Die Zukunftswerkstatt von myclimate befähigt Schüler*innen der Sekundarstufe II, eigene Klimaschutzprojekte zu entwickeln und umzusetzen. Im Zentrum steht nicht nur Wissen über die Klimakrise, sondern die Erfahrung, selbst aktiv werden zu können. Über ein Schuljahr hinweg recherchierten die Jugendlichen, planten konkrete Massnahmen, arbeiteten im Team und machten ihre Ideen in Schule, Alltag oder Öffentlichkeit sichtbar.
Die Umsetzung der Projekte stärkte zentrale Kompetenzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: vernetztes Denken, Perspektivenwechsel, Kooperationsfähigkeit, Planungskompetenz und kritisches Hinterfragen. Die Schüler*innen mussten Zusammenhänge zwischen Konsum, Ernährung, Mobilität, Ressourcenverbrauch und Klimaschutz erkennen und daraus eigene Handlungsmöglichkeiten ableiten. Gleichzeitig erlebten sie Selbstwirksamkeit: Ihre Ideen blieben nicht theoretisch, sondern erreichten andere Menschen und lösten Gespräche, Reflexion und konkrete Veränderungen aus.
1. Platz: «Ecolours» – biologisch abbaubare Acrylfarbe
Jannis, Elena und Valentin vom BBZB Luzern entwickelten biologisch abbaubare Acrylfarbe, um Mikroplastik zu reduzieren und künftigen Klassen im Kunstunterricht eine nachhaltigere Alternative aufzuzeigen. Zum Projektvideo: Link
2. Platz: «Spiel der Nachhaltigkeit» – nachhaltige Entscheidungen spielerisch erleben
Alena, Dominic, Nadine und Melina vom BBZB Luzern gestalteten ein bekanntes Brettspiel neu und integrierten nachhaltige Entscheidungen und Ereignisse. So machten sie sichtbar, wie viele alltägliche Entscheidungen einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten können. Zum Projektvideo: Link
3. Platz: «Second Vibe Flohmi» – eine Alternative zu Fast Fashion
Luna, Anisa und Evita vom KV Luzern organisierten einen nachhaltigen Flohmarkt mit Secondhand-Kleidung, Informationen zu bewusstem Konsum und möglichst abfallarmem Essen. Damit zeigten sie, wie Ressourcen geschont, Kleider weitergenutzt und Klimaschutz im Alltag sichtbar gemacht werden können. Zum Projektvideo: Link
1. Platz: «Breakout Box» – Foodwaste spielerisch verstehen
Alessia, Emma und Paula vom Gymnasium Oberwil entwickelten eine Breakout-Box zum Thema Foodwaste und besuchten damit Schulklassen. Über altersgerechte Rätsel sensibilisierten sie Kinder für Lebensmittelverschwendung und einen bewussten Umgang mit Essen und Umwelt. Zum Projektvideo: Link
2. Platz: «Event vegane Ernährung» – Klima, Umwelt und Gesellschaft im Gespräch
Lisa, Samira und Noémie vom Gymnasium Oberwil organisierten einen Anlass zur veganen Ernährung. Aus einer Degustationsidee entstand ein Informations- und Diskussionsformat mit Referenten und Catering, das konkrete Handlungsmöglichkeiten für eine klimafreundlichere Ernährung sichtbar machte. Zum Projektvideo: Link
3. Platz: «Besser reisen» – nachhaltige Mobilität sichtbar machen
Yoris, Gian und Elias vom Gymnasium Oberwil gestalteten einen Flyer zum Thema nachhaltiges Reisen und verteilten ihn in der Stadt. Damit regten sie Passant*innen dazu an, den eigenen Reisealltag bewusster zu reflektieren und klimafreundlichere Alternativen mitzudenken. Zum Projektvideo: Link
Die ausgezeichneten Projekte setzen an Hebeln an, die für eine klimafreundliche Zukunft zentral sind: bewusster Konsum, nachhaltige Mobilität, Ernährung, Ressourcenverbrauch, Kreislaufdenken und Sensibilisierung weiterer Zielgruppen. Damit leisten die Jugendlichen lokal verankerte Beiträge zur Mitgestaltung von Netto-Null. Ausgewählt wurden die Gewinner*innenprojekte von den Fachjurys der beiden Regionen: In Luzern wirkten Barbara Renggli von der Albert Koechlin Stiftung, Ronja Bohnenblust vom Kanton Luzern und Urban Sager von der PH Luzern mit. In Basel gehörten Patrick Rickenbach vom Kanton Basel-Landschaft, Christian Schirmer von der Klimafachstelle Kanton Basel-Stadt und Katharina Höchle Meier vom Bereich Mittelschulen und Berufsbildung des Kantons Basel-Stadt zur Jury. Die Laudationes machten deutlich, was die Projekte besonders auszeichnete: ihre Kreativität, ihr Praxisbezug und der Mut der Jugendlichen, eigene Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern auch umzusetzen und mit anderen zu teilen.
Die Prämierungsfeiern in Luzern und Basel machten sichtbar, was die Jugendlichen während der Zukunftswerkstatt geleistet haben: Sie haben Themen vertieft, Ideen geprüft, Hindernisse überwunden und ihre Projekte mit viel Einsatz umgesetzt. Der grösste Dank gilt deshalb den Schüler*innen selbst. Sie zeigen, dass Klimabildung besonders dann wirkt, wenn junge Menschen eigene Lösungen entwickeln und erfahren, dass ihr Beitrag zählt.