Förderprogramm für eine klimafreundliche Gewächshausbeheizung

Projekttyp: Biomasse, Energieeffizienz

Projektstandort: Schweiz

Projektstatus: In Betrieb, exklusiv

Jährliche CO₂-Reduktion: 10'000 t CO2e

Das Klimaschutzprogramm fördert die Umstellung fossil beheizter Gewächshäuser auf eine Wärmeerzeugung ohne fossile Brennstoffe. Ziel des Förderprogramms ist eine nachhaltige Pflanzenproduktion durch die Reduktion der heizungsbedingten CO2-Emissionen in Gewächshäusern. Profitieren können Gewächshausbetriebe in der Schweiz, die bis 2027 ein Umbauprojekt realisieren möchten.

ANMELDEN

 

Viele industrielle Gewächshäuser in der Schweiz werden zur Verlängerung der Vegetationsperiode mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Heizöl oder Propangas beheizt. Dieses Klimaschutzprogramm fördert den Ersatz dieser klimaschädlichen Brennstoffe durch Holzfeuerungen, durch Wärmepumpen oder durch den Anschluss an einen Wärmeverbund der genannten Technologien. Mit einer finanziellen Unterstützung an die Gewächshausbetriebe will das Programm die Hemmschwelle der hohen Investitionskosten für ein erneuerbares Heizsystem senken. Durch die Einsparung fossiler Energieträger werden die heizungsbedingten Treibhausgasemissionen in Schweizer Gewächshäusern reduziert. Das Klimaschutzprogramm wird durch die Stiftung myclimate und die DM Energieberatung AG betrieben und kann dank den Förderbeiträgen der Stiftung KliK umgesetzt werden.

 

Beratungsangebot und Förderbeitrag

Akkreditierte ProCalor©-Berater unterstützen die Gewächshausbetriebe bei der Erarbeitung einer Konzept- und Variantenstudie sowie der anschliessenden Programmanmeldung. Das Klimaschutzprogramm beteiligt sich mit mindestens 25 Prozent an den Kosten der Studie (bei Programmteilnahme mit 75 Prozent). Nach erfolgter Inbetriebnahme der neuen Heizungsanlage können die jährlich vom BAFU/BFE bescheinigten CO2-Einsparungen im Wert von 115 Franken pro Tonne CO2  verkauft werden. Es kann mit einem durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 30 000 Franken pro Hektare bis Ende 2030 gerechnet werden.

 

Melden Sie sich an!

Reichen Sie das Anmeldeformular spätestens vor der Unterzeichnung des Werk- oder Kaufvertrags für das erneuerbare Heizsystem bei myclimate ein. Die detaillierten Aufnahmekriterien entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular. Das übliche Verfahren für die Anmeldung zum Förderprogramm sieht die folgenden Schritte vor:

  1. Akkreditierten ProCalor©-Berater für die Durchführung einer Konzept- und Variantenstudie anfragen und beauftragen (siehe Kontakte unten).
  2. Programmanmeldung: Anmeldeformular ausfüllen, unterzeichnen und zusammen mit den erforderlichen Beilagen bei myclimate einreichen.
  3. Nach provisorischer Förderzusage mit der detaillierten Ausführungsplanung starten und den Fördervertrag zwischen Bauherr/in und myclimate unterzeichnen.
  4. Werk- oder Kaufvertrag für die massgebliche Investition unterzeichnen und eine Kopie an myclimate weiterleiten.
  5. Nach erfolgter Inbetriebnahme Kopien der Inbetriebnahmeprotokolle der Wärmeerzeuger und der geeichten Energiezähler bei myclimate einreichen.
  6. Jährlich die geforderten Monitoringdaten gemäss Fördervertrag bereitstellen und Förderbeitrag erhalten.

 

Aktuelle Mitteilung (August 2020)

Das Förderprogramm befindet sich zurzeit beim BAFU/BFE zur Prüfung der Eignung als Kompensationsprogramm gemäss CO2-Gesetz. Eine provisorische Anmeldung ist bereits jetzt möglich. Eine definitive Förderzusage erfolgt nach der erfolgreichen Verfügung des CO2-Kompensationsprogramms und der erfolgreichen Ausstellung der CO2-Bescheinigungen durch das BAFU/BFE.

 

Anfragen und Kontakte

Anfragen zur Konzept-Beratung an folgende akkreditierte ProCalor©-Berater:

  • Deutschschweiz und Tessin: DM Energieberatung AG, 056 444 25 55
  • Romandie: RWB Groupe SA, 058 220 39 40

Anfragen zur Programmanmeldung und allgemein betreffend Klimaschutzprogramm:

  • Ganze Schweiz: Stiftung myclimate, 044 500 43 50, gewaechshaus@myclimate.org

 

Dieses Programm trägt zu 2 SDGs bei:

Jährlich werden rund 40 000 MWh erneuerbare Wärme produziert.

Jährlich werden rund 10 000 t CO2 eingespart.

Situation ohne Projekt

Beheizung der Gewächshäuser mit fossilen Brennstoffen

Dokumentation

Projektstandard

Partner

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Projektnummer

7826

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