myclimate-Partner Vaude ab 2022 weltweit klimaneutral

Vaude hat beschlossen, ab dem 1. Januar 2022 mit allen weltweit hergestellten Produkten klimaneutral zu werden. Dafür kompensiert der Outdoor-Bekleidungshersteller seine globalen Treibhausgasemissionen vollständig mit myclimate. Doch nicht nur das: Derselbe Betrag, der jährlich in die Kompensation fließt, wird zusätzlich in die kontinuierliche Reduzierung von Emissionen investiert. Dabei setzt das Tettnanger Unternehmen klare Prioritäten: Für mehr Klimaschutz wird das Marketingbudget um rund eine halbe Million Euro gekürzt.

«Wir möchten zeigen, dass Klimaschutz finanzierbar ist, indem man Budgets umschichtet. Wenn alle Unternehmen bspw. einen Teil ihres Marketingbudgets für den Klimaschutz verwenden würden, könnten wir enorm viel erreichen. Das ist machbar — und das sollte uns unsere Zukunft auf diesem Planeten wert sein!» Antje von Dewitz, Vaude-Geschäftsführerin

Vaude engagiert sich schon seit vielen Jahren aktiv für den Klimaschutz. Seit 2009 nutzt das Unternehmen am Firmensitz in Tettnang zu 100 % Ökostrom, unter anderem aus selbsterzeugter Solarenergie. Seit 2012 ist die Firmenzentrale mit allen dort hergestellten Produkten klimaneutral. 2019 wurde das nächste große Klimaziel gesetzt: weltweite Klimaneutralität gemäß der Science-BasedTargets. Auf diesem Weg hat Vaude nun den ersten Meilenstein erreicht: Mit viel Aufwand und in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten wurden alle Emissionen aus der vorgelagerten globalen Lieferkette erfasst. Aufgrund dieser fundierten Datengrundlage hat Vaude jetzt beschlossen: Ab 2022 werden alle Produkte klimaneutral!

Sämtliche Treibhausgas-Emissionen, die aktuell noch unvermeidbar sind, werden über ein GoldStandard-Klimaschutzprojekt von myclimate in Vietnam kompensiert, bei dem Kleinbauern Biogas aus organischen Abfällen gewinnen. Darüber hinaus ist die Reduktion der Emissionen ein wichtiges Fokusthema für Vaude. Deshalb hat sich das Unternehmen mit den Science-BasedTargets zu weitreichenden globalen Reduktionszielen verpflichtet, um den Corporate Carbon Footprint kontinuierlich zu verkleinern und einen messbaren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels unter Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels zu leisten.

 

Größte Herausforderung ist die globale Lieferkette

Der Löwenanteil der Emissionen entsteht bei Vaude in der globalen Lieferkette. Der Grund: Funktionelle Outdoor-Produkte bestehen überwiegend aus synthetischen Fasern, deren Herstellung hohe Energieverbräuche verursacht. Hier hat das Unternehmen bereits angesetzt: Bis 2024 sollen 90 % aller Produkte überwiegend aus recycelten oder biobasierten Materialien bestehen. Damit bekennt sich Vaude zum Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und die Wiederverwertung von Materialien werden fossile Ressourcen geschont und CO2-Emissionen – je nach Material – um rund 50 % im Vergleich zu neuwertigen Materialien reduziert. In der Bekleidungskollektion für 2022 hat Vaude dies schon für die Hälfte aller Produkte geschafft.

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