Pascal Wieser, Co-CEO myclimate, begrüsste die Gäste am Abend und betonte die Wichtigkeit von Bildung auf dem Weg zu Netto-Null. Einen zentralen Impuls setzte das Referat von Linda Sulzer, Geschäftsführerin des Büros für Wagemut. Anhand des «ABC der mutigen Philanthropie – Act Now, Be bold, Come together» zeigte sie auf, wie Förderstiftungen gesellschaftliche Veränderung aktiv mitgestalten können: Durch langfristiges Denken, systemische Ansätze und den Mut, auch Unsicherheiten auszuhalten.
Gesellschaftlicher Wandel braucht Förderansätze, die nicht nur Projekte ermöglichen, sondern Entwicklung zulassen – langfristig, lernend und mit Vertrauen gegenüber den beteiligten Akteur*innen
Wie Klimabildung auch niederschwellig und aktivierend gestaltet werden kann, zeigte eine Kurzvorstellung des Bildungsangebots zukunftsschlau. Melanie Graf, Projektleiterin, überraschte die Teilnehmenden mit kleinen, unter den Stühlen platzierten «Konsummonstern», Lernfiguren aus dem Angebot für die 3. bis 9. Klasse.
Die Figuren regten zum Schmunzeln an, vor allem aber zum Nachdenken. Beim anschliessenden Apéro boten sie einen informellen Gesprächsanlass, um über Konsumverhalten, Bildungsansätze und mögliche Wege Richtung Netto Nulll zu diskutieren – konkret, spielerisch und nah am Alltag. Gioanna Michel stellte zudem das Projekt «Pilot-Quartier Binz», ein Modellquartier auf dem Weg zu Netto-Null 2050 der Stadt Zürich, vor. Ausserdem präsentierte Mischa Kaspar das Berufsbildungsangebot «Skills for Future» mit lebendigen Anekdoten von Projekten der Lernenden zu Trockenblumen und doppelten Ballenzangen.
In einer anschliessenden Paneldiskussion wurde diskutiert, welche Kompetenzen junge Menschen heute benötigen, um aktiv zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Im Zentrum standen unter anderem kritisches Denken, Gestaltungskompetenz, Kollaboration und Handlungsmut. Moderiert durch Felix Schönenberger von myclimate diskutierten Manuel Bucher, Deutschlehrer an der Schule Wiedikon, Doris Kamber von UBS Social Impact, Joy Amendola von der Beisheim Stiftung sowie Gioanna Michel von myclimate, wie ein Zusammenspiel von Förderstiftungen, Klimabildung und engagierten Schulen zur langfristigen Verankerung von Zukunftskompetenzen der nächsten Generation beitragen kann. Alles Fähigkeiten, die in der Forschung zu Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie zu Verhaltenspfaden im Klimaschutz als entscheidend gelten.
Der Anlass machte deutlich, wie wichtig tragfähige Partnerschaften für wirksame Klimabildung sind. Gemeinsam mit Förderpartner*innen wie der Seedling Foundation, der Ernst Göhner Stiftung, der Beisheim Stiftung Schweiz sowie weiteren Stiftungen stärkt myclimate die Zukunftskompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz – wissenschaftlich fundiert, wirkungsorientiert und mit Blick auf langfristige Wirkung.