Effiziente Öfen vermindern Abholzung

Projekttyp: Effiziente Kocher

Projektstandort: Debub und Gash Barka, Eritrea

Projektstatus: Abgeschlossen, Zertifikate erhältlich

Jährliche CO₂-Reduktion: 2'500 t

Das Klimaschutzprojekt in Eritrea unterstützt Dorfbewohner beim Bau von rauchfreien, effizienten Öfen. Die Reduktion der Rauch- und Treibhausgase kommt dem Klima zugute und fördert gleichzeitig die Gesundheit von Frauen und Kindern.

92

% der Begünstigten berichten über besseren Gesundheitszustand

2300

Frauen weitergebildet

16'878

Begünstigte

Das Projekt in Eritrea wird vom Schweizerischen Unterstützungskomitee für Eritrea (SUKE) gemeinsam mit der eritreischen Partnerorganisation Vision Eritrea durchgeführt.

Bislang hat jeder Haushalt in Eritrea einen sogenannten Mogogo-Ofen, mit dem das traditionelle Fladenbrot (Injera) zubereitet wird. Die Öfen verfügen aber über keinen Rauchabzug und verbrauchen grosse Mengen des in der Region knappen Brennholzes. Das neue rauchfreie und energiesparende Mogogo-Ofenmodell wurde  vom eritreischen Energieministerium entwickelt und getestet wurde. Bei den neuen Öfen fällt kein gesundheitsschädlicher Rauch mehr beim Kochen im Haushalt an, wovon die Gesundheit von Frauen und Kindern profitiert. Zudem spart der neue Mogogo etwa 50 Prozent an Brennholz ein. Der Verbrauch von Brennholz und somit auch die Abholzung und der Ausstoss von Treibhausgasen werden dadurch reduziert.

Das Projekt weist noch weitere soziale Vorteile auf: die Bevölkerung erspart sich das mühsame Sammeln von Brennholz und die Kochzeit verkürzt sich. Dadurch bleibt mehr Zeit für andere Arbeiten. Da weniger Geld für den Kauf des teuren Brennholzes ausgegeben werden muss, unterstüzt das Projekt die ärmsten Familien in Eritrea und führt so zu einem sozialen Ausgleich.

Ende 2011 wurde das Projekt mit der Konstruktion von 2900 effizienten Mogogo-Öfen erfolgreich umgesetzt. Über 16’000 profitieren vom effizienten und sauberen Kochen. Im Monitoring melden 100% der Ofen-Benutzer eine Verbesserung der Luftqualität und der Gesundheit.

 

Dieses Projekt trägt zu 9 SDGs bei:

Die Haushalte verbringen weniger Zeit mit dem Sammeln von Brennholz und der Brennstoffaufbereitung.

92 % der Herdnutzer berichten von einer verbesserten Luftqualität in den Küchen und einem besseren Gesundheitszustand.

2331 Frauen wurden geschult.

16'878 Menschen profitieren von effizientem und sauberem Kochen.

Es wurden 340 befristete Arbeitsplätze geschaffen.

Jeder Herd reduziert den Brennholzverbrauch um 0,7 Tonnen pro Jahr.

Jeder Herd vermeidet 1 t CO2 pro Jahr.

Durch das Projekt wurden 17'300 Tonnen Brennholz eingespart, was einer Waldfläche von 540 ha entspricht.

Es wurden 2981 effiziente Kochherde installiert.

Situation ohne Projekt

Verwendung von nicht erneuerbarer Biomassebrennstoffe

Projektstandard

Awards

Projektnummer

7121

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