Florian:
Mich motivieren vor allem die Menschen bei myclimate, also unser Know‑how, unser Engagement und der gemeinsame Wille, echten Klimaschutz voranzubringen. Zusammen stellen wir uns tagtäglich der grössten Aufgabe, die die Menschheit aktuell kennt. Und unsere Geschichte (22 Jahre Pionierarbeit im wirksamen Klimaschutz) verpflichtet uns, den Weg nicht nur entschlossen weiterzugehen, sondern ihn aktiv zu gestalten.
Pascal:
Mich motiviert das Ziel, myclimate als gesunde, wirksame und in diesem Sinn erfolgreiche Organisation weiterzuentwickeln. Weil wir einen wichtigen «Purpose» haben. Das geht nur gemeinsam als Team von engagierten und kompetenten Menschen – und das sind wir. Schon seit langem möchte ich zudem in einer Co-Führung agieren und bin glücklich, dass sich jetzt diese spannende und sinnvolle Konstellation ergab.
Florian:
Wir sind uns in Herz, Hand und Verstand sehr ähnlich, und doch unterschiedlich: wo ich schon analysiere, hört Pascal noch aufmerksam hin; wo ich versuche die Struktur zu sehen, sucht Pascal eher nach den kreativen Freiräumen; wo Pascal noch neugierig ist, meine ich die Weisheit längst gefunden zu haben und wo ich an Deliverables denke, überlegt Pascal nach guten ersten Schritten. Uns eint ein gemeinsamer Sinn für – und unbedingter Wille zum – Humor, der Anspruch in unserem Wirken den Menschen, für die wir arbeiten, gerecht zu werden und der Glaube daran, dass wir alle unser Bestes geben.
Florian:
Ich hätte manchmal gerne mehr von Pascals Ruhe und Gelassenheit in anspruchsvollen Situationen – sie hilft dem ganzen Team, fokussiert und lösungsorientiert zu bleiben. Und seine Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen, empathisch zuzuhören und schliesslich entschieden zu handeln.
Pascal:
Die Klarheit, Strukturiertheit und auch die Konsequenz, die Florian in vielen Fragen an den Tag legt und die zumindest von aussen so selbstverständlich scheint, hätte ich öfters auch gerne. Ebenso seinen Antrieb, frühzeitig zu planen, zu handeln und zu messen. Seine analytische Intelligenz ist definitiv next level. Die Gewissheit, dass wir uns gut ergänzen war entscheidend für meinen Entschluss, ein Teil des myclimate-Teams zu werden.
Florian:
Was gleichbleibt, ist unsere Grundhaltung: höchste Qualität, Integrität und partnerschaftliches Arbeiten. myclimate wird weiterhin ein vertrauenswürdiger, wissenschaftsbasierter Klima-Partner sein, der Lösungen anbietet, die Wirkung erzeugen und nicht nur Zertifikate.
Pascal:
Das sehe ich genau wie Florian. Da die meisten Kunden direkte Ansprechpartner*innen innerhalb des myclimate Teams hatten und haben, ändert sich für sie aufgrund der neuen GL-Konstellation kaum etwas. Und es ist wichtig, dass wir diese bewährten Netzwerke weiterhin pflegen und diese reibungslos funktionieren.
Florian:
Wir werden uns allerdings noch konsequenter am Weg unserer Kunden in Richtung Netto-Null ausrichten:
Kundinnen und Kunden dürfen also mit noch mehr Dynamik und Nähe rechnen.
Pascal:
Uns ist es wichtig, dass diese Begleitungskompetenz für Firmen und Institutionen auf ihrem Weg zu Netto-Null, – für unsere Kunden sicht- und spürbar ist. Und wir freuen uns auf den direkten Kontakt mit Kunden und Partnern, denn schliesslich entstehen im Dialog die wertvollsten Entwicklungsimpulse für beide Seiten.
Pascal:
Wie bereits erwähnt, faszinieren mich unser Purpose, unsere Mitarbeitenden in allen Bereichen und auf allen Stufen, die vielen treuen Kunden sowie eine Ausgangslage, die Entwicklungschancen bietet, weiterhin erfolgreichen Klimaschutz zu betreiben.
Zu den Chancen gehören neue Marktbedürfnisse, neue Angebotsmöglichkeiten und unser guter Name als Partner für qualitativ hochwertige, seriöse und lösungsorientierte Angebote.
Weil dies in der gegenwärtigen (Markt-)Situation kein Sonntagsspaziergang ist, freue ich mich besonders auf das partnerschaftliche Anpacken dieser Herausforderungen – mit Florian, mit allen Führungskräften und allen Mitarbeitenden. Weil alle echte Expert*innen in ihren spezifischen Bereichen sind, macht es die Zusammenarbeit besonders bereichernd. Last but not least: In diesem lebendigen Umfeld werde ich täglich Neues lernen dürfen.
Florian:
Ich freue mich auf humorvolle Zusammenarbeit, in der wir unsere Verantwortung ernst nehmen, uns selbst aber nicht so sehr. Und ich freue mich mit Pascal jemanden an meiner Seite zu haben, mit dem ich schwierige Themen ergebnisoffen diskutieren, und mit (s)einer anderen Sichtweise bessere Lösungen für die Organisation finden kann.
Florian:
myclimate soll auch in 20 Jahren noch zu den prägendsten Organisationen gehören, wenn es darum geht, Unternehmen und Gesellschaften beim Übergang in eine klimapositive Zukunft zu unterstützen. myclimate soll in Zukunft noch stärker dafür stehen, Veränderung auszulösen – messbar, nachweisbar und glaubwürdig.
Pascal:
myclimate ist in den definierten Bereichen die bevorzugte, anerkannte Partnerin für funktionierenden Klimaschutz – auf den freiwilligen wie auf den verpflichtenden Märkten. Weil wir am Puls der Zeit agieren, wirkungs- und lösungsorientiert handeln, transparent und überzeugend kommunizieren und neben dem Expertenstatus auch Herz zeigen. Mit überdurchschnittlichem Engagement für unsere Kunden und gegenüber unseren Partnern.
Florian:
Eine 100 Tage Roadmap habe ich nicht – ich bin ja bereits seit 2021 in Geschäftsleitungsverantwortung. Wichtig und erfolgskritisch für 2026 wird, als Organisation reaktionsfreudig zu werden, so dass wir Marktentwicklungen wie Kundenbedürfnisse gut aufnehmen und notwendige Massnahmen ableiten können.
Pascal:
Ich halte eher wenig von den medienwirksamen «die ersten 100 Tage eines neuen CEO»-Posts und bin froh, müssen wir keine Börsenanalysten mit plakativen Aussagen und Handlungen kurzfristig zufriedenstellen. Sondern wir richten uns an den Stiftungszielen – allen voran der maximal positive Klimawirkung – aus. Selbstverständlich gelten auch für uns alle betriebswirtschaftlichen Regeln. Unsere Stakeholder, denen wir einen Nutzen erbringen, sind jedoch das Klima und die Gesellschaft. Meine ersten 100 Tage bestehen zu einem grossen Teil aus Zuhören, Fragen stellen und Positives fördern.
Natürlich gilt es trotzdem laufend (ab Tag eins) kleinere und grössere Entscheidungen zu treffen. Gute Orientierung geben uns die klaren strategischen Leitplanken. Eine unserer höchsten Prioritäten besteht übrigens darin, Klarheit und Zielorientierung für alle Mitarbeitenden – damit meine ich wirklich uns alle – weiter zu schärfen. Sollte ich trotzdem mal im Nebel stehen, helfen mir Florians Erfahrung und Augenmass aus mehreren Jahren myclimate Führungstätigkeit sowie das kooperative, proaktive Team
Florian:
Wenn ich mir einbilden würden das zu wissen, wäre ich Investor geworden.
Pascal:
Als Greenhorn bin ich zwar nicht euphorisch, aber zuversichtlich. Und dies nicht aus reinem Zweckoptimismus. Grundsätzlich teile ich die Auffassung, dass die Talsohle erreicht wurde. Allerdings ist dieser Markt (bzw. die generelle Haltung gegenüber dem Klimaschutz) wohl nur marginal durch unsere eigene Kommunikation zu beeinflussen. Viel stärker wiegen z.B. geopolitische Einflüsse und die jeweilige Themenwahl der Medien. In diesem Zusammenhang scheint es mir wichtig, mit innovativen Angeboten und Lösungen auch unser Narrativ in der Kommunikation teilweise neu auszurichten. Um damit noch mehr offene und handlungsbereit Menschen zu erreichen und einige «alte Schubladen» nicht mehr zu bedienen.
Florian:
Die EU geht mit Ruhe und gleichzeitig determiniert voran (auch entgegen US-amerikanischer Einflüsse), und gestaltet die Handlungsräume vieler unsere Kunden: CRCF und CSRD sind hier nur Beispiele einer konsequenten Ausrichtung auf Netto-Null, die wir im Augen haben, und wo hilfreich auch mitgestalten dürfen.
Pascal:
Spannend erachte ich neben den EU-Entwicklungen die Reaktionen der CH-Politik. Neben Ermutigendem gibt es wie immer auch Stagnierendes oder gar Frustrierendes. Aber ich orientiere mich an der beachtlichen Menge von Persönlichkeiten mit Einsicht und ernsthafter Handlungsbereitschaft, und zwar über alle Altersgrenzen und über diverse politische Haltungen hinweg.
Florian:
Vor fünf Jahren gab es die Klimaneutralität noch: für Unternehmen war das reine Engagement im Klimaschutz, ob innerhalb der Unternehmung oder in-/ausserhalb der Value Chain, das vermarktbare Alleinstellungsmerkmal. Das hat sich geändert. Heute braucht es mehr vom Unternehmen.
Pascal:
Das ist eine sehr positive Entwicklung. Das frühere Greenwashing ist erfreulicherweise in vielen Bereichen sanktioniert und findet weniger statt, zumindest in meiner Wahrnehmung. Die Unternehmungen, die sich engagieren, machen dies oft mit einem echten Commitment – neben gewissen Regulatorien.
Florian:
In Scope 1, 2 & 3 gilt es, den Weg in Richtung Netto-Null zu kennen und konsequent zu gehen. Außerhalb der eigenen Value Chain gilt es durch Engagement für den eigenen Fußabdruck schon auf dem Weg nach Netto-Null Verantwortung zu übernehmen.
Pascal:
Die Kehrseite davon ist der teilweise hohe Aufwand für gewisse Betriebe, um die Klimawirkung ihrer Value Chain seriös zu eruieren und regelkonform zu rapportieren. Dann lassen sie’s bleiben, außer sie müssen. Hier braucht es einen gesunden Pragmatismus in den Lösungen. Ein gewisser Trend ist sicher auch das Bedürfnis von Unternehmungen, in ihren jeweiligen Regionen vermehrt lokal messbaren Klimaschutz zu betreiben, anstelle von Klimaschutzprojekten im globalen Süden. Diesem Bedürfnis tragen wir Rechnung einerseits mit entsprechenden Projekten und andererseits mit einer differenzierten und klärenden Kommunikation. Diese braucht es zum Verständnis z.B. bezüglich des unterschiedlichen Wirkungsgrades pro eingesetztem CHF/EUR je nach Weltregion, oder unseren zusätzlichen SDG-Zielen neben der reinen CO2-Reduktion in unseren Projekten. Auch hier: Messbarer gesellschaftlicher Nutzen als ein Teil unseres ganzheitlichen Qualitätsverständnisses.