FAQ - Schweiz

Klimawandel

Was ist das Klima?

Für Wissenschaftler*innen umfasst der Begriff «Klima» Wetterlagen über einen langen Zeitraum. Obwohl dieser Begriff etwas abstrakt ist, ist seine Wirkung sehr real. Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima? Und was sind die Klimafaktoren und -​treiber?

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Wie erklärt sich der Klimawandel?

Über Jahrmillionen hat das globale Klima stets Schwankungen aufgewiesen. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich aber die Zusammensetzung der Atmosphäre durch die Emissionen von Treibhausgasen verändert. Diese von Menschen verursachte Erwärmung verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu einem spürbaren Wandel des Klimas. Diese Erderwärmung wirkt sich erheblich auf Mensch und Natur aus.

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Was sind die Ursachen des Klimawandels?

Die globale Klimaerwärmung der letzten 50 Jahre ist laut dem Weltklimarat IPCC eindeutig auf den Menschen zurückzuführen. Aufgrund der ausgestossenen Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energieträger, also von Erdöl, Erdgas und Kohle, sowie durch die menschliche Landnutzung wird der natürliche Treibhauseffekt verstärkt.

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Was ist der anthropogene Treibhauseffekt?

Der anthropogene Treibhauseffekt ist auf vom Menschen emittierte Treibhausgase zurückzuführen, die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken. Dadurch kommt es zur Erderwärmung. Dieser spürbare Wandel des Klimas wirkt sich erheblich auf Mensch und Natur aus.

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Was sind die Folgen des Klimawandels und der globalen Erwärmung?

Der Klimawandel hat zahlreiche Folgen für die Natur, die Gesellschaft und Wirtschaft, denn er verändert das Temperaturgleichgewicht der Erde. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung prägen unser tägliches Leben und entscheiden über unsere Zukunft. Man unterscheidet direkte und indirekte Folgen des Klimawandels. Kipppunkte im Klimasystem mit unvorhersehbaren und unwiderrufbaren Folgen könnten schon bald erreicht werden. Auch für die Schweiz und ihre einzigartige Umwelt hat der Klimawandel erhebliche lokale Auswirkungen.

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Was sind Treibhausgase?

Treibhausgase sind diejenigen Gase in der Erdatmosphäre, die den sogenannten Treibhauseffekt produzieren. Die meisten Treibhausgase können einen natürlichen, aber auch einen anthropogenen (menschengemachten) Ursprung haben.

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Was ist der Treibhauseffekt?

Der natürliche Treibhauseffekt ist, einfach erklärt, ein Prozess, der die Temperatur auf der Erde massgeblich bestimmt. Allerdings steigt seit Beginn der Industrialisierung das Vorkommen langlebiger Treibhausgase drastisch, was als Folge den natürlichen Treibhauseffekt verstärkt.

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Was ist und wodurch entsteht CO₂?

Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist ein farb- und geruchloses Gas, das als Teil des Kohlenstoffkreislaufs natürlicher Bestandteil unserer Luft ist.

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Wie viel ist eine Tonne CO2 in der Schweiz?

Durchschnittlich verursacht eine in der Schweiz lebende Person 12 Tonnen CO2 pro Jahr. Im internationalen Vergleich hat die Schweiz somit einen überdurchschnittlich hohen CO2-Ausstoss pro Kopf. Doch was bedeutet es überhaupt, eine Tonne CO2 zu verursachen und was kann man sich darunter vorstellen? myclimate macht den Vergleich.

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Was sind CO2-Äquivalente?

CO2-Äquivalente (CO2e) sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.

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Wie gross ist der CO₂-Ausstoss der Schweiz?

Für den internationalen Vergleich von CO2-Emissionen sind drei verschiedene Emissionsgrössen der einzelnen Länder relevant: die direkten CO2-Emissionen, die importierten CO2-Emissionen und der Pro-Kopf-Ausstoss eines Landes. Aktuelle Zahlen zu den drei Emissionsgrössen zeigen: Die Schweiz zählt zu den grössten Verursachern von CO2-Emissionen.

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Earth Overshoot Day: Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um?

Jahr für Jahr nimmt die Ausbeutung der Erde zu: Es werden mehr Ressourcen verbraucht, als der Planet zur Verfügung stellen kann. Der Earth Overshoot Day zeigt diese Problematik auf: Er gibt das genaue Datum an, an dem die jährlich verfügbaren Ressourcen erschöpft sind. 2024 fällt er auf den 1. August, einen Tag früher als 2023.

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Klimapolitik und Klimaschutz

Was ist Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist ein Konzept, das weit über blossen Klimaschutz hinausgeht. Es bedeutet, verantwortungsbewusst mit den begrenzten Ressourcen der Erde umzugehen und dabei eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten und soziale Gerechtigkeit zu fördern.

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Was sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)?

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) sind allgemeine, universelle Ziele für alle Mitgliedstaaten der UN, die als Nachfolger der Millenium Goals im September 2015 beschlossen wurden. Alle Menschen auf der Welt sollen bis zum Jahr 2030 in einer faireren, wohlhabenderen und friedlicheren Gesellschaft leben können.

 

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Wie misst myclimate die erreichten Beiträge zu den SDGs?

In der Planung und Ausgestaltung der Klimaschutzprojekte legt myclimate besonderen Wert auf positive Auswirkungen, die neben einer Reduktion der Treibhausgase ganzheitlich zu einer Verbesserung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Situation in unseren Partnerländern beitragen. Diese vielfältigen Entwicklungswirkungen werden von uns in Form ihres Beitrages zu den SDGs gemessen.

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Was sind Klimaschutzprojekte?

Klimaschutzprojekte fördern den Einsatz erneuerbarer Energien, realisieren Energieeffizienzmassnahmen oder reduzieren den Methanausstoss. Dies kann durch technologische Fortschritte, die Filterung von Treibhausgasen aus Kraftwerken und Produktionsanlagen, aber auch durch Aufforstung und andere geeignete Massnahmen in der Landwirtschaft erfolgen.

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Welche Standards erfüllen die myclimate Klimaschutzprojekte?

myclimate wendet bei der Auswahl und Gestaltung der eigenen Klimaschutzprojekte nur die strengsten, unabhängigen Qualitätsstandards an. Internationale Projekte werden vor allem nach Gold Standard und Plan Vivo, ausgewählte Projekte auch nach VCS (inkl. CCB und/oder SD-Vista) zertifiziert. Projekte in der Schweiz werden nach den Richtlinien des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)/Bundesamt für Energie (BFE) registriert oder nach den «myclimate Guidelines for Domestic Projects» verifiziert.

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Was sind sinnvolle Massnahmen gegen den Klimawandel als Privatperson?

Jeder und jede kann zum Klimaschutz beitragen! Getreu dem Motto «Vermeiden, reduzieren, Klimaschutzbeitrag leisten» können wir Verantwortung für unseren eigenen ökologischen Fussabdruck übernehmen, das heisst auch für unsere CO₂-Emissionen. Zu den wichtigsten alltäglichen Ursachen schädlicher Emissionen gehören Reisen mit dem Auto oder Flugzeug, aber auch Heizung und Strombedarf sowie das eigene Konsumverhalten.

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Was bedeutet Dekarbonisierung?

Eine zentrale Ursache des Klimawandels sind menschengemachte Treibhausgasemissionen und der daraus resultierende globale Temperaturanstieg. Mit der Dekarbonisierung – dem Umstieg von fossilen Brennstoffen auf kohlenstofffreie und erneuerbare Energiequellen – wollen Staaten und Unternehmen weltweit CO2-Emissionen verringern und vermeiden. Aktuelle globale Klimaziele sind jedoch noch zu wenig ambitioniert, um den Klimawandel wirksam einzudämmen.

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Wie tragen erneuerbare Energien zum Klimaschutz bei?

Im Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Welt auf ein klares Ziel geeinigt: Die Erderwärmung soll auf maximal 1,5 Grad begrenzt werden. Um diese Vorgabe zu erreichen, muss die Energieversorgung bis 2050 klimaneutral sein. Das heisst konkret, dass sämtliche Energie baldmöglichst aus erneuerbaren Quellen stammen muss. Doch was genau sind erneuerbare Energien, wie tragen sie dem Klimaschutz bei und wo entfalten sie ihre grösste Wirkung? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Artikel.

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Was ist das Kyoto-Protokoll?

Am 11. Dezember 1997 wurde im japanischen Kyoto das Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) beschlossen. Das Ziel war, den Klimawandel durch Klimaschutzmassnahmen zu entschleunigen. Das Kyoto-Protokoll beinhaltete klare Regeln, wie die Treibhausgase reduziert werden sollten. Es ist 2005 in Kraft getreten und wurde 2021 durch das Pariser Abkommen ersetzt.

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Was ist das Pariser Klimaabkommen?

2015 wurde auf der Klimakonferenz COP21 in Paris das «Pariser Klimaabkommen» – auch «Pariser Übereinkommen» oder kurz «Pariser Abkommen» – verabschiedet. 197 Vertragsparteien haben das Abkommen beschlossen, fast alle haben den Vertrag ratifiziert. Das Abkommen bedeutet ein völkerrechtlicher Vertrag im Rahmen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Es hat zum Ziel, die Erderwärmung auf möglichst 1,5°C und deutlich unter 2°C Erwärmung gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 1850 zu begrenzen.

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Was wurde an der Klimakonferenz in Glasgow beschlossen?

Die 26. UN-Klimakonferenz (COP26) fand vom 31. Oktober bis 12. November 2021 in Glasgow in Schottland statt. Wie auf den vorangegangenen Klima-COPs wurde das Ziel und Massnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung verfolgt. Neben dem wichtigen Bekenntnis zum Ausstieg aus der Kohleverbrennung wurden die Regeln für Artikel 6, der für Klimaschutzprojekte und die CO₂-Märkte relevant ist, beschlossen.

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Was geschieht auf der COP28 und anderen Klimakonferenzen?

Auf einer UNFCCC Klimakonferenz kommen Politiker*innen aus vielen unterschiedlichen Ländern zusammen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Abkommen zu schliessen, die den Anstieg der globalen Erderwärmung begrenzen. 1992 fand die erste UNFCCC Klimakonferenz in Rio de Janeiro, Brasilien statt, an der die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen teilgenommen haben.

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Was ist bilateraler Klimaschutz?

2020 hat das Pariser Abkommen das Kyoto-Protokoll abgelöst. Dadurch haben sich die Rahmenbedingungen für die internationalen Kohlenstoffmärkte verändert. “Paris” erlaubt es neu, dass Vertragsstaaten des Abkommens direkt miteinander kooperieren können. Das heisst, dass CO2-Reduktionen in einem Land realisiert, die daraus erzeugte Emissionsminderungen in ein anderes Land transferiert und dort im nationalen Register angerechnet werden können.

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Was ist das CO2-Gesetz und wie hängt es mit den Schweizer Klimazielen zusammen?

Nachdem das revidierte Schweizer CO2-Gesetz am 13. Juni 2021 knapp abgelehnt wurde, wurde das vorherige gültige CO2-Gesetz bis Ende 2024 verlängert. Daraufhin haben sich der National- und Ständerat auf eine überarbeitete Version geeinigt, die ab 1. Januar 2025 in Kraft tritt. Dieses neu revidierte CO2-Gesetz wird die Schweizer Klimapolitik bis Ende 2030 prägen, mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis dahin im Vergleich zu 1990 zu halbieren – eine Verpflichtung gemäss dem Pariser Klimaschutzabkommen.

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Was ist der Emissionshandel?

In Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland wurden nationale bzw. regionale Emissionshandelssysteme eingeführt, um besonders energieintensive und emissionsintensive Industrien durch einen Marktmechanismus zu regulieren, der jedoch nur wenige Branchen umfasst. Der Emissionshandel reduziert auf marktwirtschaftlicher Basis den Ausstoss klimaschädlicher Gase und setzt so Impulse für Investitionen in klimaschonende Technologien.

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Was ist Kreislaufwirtschaft?

Die Kreislaufwirtschaft bezeichnet einen systemischen Ansatz zur längeren und effizienteren Verwendung von Ressourcen und damit einer Vermeidung von Abfall und Umweltverschmutzung. Ressourcen werden dabei so lange wie möglich mit höchstmöglichem Wert im Materialkreislauf gehalten. Dadurch werden weniger Primärrohstoffe verbraucht und dank effizienteren Produktionsprozessen weniger Treibhausgase verursacht. Der Ansatz der Kreislaufwirtschaft ist nicht derselbe wie derjenige von Recycling. Unterschieden wird zwischen dem technologischen und biologischen Kreislauf.

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Was sind Nature-based Solutions (NbS)?

Natürliche Klimalösungen (engl. Nature-based Solutions) rücken vermehrt in den Fokus. Denn das Erreichen des Pariser 1,5-Grad-Ziels ist mit blosser Minderung menschengemachter Emissionen und dem Einfangen und Speichern mit technischen Lösungen nicht mehr möglich. Deshalb rücken natürliche Klimalösungen (engl. Nature-based Solutions) vermehrt in den Fokus. Natürliche Klimalösungen basieren auf dem Schutz, Wiederaufbau und nachhaltigen Management von Ökosystemen. Natürliche Klimalösungen sind nicht nur eines der mächtigsten Instrumente zur Bekämpfung des Klimawandels, sie bieten auch eine Vielzahl weiterer wichtiger Vorteile für Mensch und Natur wie eine intakte Umwelt und den Schutz der Biodiversität.

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Warum sind Wälder für den Klimaschutz wichtig?

Wälder spielen eine entscheidende Rolle für ein funktionierendes Weltklima und liefern unschätzbare Leistungen für lokale Gemeinschaften und die Biodiversität. Leider sind die Wälder bedroht, da die globale Abholzung einer der Haupttreiber des Klimawandels und des Verlusts an Biodiversität ist. Um dem entgegenzuwirken, unterstützen Klimaschutzorganisationen wie myclimate wirkungsvolle Projekte zur Aufforstung und zum Schutz bestehender Wälder. Dieser Artikel zeigt auf, warum Wälder so wichtig sind und wie sie zum Klimaschutz beitragen.

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Emissionen & Fussabdruck

Was ist der ökologische Fussabdruck?

Der ökologische Fussabdruck (Ecological Footprint) wurde Mitte der 1990er Jahre von Mathis Wackernagel und William Rees entwickelt und hat sich als ein Indikator für Nachhaltigkeit durchgesetzt. Einfach erklärt gibt der ökologische Fussabdruck an, wie stark das Ökosystem und die natürlichen Ressourcen der Erde beansprucht werden.

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Was ist ein digitaler CO₂-Fussabdruck (digital carbon footprint)?

Die digitale Transformation hat viele Vorteile mit sich gebracht, die auch im Kampf gegen den Klimawandel positive Effekte mit sich bringen und die CO2-Emissionen verringern. Jedoch verursacht die Produktion, Nutzung und Datenübertragung der digitalen Geräte CO2-Emissionen, die grösser sind als man denkt. Diese Emissionen werden unter dem Begriff "digitaler CO2-Fussabdruck" oder auch Digital Carbon Footprint zusammengefasst.

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Was bedeutet «Netto-Null-Emissionen»?

Netto-Null ist heutzutage in aller Munde. Doch was bedeutet «Netto-Null-Emissionen» eigentlich?

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Was sind Science-based targets (SBT)?

SBTs sind ein Ansatz, Emissionsreduktionsziele für Unternehmen festzulegen. SBTs folgen einem «top-down» Ansatz: Sie konzentrieren sich auf die Menge an Emissionen, die reduziert werden muss, um die Ziele des Pariser Abkommens – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C – zu erreichen. Der im Oktober 2021 lancierte und im März 2024 aktualisierte Net-Zero Standard gibt Unternehmen einen wissenschaftlich fundierten Rahmen für die Festlegung von ambitionierten und effektiven Klimazielen mit dem langfristigen Ziel von Netto-Null-Emissionen.

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Was sind «Negativemissionen»?

Um bei Emissionen netto auf null zu kommen und die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, muss CO₂ der Atmosphäre entzogen und dauerhaft gespeichert werden. Dies wird als Kohlendioxidabscheidung (engl. Carbon Dioxide Removal, CDR) bezeichnet. Da es sich hierbei um das Gegenteil von Emissionen handelt, werden diese Verfahren oder Technologien oft als Erzielung «negativer Emissionen» oder «Senken» bezeichnet. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem radikalen Absenken der CO2-Emissionen und der CO₂-Abscheidung: Je früher wir nahe der Null bei den realen Emissionen kommen, desto weniger CO₂-Abscheidung ist notwendig. Daher variieren die Prognosen zu der im 21. Jahrhundert erforderlichen CO₂-Abscheidung; sie reichen von 100 bis 1’000 Gt CO₂.

 

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Was ist Suffizienz?

Suffizienz, auch mit Genügsamkeit umschrieben, setzt beim Verhalten der Konsumenten an. Nach dem «Weniger ist mehr»-Prinzip soll der allgemeine Ressourcenverbrauch auf ein nachhaltig zukunftsverträgliches Mass reduziert werden, da die derzeitigen Verteilungsverhältnisse von Gütern und Ressourcen nicht nur ökologisch gefährlich, sondern auch international fragwürdig sind.

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Was sind Emissionsszenarien, Klimamodelle und Klimaprojektionen?

Klimamodelle bilden die Basis auf welcher anhand von verschiedenen Emissionszenarien das wahrscheinliche Klima der Zukunft, sogenannte Klimaprojektionen, berechnet werden. Dabei beschreiben die Klimamodelle wie das Klima der Erde funktioniert, während die Emissionsszenarien den Einfluss der Menschen auf die Umwelt beschreiben. Werden die Klimamodelle mit den Emissionsszenarien kombiniert, kann somit mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden, wie das Klima in der Zukunft wird.

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Klimaschutzfinanzierung

Was ist CO₂-Kompensation und warum ist der Begriff irreführend?

«Kompensation» bedeutet, dass ausgestossene Emissionen an einem anderen Ort mit gleicher Klimawirksamkeit vermieden werden. Doch dieser Begriff kann den falschen Eindruck erwecken, dass überhaupt keine Emissionen entstehen würden.

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Was heisst «klimaneutral»?

Der Begriff «klimaneutral» ist weit verbreitet, aber er sorgt oft für Missverständnisse und Verwirrung. Denn er bedeutet meist nicht, dass keine Emissionen verursacht werden, sondern «nur», dass diese durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen sind. myclimate verzichtet deshalb auf den Begriff. Wirksamer als eine berechnete Klimaneutralität ist die transparente Kommunikation über die eigenen Klimaschutzbemühungen.

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Was sind CO₂-Zertifikate?

CO₂-Zertifikate stehen für die Menge an Emissionen, für die finanzielle Verantwortung übernommen wird, indem Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Ein Zertifikat entspricht dabei einer Tonne Treibhausgase.

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Was bedeutet das Pariser Klimaabkommen für Unternehmen?

Die Ablösung des Kyoto-Protokolls durch das Pariser Abkommen und die Beschlüsse der folgenden Klimaschutzkonferenzen haben weitreichende Auswirkungen – für alle Akteure am CO2-Markt und für Menschen weltweit. myclimate setzt sich an vorderster Front für Transparenz und Integrität auf dem freiwilligen CO2-Markt ein. Im Folgenden finden Sie ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen am freiwilligen Markt und über deren Bedeutung für Unternehmen der Privatwirtschaft. 

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Was ist das myclimate Impact-Label?

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, ist der Privatsektor wichtiger denn je. Das myclimate Impact-Label «Wirkt. Nachhaltig» (kurz: Impact-Label) zeichnet Firmen aus, die sich proaktiv und freiwillig für Klimaschutz einsetzen, indem sie Klimaschutzmassnahmen finanzieren. Neben dem Reduzieren eigener Emissionen ist dies ein wichtiger Baustein einer Klimastrategie in Richtung Netto-Null. Ein Unternehmen sammelt auf diese Weise Erfahrung damit, die Kosten noch vorhandener CO₂-Emissionen einzupreisen.

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Warum Klimaschutzprojekte unterstützen: 10 gute Gründe für Unternehmen

Der Markt und die Öffentlichkeit sind teilweise verunsichert: Soll man Klimaschutzprojekte unterstützen? myclimate sagt: Ja, unbedingt, und zwar lieber heute als morgen. myclimate zeigt anhand von zehn Gründen auf, warum Klimaschutzprojekte wichtig sind.

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Was ist Beyond Value Chain Mitigation (BVCM)?

Beyond Value Chain Mitigation (BVCM) ist ein zentrales Konzept im Kampf gegen die Klimakrise. Es umfasst Massnahmen, die Unternehmen ergreifen, um Klimaauswirkungen ausserhalb ihrer eigenen Wertschöpfungskette zu mindern, insbesondere Klimaschutzprojekte. BVCM ergänzt die Reduktion eigener Emissionen und ist ein entscheidender Hebel, um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

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Was muss ein Unternehmen bei der Auswahl wirksamer Klimaschutzprojekte beachten?

myclimates strenge Qualitätsstandards gewährleisten, dass die Unterstützung von Klimaschutzprojekten einen echten Unterschied macht. Das wiederum ermöglicht es Unternehmen, einfach ein wirksames und zu ihren Werten passendes Projekt auszuwählen.

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Wie entwickelt myclimate Klimaschutzprojekte und stellt deren Wirksamkeit sicher?

Auf der Website von myclimate finden Interessierte eine grosse Auswahl unterschiedlichster Klimaschutzprojekte, die myclimate unterstützt und mitentwickelt – von klimaoptimierter Waldbewirtschaftung, Agroforstwirtschaft und Wiedervernässung von Mooren in der Schweiz über Landschaftsrenaturierung in Äthiopien bis hin zu klimafreundlicherem Reisanbau in Indien. Aber wie wählt myclimate aus den unzähligen Möglichkeiten im Klimaschutz die jeweiligen Projektideen aus? Und was heisst es, ein Klimaschutzprojekt zu entwickeln und über die Jahre hinweg zu begleiten?

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Kann ich sicher sein, dass mein Geld wirklich die versprochenen CO₂-Emissionen reduziert?

myclimate investiert ausschliesslich in Projekte, die konkret messbare und langfristige Erfolge bringen. Nur ausgewiesene, tatsächlich erfolgte Emissionsreduktionen über eine längere Vertragsdauer von 7 bis 14 Jahren werden bei Energieprojekten verrechnet. Die Klimaschutzbeiträge von myclimate werden grundsätzlich nach Erbringung der Reduktionen an die unterstützten Projekte ausbezahlt. Die Höhe des Beitrages hängt dabei von der Höhe der effektiv eingesparten klimawirksamen Emissionen ab. Eine Besonderheit stellen die Landnutzungs- und Waldprojekte (Landwirtschaft, Moor, Wald) dar, deren Zeithorizont mit 30 bis 50 Jahren naturgemäss länger ist.

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Kann ich meine Spende / meinen Klimaschutzbeitrag von den Steuern abziehen?

Ja, myclimate und myclimate Deutschland sind gemeinnützige Organisationen und deshalb in der Schweiz und in Deutschland von den Steuern befreit. Sämtliche private Klimaschutzbeiträge und Spenden an myclimate können in der Schweiz sowie in Deutschland von den Steuern abgezogen werden.

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Was ist Carbon Insetting?

Insetting beschreibt die Finanzierung von Klimaschutzprojekten entlang der eigenen Wertschöpfungskette, welche nachweisbar Emissionen reduzieren oder sequestrieren und dabei positive Auswirkungen auf die mit der Wertschöpfungskette verbundenen Communities, Landschaften und Ökosysteme erzielen.

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Woher stammt das Geld für Programme in der Schweiz, die von der Stiftung KliK finanziert werden?

Die Stiftung myclimate entwickelt und betreibt für die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation KliK diverse Förderprogramme in der Schweiz. Diese Förderprogramme bieten einen finanziellen Anreiz für den Ersatz fossiler Energien, zum Beispiel für eine Heizungssanierung oder für den Einsatz von alternativen klimafreundlichen Technologien. Woher stammt das Geld der Stiftung KliK?

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