Was ist der Treibhauseffekt?

Der Treibhauseffekt ist grundsätzlich ein natürlicher Prozess, der die Temperatur auf der Erde massgeblich bestimmt. Allerdings steigt seit Beginn der Industrialisierung das Vorkommen langlebiger Treibhausgase drastisch.

Schematisch erklärt, wird die Erdoberfläche von der kurzwelligen Sonnenstrahlung erwärmt. Die Erdoberfläche reflektiert die einfallende Strahlung als langwellige Wärmestrahlung, die von den atmosphärischen Treibhausgasen teilweise absorbiert wird. Durch anschliessende Abgabe der aufgenommenen Energie wird ein Teil der Strahlung zur Erde zurückgestrahlt und die Erdoberfläche und untere Atmosphärenschicht erwärmt. Dieser Gesamtprozess wird als Treibhauseffekt bezeichnet. 

Der natürliche Treibhauseffekt
Der natürliche Treibhauseffekt ermöglicht Leben auf der Erde wie es sich bis heute entwickelt hat. Durch das natürliche Vorhandensein der Treibhausgase Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid ergibt sich nach bisherigem Forschungsstand ein Temperaturunterschied von 33°C. Das heisst, ohne Treibhausgase würde die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei etwa -18° C liegen und die Erde und das Leben auf ihr hätte sich nie so entwickelt wie wir es heute kennen. 


Der menschgemachte Treibhauseffekt
Das natürliche Gleichgewicht zwischen Ein- und Abstrahlung wird aber durch die vom Menschen verursachten Treibhausgase gestört. Seit Beginn der Industrialisierung steigen die Emissionen von klimawirksamen Gasen wie Kohlenstoffdioxid (CO₂), Methan und Lachgas drastisch an Heute misst man  40% mehr CO₂ als noch zu Beginn des Industriezeitalters. Dadurch hat sich die Erdoberfläche seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts global um 0.85°C erwärmt. 

Quellen: Bundesamt für Umwelt (BAFU) 2018; Umweltbundesamt (UBA) 2017; IPCC 2013 Assessment Report 5; IPCC 2007 Glossar

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