedene Parameter genannt werden, welche das globale Klima schwanken lassen:

  • Änderungen der ankommenden (einfallenden) Sonnenstrahlung;
  • Änderungen der reflektierten Sonnenstrahlung;
  • Änderungen der in den Weltraum abgegebenen Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung)
  • Interne Variabilität des Klimasystems (interne Schwankungen)

Wiederkehrende Veränderungen der Erdumlaufbahn können in regelmäßigen, sehr großen Abständen von mehreren Zehntausend (10.000) Jahren, den sogenannten Milankovic-Zyklen, festgestellt werden, wobei hohe Korrelationen (starke Zusammenhänge) mit den klimatischen Veränderungen auf der Erde dokumentiert sind. Ebenso variieren die Aktivität und damit die auf der Erde ankommende Strahlung der Sonne. Die Lage der Kontinente (Kontinentallage) wirkt sich direkt auf die Luft- und Meereszirkulationen und damit auf das globale Klima aus. Durch Vulkanausbrüche werden große Mengen an Kohlenstoffdioxid (CO2), dem wohl bekanntesten Treibhausgas, Was sind THG? aber auch an Aerosolen, vulkanischer Asche und Staupartikeln ausgestoßen, wodurch sich letztlich eine zeitweilige Abkühlung des Klimas über ein bis zwei Jahre ergibt.

Neben diesen natürlichen, das Klima beeinflussenden Prozessen, können jedoch auch anthropogene, d.h. aus menschlicher Aktivität resultierende Ursachen gefunden werden. Anfänge können theoretisch in der neolithischen Revolution mit dem Beginn einer aktiven Umweltgestaltung mit landwirtschaftlichen Flächen gesehen werden, wodurch die reflektierte Sonnenstrahlung der Erdoberfläche verändert wurde. Von wirklich großer Bedeutung sind jedoch die Einflüsse seit der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert. Durch die intensive Nutzung von fossilen Brennstoffen (Energieträgern) werden große Mengen an klimawirksamen Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Erdatmosphäre abgegeben, wodurch die Strahlungsbilanz der Erde, d.h. das Verhältnis aus einkommender und ausgehender Strahlung, und damit das globale Kima beeinflusst werden. Aber auch weitere großflächige Landnutzungsänderungen (Veränderungen der Erdoberfläche) wie die Rodung und Abholzung tropischer Regenwälder und die Intensivierung der Landwirtschaft mit Verwendung von Stickstoffdüngern sind für hohe Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mehr zu den Ursachen

Tatsache ist, dass die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur über den Landmassen und Ozeanen in den letzten 130 Jahren (1880-2016) bereits um 1.1°C zugenommen hat. Insbesondere die starke Zunahme der globalen Durchschnittstemperatur (Lufttemperatur) seit 1950 (um ca. 0.99°C) kann gemäß der wissenschaftlichen Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) nicht mehr mit natürlichen Klimaschwankungen erklärt werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind hierfür Treibhausgase wie CO2 verantwortlich, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas sowie durch großflächige Landnutzungsänderungen, etwa bei der Abholzung tropischer Regenwälder, in die Atmosphäre gelangen und deren Treibhauseffekt verstärken. Was ist der TH-Effekt?
Die steigenden Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre erhöhen nicht nur die Luft- und Meerestemperaturen, sondern reduzieren auch die gesamte globale Schnee- und Eismasse (z.B. Polkappen und Gletscher). Hierdurch, aber auch durch die Zunahme des Volumens von Wasser mit steigender Temperatur aufgrund abnehmender Dichte, steigt zudem der Meeresspiegel an. Was sind die Folgen?

Quellen: IPCC 2014 Syntheseband; IPCC 2013 Assessment Report 5

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