Klimaschutz im Sport: CO2-Fußabdruck von Amateurvereinen berechnen

Ob Energie- und Wasserverbrauch oder Mobilität: Der Sport als Massenbewegung verursacht Emissionen. Doch für die Erfassung des eigenen CO2-Fußabdrucks fehlen besonders den Amateurvereinen das Knowhow sowie die personellen und finanziellen Ressourcen. Um das zu ändern, haben Sports for Future, TSC Eintracht Dortmund, Freiburger Kreis und myclimate einen kostenfreien CO2-Sportvereinsrechner entwickelt.

Vor allem der tägliche Betrieb eines Vereins mit seiner Verwaltung, Trainings- und Spielbetrieb mehrerer Mannschaften und Sportarten kann durch herkömmliche, bisher am Markt befindlichen CO2-Rechner nicht abgedeckt werden. Hier setzt der nun vorgestellte CO2-Sportvereinsrechner an. Er bietet Amateurvereinen eine kostenlose und einfache Möglichkeit für den ersten Schritt zur Reduzierung der eigenen Emissionen. Durch das Gemeinschaftsprojekt erhalten Amateurvereine erstmals eine frei zugängliche Möglichkeit, ihren CO2-Fußabdruck zu berechnen. Dafür werden u.a. Daten der Mobilität zu Wettkämpfen, Sportevents, Energie- und Wasserverbrauch und Müllentstehung erfasst. Im Anschluss ergeben sich daraus Handlungsmöglichkeiten für individuelle Reduktionsmaßnahmen.

Dass der Bedarf groß ist, zeigte sich bei der ersten öffentlichen Vorstellung, bei der bereits rund 100 Vereine aus ganz Deutschland teilnahmen.

Einer der Initiatoren des Sportvereinsrechners ist Stefan Wagner, 1. Vorsitzender des Vereins Sports for Future. Der Verein hat sich aus dem Sport heraus gegründet und will die verbindende Kraft des Sports nutzen, um gemeinsam den Herausforderungen der Klimakrise zu begegnen: «Nach fast zwei Jahren Entwicklungszeit freuen wir uns, den kostenlosen CO2-Rechner für Sportvereine präsentieren zu können. Damit haben nun auch kleinere Sportvereine die Möglichkeit, ihre eigenen Emissionen zu berechnen und daraus entsprechende Handlungen für den Klimaschutz abzuleiten. Ein tolles Gemeinschaftsprojekt mit unseren Partnern myclimate, dem Freiburger Kreis und dem TSC Eintracht Dortmund.»

Dafür bringen die Initiatoren ein breites Sportnetzwerk mit: «Die 190 Großsportvereine aus dem Freiburger Kreis tragen mit ihren vereinseigenen Sportstätten einen großen Teil zur deutschen Sportinfrastruktur bei. Der CO2-Rechner hilft den Vereinsvorständen, ihre größten Hebel im Kampf gegen den Klimawandel ausfindig zu machen und ihre Klimaschutz-Projekte zu priorisieren.» stellt Kai Alexander Kiel, Vorstandsmitglied im Freiburger Kreis, fest.   

In der Praxisanwendung ergaben sich schon erste Ergebnisse. Jan Engel ist beim TSC Eintracht Dortmund Kommunikation & Klimaschutz-Beauftragter und war von den Emissionstreibern erstaunt: «Die Messung unseres CO2-Fußabdrucks hat uns aufgezeigt, dass wir uns in Zukunft mit der Mobilität unserer Mitglieder beschäftigen müssen. Dass die Trainings- und Wettkampfmobilität einen so großen Anteil unserer Treibhausgasemissionen einnimmt, hat uns überrascht.»

Ab sofort steht der Sportvereinsrechner für alle Amateurvereine kostenfrei zur Verfügung. Alina Feucht, Corporate Partnerships Manager bei myclimate ist überzeugt, dass mit dem Rechner sogar eine Klimaschutzwirkung über den Sport hinaus erreicht werden kann: «Mit rund 87 Tausend Vereinen und mehreren Millionen Mitgliedern in Deutschland, kann der Sport Themen zum Klimaschutz in die Gesellschaft tragen und somit eine Vorbildfunktion einnehmen. Wir freuen uns daher mit dem Sportvereinsrechner einen niederschwelligen Zugang zur CO2-Bilanzierung von Sportvereinen zu schaffen.»

Ab sofort steht der Sportvereinsrechner kostenfrei jedem Amateursportverein zur Verfügung.

Zum CO2-Sportvereinsrechner

 

Wie der Sportvereinsrechner im Detail funktioniert und worauf Sportvereine im Klimaschutz achten sollten, erfahren Sie in der Aufzeichnung des Launch-Events.

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