Studie: Klimaschutz macht Unternehmen wettbewerbsfähiger und zu Profiteuren der USA-Entscheidungen

Hiesige Unternehmen sind in einer guten Startposition, um Chancen durch Klimaschutzbemühungen zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von KfW Research und Deloitte. Daraus lässt sich grundsätzlich ableiten, wie ambitionierte Klimaschutz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen. Der Abzug von Nachhaltigkeitsinvestitionen aus den USA bietet zusätzliche Vorteile für europäische Unternehmen. Es gibt aber auch klare Aufgaben für Politik und Wirtschaft.

Unternehmen informieren sich beim myclimate Projektbesuch über Klimaschutzmaßnahmen und -förderungen. Bild: myclimate

Wie Unternehmen jetzt reagieren sollten:

Strategische Vorteile für Vorreiter

Die Studie reiht sich ein in jüngst veröffentlichte Beiträge, die klimaengagierten Unternehmen Vorteile attestieren, darunter die Nature-Studie. Die KfW Research und Deloitte Veröffentlichung «The economic benefits of climate action» kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen von Klimaschutzmaßnahmen deutlich profitieren, und unterstreicht die wirtschaftliche Dringlichkeit der Dekarbonisierung.

Die Gründe dafür sind vielfältig. So weist der globale Markt für «grüne Technologien» («green tech») ein starkes Wachstumspotenzial auf, wodurch sich, bei entsprechender politischer Rahmen- und Wirtschaftspolitik, die Marktvolumina bis Mitte des Jahrhunderts deutlich erhöhen dürften.  

Zudem verschaffen sich Unternehmen, die frühzeitig auf nachhaltige Geschäftsmodelle und emissionsarme Produktion setzen, strategische Vorteile. Etwa aufgrund geringerer Abhängigkeiten von fossilen Rohstoffen und schwankenden Energie- oder CO₂-Preisen, günstigere Finanzierungsmöglichkeiten und eine nachhaltige Marktpositionierung.

Speziell für Deutschland wird hervorgehoben, dass die Clean-Tech Branche bereits kräftig exportiert: Rund 13 Prozent der weltweiten Green-Tech-Exporte entfallen hier.  Zudem sei die Nachfrage nach grünen Technologien sowie die Kapitalzuflüsse dorthin dynamisch um durchschnittlich 7,3 bzw. 9,6 Prozent jährlich gestiegen. Die Prognosen für 2050 sehen eine Verdreifachung oder sogar eine Vervierfachung bis 2050 voraus.  

Zwar attestiert die Studie die Notwendigkeit von kurzfristigen Herausforderungen wie Investitionskosten, Anpassung von Geschäftsmodellen und technischen Umstellungen, langfristig gesehen profitieren die Unternehmen aber klar.  

Klare Rahmenbedingungen notwendig

Dafür notwendige Verantwortlichkeiten adressiert die Studie ebenfalls: Neben nun drängend zu treffenden Entscheidungen in Wirtschaftsbetrieben, kommt es auf die passenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen an, damit das Potenzial auch realisiert wird. Darunter fällt der Ausbau der Infrastruktur und eine Klarheit bei Regulierungen. Unsicherheiten bergen erhebliche Risiken und sollten vermieden werden. Zuletzt hatte auch myclimate Regulierungen im Klimaschutzbereich angemahnt.  

Dies sei auch wichtig, um die Chancen gegenüber den USA zu nutzen, die derzeit zurückhaltend in Nachhaltigkeitsthemen agieren. Unternehmen, die nun frühzeitig reagieren, profitieren vom wachsenden globalen Markt für die Clean-Tech-Branche.  

Die Vorteile für Unternehmen

Unternehmen, die Nachhaltigkeitsstrategien umsetzen, werden resilienter gegenüber Preisschwankungen von Rohstoffen, kommenden Regularien und den erwartbaren CO2-Preisen. Außerdem senken sie die laufenden Betriebskosten, etwa durch effizientere Systeme und Prozesse. Bei Stakeholdern kommt das gut an, wodurch auch der Zugang zu Finanzierungen verbessert wird.

Nutzen Sie das kostenfreie myclimate Whitepaper „Strategischer Klimaschutz – Unternehmenserfolg sichern und ausbauen“, um die nächsten Schritte zu planen.  

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