Was können wir gegen den Klimawandel tun?

Jeder kann für den Klimaschutz aktiv werden! Getreu dem Motto «Vermeiden, reduzieren und kompensieren» können wir Verantwortung für unseren eigenen ökologischen Fußabdruck, d.h. auch für unsere CO2-Emissionen übernehmen. Zu den wichtigsten alltäglichen Ursachen schädlicher Emissionen gehören Reisen mit dem Auto oder Flugzeug, aber auch der Wärme- und Strombedarf sowie das eigene Konsumverhalten.

Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihren eigenen ökologischen Fußabdruck und Ihre CO2-Emissionen reduzieren und so zum Klimaschutz beitragen:

Umweltfreundlicher reisen:

  • Nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel wie die Bahn oder den Bus. Mit jedem zusätzlichen Mitfahrer reduzieren sich die pro-Kopf-Emissionen. Eine Strecke von 100 Kilometern mit dem Auto zurückzulegen verursacht in Deutschland im Durchschnitt Emissionen an CO2-e in der Höhe von 1,4 kg, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Bahn im Nah- und Fernverkehr) emittiert dagegen zwischen 320 und 750 g pro Kopf und 100 km. Diese Angaben stehen natürlich in Abhängigkeit von der Anzahl der Mitfahrer sowie anderen Faktoren (Alter des Fahrzeugs, Streckeneigenschaften, Verkehrsfluss, Zusammensetzung des Strommix, etc.). Was sind CO2-Äquivalente?
  • Verzichten Sie, wann immer möglich, aufs Fliegen. Die Treibhausgasbilanz von Flugreisen weist mit 2,4 kg CO2-e pro Kopf und 100 km die mit Abstand höchsten Emissionen auf. Hochrechnungen ergeben, dass mit jeder emittierten Tonne CO2 die Ausdehnung der arktischen Eisfläche im Sommer um 3 Quadratmeter vermindert wird. Zur Veranschaulichung: Durch einen Kurzstreckenflug von 1000 km mit 100 Passagieren ergeben sich 2,4 t CO2-e-Emissionen, die Eisfläche reduziert sich somit um mehr als 6 Quadratmeter.

 

Energiespartipps für den Haushalt:

  • Verwenden Sie Energiesparlampen und LEDs. Aufgrund deutlich besserer Energieeffizienz sowie längerer Lebensdauer werden finanzielle Einsparungen von circa 135 € und CO2-e-Einsparungen von 250 kg pro Jahr und Lampe im Vergleich zu einer 60-Watt-Glühbirne erzielt.
  • Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen. So sparen sie Strom, Geld und schützen das Kima.
  • Die Vorbereitung und Erwärmung von Wasser ist energieaufwendig. Daher ist eine kurze Dusche klimafreundlicher als ein Vollbad. Die Einstellung des Warmwasserbereiters auf 60°C reduziert Ihren Energieverbrauch zusätzlich.
  • Das Ausschalten des Standby-Betriebs (gilt für jedes elektronische Gerät) trägt zur Reduktion des Energieverbrauchs bei.
  • Achten Sie auf die Energieeffizienzklasse der Elektrogeräte und orientieren Sie sich beim Kauf an solchen Kennzahlen. Sie können sparen und gleichzeitig Ihre CO2-e-Emissionen. Vergessen Sie dennoch nicht den Aspekt der Suffizienz.
  • Nicht jedes elektronische Gerät, welches sich im Fachmarkt finden lässt, ist wirklich notwendig. Elektronische Luftbefeuchter lassen sich beispielsweise ohne großen Aufwand durch ein feuchtes Tuch über dem Heizkörper ersetzen.
  • Lüften Sie auch im Winter, aus Energiespargründen jedoch nicht permanent mit gekipptem Fenster. Durch Stoßlüften über 5 bis 10 Minuten kommt frische Luft in den Raum, doch die Wände kühlen nicht aus, sodass der Energiebedarf zum Erreichen der angestrebten Raumtemperatur nach dem Lüften minimal bleibt.
  • Reduzieren Sie das Heizen auf Raumtemperaturen bis 20°C und ziehen Sie anstelle dessen bei Bedarf einen Pullover an. Ihre Verhaltensänderung wird sich direkt in den Wärmekosten und damit in Ihren CO2-e-Emissionen bemerkbar machen.
  • Geringere Waschtemperaturen reduzieren den Energieverbrauch. Mit modernen Waschmitteln werden Ihre Kleider auch bei tiefer Wassertemperatur sauber.
  • Nutzen Sie die natürliche Energiequelle der Sonne für das Trocknen von Wäsche, eine kostenlose und emissionsfreie Alternative.
  • Kochen Sie mit aufgelegtem Topfdeckel und sparen Sie dadurch Energie.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Energieverbrauch Ihrer Elektrogeräte um frühzeitig versteckte Schwachstellen zu finden. Ältere, in ihrer Funktion beeinträchtigte Dichtungsringe an Kühlschränken können beispielsweise einen stark erhöhten Energieverbrauch bewirken.

 

Konsumverhalten überdenken:

  • Machen Sie sich Ihr eigenes Konsumverhalten bewusst und entscheiden Sie aktiv, was Sie wirklich brauchen. Moderne Marketingstrategien verleiten schnell zu unüberlegten Kaufentscheidungen.
  • Nutzen Sie Verleihdienste, speziell für selten benötigte Produkte, oder gemeinschaftliche Nutzungssysteme wie Carsharing.
  • Bedenken Sie, dass jedes Produkt, nicht nur elektronische Geräte, in der Herstellung und Produktion bis hin zum Verkauf Treibhausgasemissionen verursachen. Der Durchschnittsdeutsche kauft im Jahr etwa 60 neue Kleidungsstücke, ein einfaches weißes T-Shirt aus Baumwolle (220 Gramm) mit einer Lebenszeit von etwa 55 Waschgängen verursacht etwa 11 kg CO2-Emissionen, d.h. rund das 50fache seines Eigengewichts.
  • Hinterfragen Sie Ihre Ernährung und das dahinterstehende System. Die große Auswahl an verschiedenen Obst- und Gemüsesorten im Winter zeigt die Importflüsse von exotischen Lebensmitteln nach Deutschland. Nicht nur die Produktion ist für deren Treibhausgasbilanz verantwortlich, sondern auch die weiten Transportstrecken. Kaufen Sie deshalb, soweit dies möglich ist, saisonal und regional ein. Dies birgt in der Regel nicht nur ökologische Vorteile, sondern meist auch qualitative Verbesserungen der Produkte. Die CO2-e-Emissionen von tierischen Produkten übersteigen die Emissionen pflanzlicher Produkte zudem enorm.  Ein Kilogramm Obst oder Gemüse verursachen Emissionen in der Höhe von 1 kg CO2-e, die Treibhausgasbilanz von Rindfleisch liegt dagegen bei knapp 20 kg CO2-e pro Kilogramm. Schweinefleisch mit etwa 8 kg und Geflügel mit 4,2 kg CO2-e sind deutlich klimafreundlicher, überschreiten die Emissionen pflanzlicher Produkte dennoch. Durch Reduktion tierischer Produkte in Ihrer Ernährungsweise können Sie zum einen eine Menge Geld sparen und für qualitativ hochwertigere tierische Produkte verwenden, wodurch Sie nicht nur einen großen Beitrag  zum Klimaschutz leisten, sondern auch nachhaltig orientierte Firmen unterstützen.
    Was ist Nachhaltigkeit?

Es gibt vielfältige Ansätze, die eigenen Treibhausgasemissionen zu vermindern. Achten Sie bewusst auf Ihren Lebensstil und versuchen Sie, Ihren Ressourcenverbrauch und Einfluss auf die Umwelt und das Klima zu vermindern. Sie werden sicherlich weitere, in der obigen Auflistung nicht genannte Aspekte bemerken, welchen einen großen Einfluss auf Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck haben.
Was ist ein CO2-Fußabdruck?

Sind Ihre Emissionen auf ein Minimum reduziert und wollen Sie dennoch die Verantwortung für Ihre unvermeidbaren Emissionen übernehmen, so unterstützen Sie Klimaschutzprojekte von myclimate und leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Lebensqualität zukünftiger Generationen.
Was sind Klimaschutzprojekte?

Quelle: mobitool.ch


myclimate Klimabildung
ermutigt mit handlungsorientierten und interaktiven Bildungsangeboten jede und jeden, einen Beitrag für unsere Zukunft zu leisten.

Bildungsangebote von myclimate

Kompensieren Sie unvermeidbare Emissionen über die myclimate CO2-Rechner. Berechnen und kompensieren Sie das CO2 Ihrer letzten Flugreise, Autofahrt, Kreuzfahrt oder auch Ihres Events oder Firma.

Jetzt kompensieren

Du bist inDetail