Welche Risiken und Chancen ergeben sich durch den Klimawandel?

Der Klimawandel verändert das Temperaturgleichgewicht der Erde und hat weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Im Zuge der globalen Erwärmung werden die Strahlungsbilanz und damit die Temperatur der Erde durch die erhöhten Treibhausgaskonzentrationen (CO2-Konzentrationen) verändert, was weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat.

Es ist wissenschaftlich inkorrekt und nicht möglich, einzelne Wetterereignisse dem aktuellen Klimawandel zuzuschreiben, jedoch kann statistisch nachgewiesen werden, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse erhöht.

Zu den direkten Folgen des anthropogenen (menschenverursachten) Klimawandels gehören:

  • steigende Maximaltemperaturen
  • steigende Minimaltemperaturen 
  • erhöhter (steigender) Meeresspiegel (seit 1901 wird ein jährlicher Anstieg des Meeresspiegels um durchschnittlich 1.7 mm pro Jahr gemessen)
  • höhere Meerestemperaturen (überdurchschnittlicher Anstieg im oberflächennahen Wasser um durchschnittlich 0.11°C  pro Dekade (Jahrzehnt) zwischen 1971 und 2010)
  • zunehmende Starkniederschläge (Starkregen und Hagel)
  • reduzierte Schnee- und Eisflächen (Gletscherrückgang)
  • reduzierte Permafrostflächen (tauender Permafrost)


Zu den indirekten Folgen des Klimawandels, die uns Menschen sowie unsere Umwelt direkt betreffen, gehören: 

  • Zunahme der Hunger- und Wasserkrisen (Hungersnot und Wassermangel), insbesondere in wenig entwickelten Ländern (Entwicklungsländern)
  • Gesundheitsrisiken durch steigende Lufttemperaturen und Hitzewellen (Hitzebelastung)
  • wirtschaftliche Folgen für die Beseitigung der Klimafolgeschäden 
  • weitere Verbreitung von Schädlingen (speziell thermophiler, d.h. wärmeliebender Arten) und Krankheitserregern (invasive und ortsfremde Arten)
  • Verlust an Biodiversität (biologischer Vielfalt) durch begrenzte Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit von Flora und Fauna 
  • Ozeanversauerung durch erhöhte HCO3--Konzentrationen im Wasser als Folge erhöhter CO2-Konzentrationen
  • Anpassungsnotwendigkeit in jeglichen Bereichen (z.B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Energiewirtschaft, Infrastruktur, Tourismus etc.)

Da es sich beim globalen Klima um ein stark vernetztes System handelt, welches von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird, ergeben sich durch die Folgen in der Regel positive oder negative Rückkopplungseffekte. Hierunter versteht man Entwicklungen, die durch das Eintreten bestimmter Bedingungen selbstverstärkend wirken.
Ein häufiges Beispiel ist die Eis-Albedo-Rückkopplung, die sich auf das Abschmelzen der Polkappen bezieht. Ausgedehnte Eisflächen wirken demnach kühlend für das globale Klima, da ein hoher Strahlungsanteil reflektiert wird. Als Folge des globalen Anstiegs der Durchschnittstemperatur beginnen diese Eisflächen jedoch zu schmelzen, die Eisfläche verkleinert sich und die ausfallende Strahlung wird vermindert. Gleichzeitig vergrößert sich die Land- oder Ozeanfläche, die deutlich weniger Strahlung reflektieren und somit die eigentliche Ursache der Gletscherschmelze verstärken.
Zudem können Wissenschaftler sogenannte Kipp-Punkte einzelner Teilsysteme des globalen Klimas errechnen. Je höher der globale Temperaturanstieg, desto stärker wird das Klimasystem beeinträchtigt, sodass ab einem gewissen Punkt trotz großer Bemühungen ein Umkehrprozess nicht mehr möglich ist. Wo genau diese Kipp-Punkte jedoch zu finden sind, ist aktuell noch unklar und kann nur mit großen Unsicherheiten kalkuliert werden. Für das Schmelzen der Polkappen oder auch die Stabilität wichtiger Meeresströmungen werden solche Kipp-Punkte erwartet.

Quelle: IPCC 2014: Syntheseband; IPCC 2013: Assessment Report 5

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