Partnerportrait Saropack: Gemeinsam zur Klimaneutralität

Mit seinen ökologischen und optimierten Verpackungslösungen schont Saropack, Marktführer im Bereich Folienverpackungslösungen, wertvolle Ressourcen und leistet wertvolle Beiträge für Klima und Umwelt. 2021 hat das Unternehmen einen grossen Schritt für mehr Klimaneutralität in Angriff genommen. Urs Stillhard, Vertriebsleiter Europa bei Saropack, beschreibt im myclimate Partnerportrait, warum Klimaschutz sowohl von Unternehmens- als auch von Kundenseite gedacht wird. Gleichzeitig erklärt er, warum Verpackungen aus Kunststoffen auch in absehbarer Zeit unverzichtbar sein werden und warum diese im Lebensmittelbereich eine bessere Umweltbilanz haben.

Seit 2012 leben Saropack und myclimate eine strategische Partnerschaft im Bereich der Nachhaltigkeit. Zum Januar 2021 hat Saropack im Rahmen der Zusammenarbeit das eigene Klimaschutzengagement nochmals deutlich erweitert. Neu sind alle Saropack-Standorte klimaneutral. Auf sämtlichen Produkt- und Serviceangeboten bietet Saropack zudem nun einen Klimaschutzbeitrag als festen Bestandteil der Standardofferte an. Der Klimaschutzbeitrag fliesst in die Unterstützung von Klimaschutzprojekten, wie zum Beispiel die Renaturierung von Hochmooren in der Schweiz und in Deutschland. Gemeinsam mit ihren Kunden möchte Saropack somit einen weiteren Schritt Richtung Klimaneutralität gehen.

Herr Stillhard, wie ist der neue Klimaschutzbeitrag, der automatisch Bestandteil Ihrer Offerte ist, von Ihren Kunden angenommen worden?

Sehr positiv! Natürlich regt der Klimaschutzbeitrag viele Diskussionen an. Genau das wollen wir auch erreichen. Selbst wenn Kunden den Klimaschutzbeitrag nicht beisteuern, so können wir sie doch in den meisten Fällen aufklären und sie für den Klimaschutz sensibilisieren. Des Weiteren prägen wir unser Image. Überall ernten wir viel Lob und Anerkennung für unser Engagement für den Klimaschutz.

Welche Möglichkeiten bieten sich für Sie aus Produzentenseite? Wie viel Klimaschutz liegt bei neuartigen Verpackungslösungen drin?

Es bestehen viele Möglichkeiten. Die CO2 Kompensation ist lediglich eine Massnahme. Nach unserer Philosophie sollen nur Lösungen kompensiert werden, welche bereits optimiert sind. Unser SAROGREEN Konzept gibt uns hier einen klaren Rahmen vor:

  1. Alle Folien sind recyclebar - Wiederverwertung ist aktiver Klimaschutz
  2. Optimale Lösungen durch persönliche Beratung – Dies führt zur Verhinderung von Ausschuss und Abfallreduktion
  3. Lösungen mit dickenreduzierten Folien – Für eine Schonung der Ressourcen
  4. Folien aus nachwachsenden Rohstoffen – Zum Beispiel Ethylen aus Zuckerrohr
  5. Klimaneutrale Folien - CO2 Kompensation für einen aktiven Klimaschutz

Inwieweit werden Verpackungen heute schon rezykliert? Was braucht es, um möglichst vielen Verpackungen ein zweites oder drittes Leben zu ermöglichen?

Die Wiederverwendung von Werkstoffen ist zentral. Grundsätzlich soll die Reyclingfähigkeit der Produkte in die Sortimentsstrategie jedes Unternehmens einfliessen. Das heutige, mechanische Recycling zeigt jedoch klare Grenzen auf. Post-Consumer-Recycling und chemische Recyclingtechnologien ermöglichen jedoch ein kontinuierlich verbessertes Recycling und die zirkuläre Nutzung von Materialien.

Wir verfolgen drei Strategien im Recyclingbereich:

  1. Sortimentsstrategie: Alle Produkte müssen recyclingfähig sein. Zudem wird die Deklaration verbessert. Kunden soll erkennen können, welche Art Kunststoff sie verwenden.
  2. Neue Produkte mit PIR-Anteil (Post-Industrial-Recycling): PIR erlaubt die Wiederverwertung von sauberen, internen «Abfällen». Hier können wir die Rückverfolgbarkeit auch für Food oder Medical Anwendungen garantieren. Wir bieten heute solche Produkte mit circa 30% Recyclinganteil an.
  3. Förderung von Lösungen aus chemischem Recycling: Produkte aus chemischem Recycling sind zukunftsweisend. Alle Kunststoffe können unsortiert gesammelt werden. Durch einen chemischen Prozess werden die unterschiedlichen Kunststoffarten separiert, so dass sie danach saubere Grundstoffe für die erneute Kunststoffherstellung erhalten. Diese zukunftsträchtige Recyclingmöglichkeit erlaubt, Kunststoffe im Kreislauf zu behalten und die CO2-Emissionen drastisch zu senken.

Können wir in absehbarer Zeit auf Plastikverpackungen verzichten?

Die Forderung nach dem Verzicht auf Plastik ist der falsche Weg. Es ist unbestritten, dass wir Plastik und Verpackungen allgemein weglassen müssen, wo wir sie nicht brauchen. Verpackungen, die es nicht braucht, sind eine Verschwendung! Dort, wo sie uns aber einen Mehrwert bringen, müssen wir die bestehenden Verpackungen weiterentwickeln und dann auch die komplexen technischen Produkte sinnvoll recyceln und mehrmals im Kreislauf halten.

Längere Haltbarkeit ist dabei entscheidend. Eine Frischpizza, die nicht tiefgefroren ist, verdirbt in einer normalen Folie nach drei oder vier Tagen. Eine Frischpizza in einer Folie mit Sauerstoffbarriere kann drei Wochen lang verkauft werden. Die Investition in die Verpackung ist nachhaltiger als die Pizza zu entsorgen.

Wie gefragt sind nachhaltige Lösungen im Bereich der Verpackungen?

Unsere Kunden verzeichnen eine hohe Nachfrage nach umweltverträglichen Verpackungen. Sie sind unter Druck, wissen aber nicht genau, mit welchen konkreten Lösungen sie darauf antworten können. In fast allen Kundengesprächen geht es heute um dieses Thema. Der Aufwand für die Beratung ist hoch. Die Informationsvermittlung ist jedoch ein Teil unserer Marktleistung. Gemeinsam mit dem Kunden ermitteln wir effizientere und nachhaltigere Lösungen.

Der Druck entsteht vor allem bei der Verpackung von Konsumgütern. Im Umfeld von Supermärkten stehen Lösungen im Vordergrund, die zwar Nachhaltigkeit ausstrahlen, aber effektiv weniger nachhaltig als die bisherigen Lösungen sind. Bei industriellen Anwendungen ist der Druck weniger hoch. Die Diskussion ist viel sachlicher und dreht sich um die Optimierung und Verbesserung der Prozesse.

Welchen Einfluss hat die nun mehr zehnjährige Partnerschaft mit myclimate auf Ihre Unternehmensführung gehabt?

Die Zusammenarbeit mit myclimate ist uns sehr wichtig! Wir sind keine Umweltingenieur*innen und verlassen uns auf die Kompetenz von myclimate. Zudem ist es auch für unsere Kunden wichtig, dass wir bei Bedarf auch gemeinsam mit myclimate zu Kunden fahren und Lösungen aufzeigen können.

 

Saropack kompensiert die Emissionen seiner Verpackungslösungen durch die Unterstützung von myclimate Projekten zur Moorrenaturierung. Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie hier:

Renaturierung von Schweizer Mooren (myclimate.org)

Moore als Klimaschützer: Renaturierung des Königsmoores in Schleswig-Holstein (myclimate.org)

 

Nachhaltigkeit bei Saropack:

Klimaneutrale Schrumpffolien, nachhaltige Verpackungslösung (saropack.eu)

 

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